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Daniel Mendelsohn
Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er promovierte 1994 in Classical Studies und arbeitete als Kritiker u. a. für The New York Review of Books, das New York Magazine, für The New Yorker und die New York Times. 2006 erschien sein aufsehenerregendes, preisgekröntes Familien-Memoir „Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen“.
Bohumil Hrabal
Bohumil Hrabal wurde am 28. März 1914 in Brünn geboren. Ab 1948 erschienen vereinzelt Texte von ihm, ab den 1960er Jahren konzentrierte er sich gänzlich aufs Schreiben. 1970 wurde er für einige Jahre mit einem Publikationsverbot belegt, heute zählt er zu den bedeutendsten tschechischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Bohumil Hrabal starb am 03. Februar 1997 in Prag.
Fernando Aramburu
Fernando Aramburu, 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren, ist ein spanischer Autor, Übersetzer und Journalist. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise. Für seinen Debütroman „Limonenfeuer“ wurde er 1997 mit dem Madrider Literaturpreis Ramón Gómez de la Serna ausgezeichnet, für seinen Roman „Patria“ erhielt er den Premio Nacional de la Crítica 2017, den bedeutendsten spanischen Literaturpreis, den Premio Nacional de Narrativa 2017 sowie den Premio Strega Europeo 2018. Seit Mitte der achtziger Jahre lebt er in Hannover.
Judith Rotem
Judith Rotem, geboren 1942 in Budapest, wurde als Kind 1944 für den "Kasztner-Transport" ausgewählt und verbrachte mehrere Monate in Bergen-Belsen, bevor sie in die Schweiz gelangte. Seit 1945 lebt sie im heutigen Israel. In ihrem literarischen Werk hat sie sich immer wieder kritisch mit der ultraorthodoxen Lebensweise auseinandergesetzt. Daneben schrieb sie als Ghost Writer die Autobiographien mehrerer Holocaust-Überlebender.
Elias Canetti
Elias Canetti wurde 1905 im bulgarischen Russe geboren. 1938 emigrierte er nach London, wo er als britischer Staatsbürger bis in die 70er Jahre blieb. Elias Canetti debütierte 1936 mit dem Roman „Die Blendung“, 1960 folgte seine große Studie „Masse und Macht“. Weiter veröffentlichte er Aufzeichnungen („Die Stimmen von Marrakesch“, 1968) und einen breit angelegten autobiographischen Zyklus, beginnend mit „Die gerettete Zunge“ 1979. Elias Canetti wurde 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er starb am 14. August 1994 in Zürich.
Ulrich von Bülow
Ulrich von Bülow, 1963 geboren, war nach dem Germanistik-Studium in Leipzig Lektor im Hinstorff Verlag Rostock. Er war ab 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter und ist seit 2006 Leiter der Abteilung Archiv im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Ulrich von Bülow ist zudem Autor von Aufsätzen und Monographien (u. a. über Franz Fühmann, Arthur Schnitzler, W. G. Sebald und Peter Handke) sowie Herausgeber von Texten (u. a. von Rainer Maria Rilke, Erich Kästner, Karl Löwith, Martin Heidegger, Joachim Ritter und Hans Blumenberg).
Heike Gfrereis
Heike Gfrereis, 1968 geboren, ist seit 2001 Leiterin der Museen des Deutschen Literaturarchivs Marbach und seit 2013 Honorarprofessorin am Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur der Universität Stuttgart. Sie ist Kuratorin der Dauerausstellungen im Literaturmuseum der Moderne und im Schiller-Nationalmuseum und hat u. a. zu „W.G. Sebald. Wandernde Schatten“ (2008), „Autopsie Schiller“ (2009), „Kassiber“ (2012) und „Zettelkästen. Maschinen der Phantasie“ (2013) publiziert.
Hans Werner Richter
Hans Werner Richter, geboren 1908 in Neu Sallenthin, absolvierte eine Lehre als Buchhändler und arbeitete zunächst im Berliner Buchhandel. Ab 1946 gab er in München zusammen mit Alfred Andersch die Zeitschrift "Der Ruf" heraus. 1947 lud er zu einem Autorentreffen am Bannwaldsee ein, das zur Gründungstagung der Gruppe 47 werden sollte, deren Spiritus rector er in den darauffolgenden zwanzig Jahren wurde. 1979 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Hans Werner Richter starb 1993 in München.
Urs Widmer
Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. 1968 erschien sein Prosadebüt "Alois". Im Folgejahr gehörte Widmer zu den Gründern des "Verlags der Autoren". Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit übersetzte er literarische Werke aus dem Englischen und Französischen. Er wurde mit zahlreichen literarischen Auszeichnungen bedacht. Widmer starb 2014 in Zürich.
Eveline Passet
Nach ihrem Studium der Slavistik und Romanistik, das sie in Paris absolvierte, arbeitet Eveline Passet (geboren 1958) heute als Übersetzerin und Rundfunkautorin. Sie übersetzte bisher u.a. Alfred de Musset, Daniel Pennac, Alexander Kuprin und Wassili Rosanow ins Deutsche. In ihren Radiobeträgen befasste sie sich mit Ilja Ehrenburg und Themen wie der Pariser Metro und der russischen Emigration. Eveline Passet lebt in Berlin.