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Peter Kurzeck
Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau/Böhmen geboren und 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. Seine Jugend verbrachte er daraufhin in Staufenberg bei Gießen. Kurzeck ist vor allem bekannt für seine Romane, die stark autobiografisch geprägt sind. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem Kranichsteiner Literaturpreis und mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Er starb am 25.11.2013 in Frankfurt.
Asfa-Wossen Asserate
Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus und damit direkter Nachfahre des letzten Kaisers von Äthiopien, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Der Bürgerkrieg zwang die Familie zur Emigration nach Deutschland, wo Asserate Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge studierte und in Frankfurt am Main promovierte. Die Revolution in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Heute ist er als Unternehmensberater tätig, sein Buch "Manieren" machte ihn als Autor bekannt.
Manfred Koch
Manfred Koch (* 19. Dezember 1955 in Stuttgart) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, Publizist, Essayist und Literaturkritiker. Seit 1996 schreibt er für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung und publiziert auch innerhalb der vielbeachteten Schriftenreihe der Schweizer Vontobel-Stiftung. Für den Sender SWR2 gestaltet er in regelmäßiger Folge Radio-Essays.
Manfred Koch lehrt zurzeit an der Universität Basel und ist mit der Autorin Angelika Overath verheiratet.
Jens Sparschuh
Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973-78 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 wurde er in Berlin promoviert und arbeitet seither dort als freier Schriftsteller. Zu Zeiten der DDR war er engagierter Bürgerrechtler, was sich auch in seinen Romanen und Hörspielen zeigt: Sie kreisen vor allem um das Problem der persönlichen Freiheit. Sparschuh erhielt das Anna-Seghers-Stipendium der Akademie der Künste, den Ernst-Reuter-Hörspielpreis und 1989 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, durch den auch das westdeutsche Feuilleton auf den Autor aufmerksam wurde.
Hartmut Kasper
Hartmut Kasper ist als Verfasser von Science-Fiction-Stories eher unter seinem Pseudonym Wim Vandemaan bekannt. Allerdings schrieb er unter seinem Geburtsnamen über die Vergangenheit seines Heimatortes Wanne-Eickel, in dem er 1959 zur Welt kam. Er ist verantwortlich für das Perry-Rhodan-Journal und Herausgeber von Büchern unterschiedlichster Couleur: „Deutsche Helden. Luis Trenker, Perry Rhodan, Steffi Graf und viele andere“ und „Schule der Autoren. Ein Handbuch der Dicht- und Schreibkunst“.
Jean-Philippe Toussaint
Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957 in Brüssel, ist ein belgischer Schriftsteller und Regisseur. Er studierte Politik und Neuere Geschichte in Paris und war u.a. als Französischlehrer in Algerien tätig. Sein literarisches Debüt „La Salle de bain“ (dt: Das Badezimmer) erschien 1985 in den Éditions de Minuit. Seine Bücher wurden in circa 20 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt in Brüssel und auf Korsika.
Clementine Ewokolo Burnley
Clementine Ewokolo Burnley, geboren in Kamerun, in Großbritannien aufgewachsen, ist Autorin und Medienwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte bereits bei edition assemblage, Teamangelica Press, Versal Journal, The Feminist Wire und im Parabola Magazine. 2017 war Burnley für den Bristol Short Story Prize nominiert sowie Finalistin für das Miles Morland Stipendium.
Steve Mekoudja
Steve Mekoudja ist künstlerischer Leiter, Autor und Blogger. Im März 2015 wurde seine Debüt-Novelle “Tala Ngai”, die die Massenvergewaltigungen von Frauen im Kongo thematisiert, beim Salon du Livre de Paris, der größten Buchmesse Frankreichs, mit dem Prix Stéphane Hessel de la jeune écriture francophone ausgezeichnet. Derzeit studiert er Technische Informatik an der Technischen Universität Berlin.
Lena Müller
Lena Müller wurde 1982 in Berlin geboren und arbeitet dort als freie Literaturübersetzerin und Hörspielautorin. Sie studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Erwachsenenbildung und Kulturvermittlung in Paris. 2013 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für junge Literaturübersetzer*innen. Für ihre Übersetzung von Shumona Sinhas „Erschlagt die Armen“ wurde Müller 2016 mit dem Internationalen Literaturpreis für übersetzte Gegenwartsliteraturen des Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet. Für die Übersetzung von „Tram 83“ erhielt sie zusammen mit Katharina Meyer 2017 abermals den Internationalen Literaturpreis.
Arkadi Babtschenko
Arkadi Babtschenko, 1977 geboren in Moskau, ist ein russischer Journalist und Autor. Mit 18 Jahren wurde er zum Militärdienst einberufen und kämpfte im Ersten Tschetschenienkrieg. Später studierte er in Moskau Jura und wurde Journalist für die russische Zeitung Nowaja Gaseta. Sein erstes Buch, dessen deutsche Übersetzung 2007 unter dem Titel „Die Farbe des Krieges“ erschien, thematisiert seine Erfahrungen im Krieg. Es folgten weitere Romane, u.a. „Ein Tag wie ein Leben“ (in dt. Übersetzung 2014 erschienen). Seit 2017 lebt Arkadi Babtschenko im Exil in Kiew.