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Bastienne Voss
Bastienne Voss, geboren in Berlin, absolvierte eine Schauspielausbildung und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Bevor sie langjähriges Mitglied des Berliner Kabarettensembles DISTEL wurde, spielte sie in verschiedenen Fernsehserien sowie an Theatern. 2007 erschien ihr erstes Buch „Drei Irre unterm Flachdach – eine Familiengeschichte“ im Hoffmann und Campe Verlag. 2010 erschien ihr Roman „Mann für Mann“ im Piper-Verlag. Im Herbst 2015 gab Bastienne Voss im Bebra-Verlag das Buch „Glaubt mir kein Wort“ heraus, welches nachgelassene Satiren ihres im März 2013 verstorbenen Lebensgefährten, des Kabarettautors Peter Ensikat versammelt. Im Herbst 2019 erscheint ihr dritter Roman unter dem Titel „Grünauge sieht Dich“ im Picus Verlag Wien. Bastienne Voss lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
Nona Fernández
Nona Fernández wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Schauspielerin und gründete ein eigenes Ensemble, bevor sie 2000 mit dem Kurzgeschichtenband »El Cielo« (dt. »Der Himmel«, 2014) ihr schriftstellerisches Debüt vorlegte.
Zwei Jahre später folgte der Roman »Mapocho« (2002; dt. »Die Toten im trüben Wasser des Mapocho«, 2012), der mit dem Premio Municipal de Literatura ausgezeichnet wurde, einem der wichtigsten Literaturpreise Chiles. Hauptfigur des Romans ist die junge Chilenin Rucia, die der Liebe wegen nach Santiago reist – die Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Dort gerät sie in ein Labyrinth aus Erinnerungen, Geheimnissen und Lügen, das immer tiefer hineinführt in die Geschichte ihres Landes. Dass Nona Fernández auch als Drehbuch- und Theaterautorin tätig ist, spiegelt sich in ihrer Prosa: Eine Vorliebe für Dialoge, ein ökonomischer Umgang mit Sprache und Bilder von kinematografischer Qualität zeichnen ihre erzählenden Texte aus.
Ihr Theaterstück »Liceo de niñas« (UA 2015; dt. »Mädchenschule«, deutschsprachige Erstaufführung 2021), das Gegenwart und Vergangenheit Chiles, vertreten durch heutige und frühere Schülerinnen, miteinander in den Dialog treten lässt, war für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2022 nominiert. Zuletzt in deutscher Übersetzung erschienen ist der Roman »La dimensión desconocida« (2016, dt. »Twilight Zone«, 2024). Er spielt zur Zeit der Militärdiktatur in Chile und erzählt von einem Mitarbeiter der Geheimpolizei, der sich an die Journalistin einer oppositionellen Zeitschrift wendet, um seine Beteiligung an den brutalen Machenschaften des Regimes einzugestehen. »Durch ihre virtuose Verbindung von historischer Realität und literarischer Imagination konfrontiert Nona Fernández die Leser nicht nur mit einem dunklen Kapitel der Geschichte Chiles, sie öffnet das Thema auch für generelle Fragen des Umgangs mit historischen und kollektiven Traumata«, befand die »FAZ«. Der Roman wurde mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den National Book Award.
Nona Fernández lebt in Santiago de Chile.
Stand: April 2024
queeres lesen hören - Ankommen versuchen – Versuche queerer Lebensweisen und Politiken normalisieren
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
Anna Julian Mendlik
Anna Julian Mendlik, geboren 1986, veröffentlichte bis 2024 als Anna Hetzer mehrere Lyrikpublikationen, unter anderem Kippbilder (2019) und Pandoras Playbox (2022). Sie beteiligte sich an verschiedenen künstlerischen Kooperationen. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Basler Lyrikpreis 2023. Zuletzt war sie Stipendiat:in der Akademie der Künste Berlin in Olevano Romano 2023 und Stadtschreiber:in in Tübingen 2024. Im gleichen Jahr co-kuratierte sie das Festival Coming Out, Inviting In im Literarischen Colloquium Berlin.
Annette Pehnt
Annette Pehnt, *1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Freiburg und Hildesheim, wo sie das Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft leitet. Sie erhielt zahlreiche Preise u.a. den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis. 2023 wurde sie mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Darüber hinaus schrieb sie mehrere Kinderbücher, unter anderen „Der Bärbeiß“. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman „Die schmutzige Frau“.
Alice Miller
Alice Miller ist Autorin eines Romans („More Miracle than Bird“) und dreier Gedichtbände („The Limits“, „Nowhere Nearer“ und „What Fire“) sowie des Gedichtbandes „Blaue Stunde“, der ins Deutsche übersetzt wurde. Sie war Stipendiatin des Iowa Writers‘ Workshop, der Akademie Schloss Solitude und des Berliner Senats. Alice Miller stammt aus Aotearoa, Neuseeland, und lebt in Berlin.
Hannes Köhler
Hannes Köhler, geboren 1982 in Hamburg, lebt als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Studium der Neueren deutschen Literatur und Neueren/Neuesten Geschichte in Toulouse und Berlin. 2011 erschien der Debütroman In Spuren (mairisch). Hannes Köhler war u.a. Teilnehmer der Prosawerkstatt im LCB, Stadtschreiber in Kitzbühel, Stipendiat der Stiftung Preußische Seehandlung und des Goldschmidt-Programms für deutsch-französische Literaturübersetzung. Für Ein mögliches Leben unternahm er eine zweimonatige Recherchereise in die USA und führte zahlreiche Zeitzeugengespräche.
Joachim Meyerhoff
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Matthias Politycki
Matthias Politycki, 1955 geboren, lebt in Hamburg und München, die Hälfte des Jahres ist er auf Reisen. Der »Abenteurer der deutschen Literatur« (Hajo Steinert) veröffentlicht seit dreißig Jahren Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Reisereportagen und -erzählungen. Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt seine Reisebücher Schrecklich schön und weit und wild (2017) und Meine Reise zum Tadsch Mahal (2018) sowie Sämtliche Gedichte 2017–1987 (2018).
Günter Grass
Günter Grass, 1927 in Danzig geboren und 2015 in Lübeck gestorben, war Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker und gilt als einer der wirkmächtigsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft absolvierte er eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel", der auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und erhielt im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.