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Jana Hensel
Jana Hensel wurde 1976 geboren und lebt als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Was "Generation Golf" von Florian Illies für den von Westsozialisation geprägten Deutschen bedeutete, das erfüllte "Zonenkinder" 2002 für die andere Hälfte. Ihr Buch über die Erfahrungen, die man während der Kindheit und Jugend in den 70ern und 80ern sammelte, hielt sich fast ein Jahr im oberen Bereich der Sachbuch-Bestsellerliste auf.
Michael Naumann
Michael Naumann wurde 1941 in Köthen geboren. Von 1985 bis zum Ende der 90er war Naumann Geschäftsführer des Rowohlt Verlages und somit mitverantwortlich für die Entdeckung so bedeutender Autoren wie Peter Nadas, Imre Kertesz, Herta Müller und andere. Naumann war Herausgeber und Chefredakteur der 'Zeit', unter der Regierung von Bundeskanzler Schröder Staatsminister für Kultur und Medien und 2008 Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Bürgermeisters in Hamburg.
Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden
Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden wurde 1951 in Geldrop in den Niederlanden geboren und gilt als einer der sprachmächtigsten und bedeutendsten zeitgenössischen Autoren der Niederlande. Bekannt wurde van der Heijden besonders durch seinen siebenbändigen Romanzyklus "De tandeloze tijd", auf deutsch "Die zahnlose Zeit", während dessen Entstehung er sich zeitweise in eine Zelle des ehemaligen Amsterdamer Untersuchungsgefängnisses am Amstelveenseweg einmietete. Seine ersten literarischen Gehversuche unternahm er in den 70er Jahren noch unter dem Pseudonym Patrizio Canaponi, unter dem er noch den niederländischen Literaturpreis für das beste Erstlingswerk (Anton-Wachterprijs) für seinen Erzählband "Eine Gondel in der Herrengracht" erhielt.
Ulf Poschardt
Ulf Poschardt, 1967 geboren, ist Journalist und Buchautor. In den 90er Jahren wurde sein Buch "DJ Culture" über die elektronische Musik ein großer Erfolg. Er war Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und leitete die deutsche "Vanity Fair". Heute ist er Herausgeber der Zeitschriften "Rolling Stone", "Musicexpress" und "Metal Hammer".
Gunhild Kübler
Gunhild Kübler wurde 1944 in Karlsruhe geboren, ist Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin, Autorin und Journalistin. Sie studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg, Berlin sowie Zürich. Sie war Literaturkritikerin bei der "Neuen Zürcher Zeitung" und Redakteurin bei der "Weltwoche". 2008 wurde die engagierte Geschlechterforscherin für ihre Übertragung der Gedichte von Emily Dickinson mit dem Paul-Scheerbart-Preis ausgezeichnet. Heute lebt Kübler bei Zürich als freie Journalistin.
Liane Dirks
Liane Dirks, 1955 in Hamburg geboren, wurde bekannt durch den Roman „Die liebe Angst“ (1986), der als einer der ersten deutschsprachigen Romane den sexuellen Mißbrauch innerhalb von Familien thematisierte. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und erhielt zahlreiche Ehrungen. Auf ihrer Website erzählt Liane Dirks, dass sie vor ihrer schriftstellerischen Karriere unter anderem als Berufsberaterin tätig gewesen war. Sie moderierte von 1998 bis 2001 regelmäßig das Studio-LCB.
Lothar Baier
Lothar Baier wurde 1942 in Karlsruhe geboren und war freier Autor. Er arbeitete für die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Zeit, den Merkur, den Berliner Freitag, den Deutschlandfunk und die Zürcher Wochenzeitung und galt als einer der größten Kenner der französischsprachigen Welt. 1982 wurde er als erster mit dem Jean-Améry-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Gerrit-Engelke-Preis. Am 11. Juli 2004 nahm Baier sich in Montreal das Leben.
Literarisches Colloquium Berlin
Seit mehr als fünfzig Jahren ist das Literarische Colloquium Berlin tief im Berliner Literaturleben verwurzelt und strahlt zugleich weit über die Stadt hinaus. Die Gründerzeitvilla am Wannsee ist ein experimentierfreudiger Ort für eine Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen – ob Buchvorstellung, Open-Air-Festival, Leseparcours auf kleinen Bühnen oder Comic-Vernissage, ob ein Deutschlandfunk-Gespräch in der Reihe »Studio LCB«, eine politische Gesprächsreihe, das Dramatiker·innenlabor oder die Gartenmesse »Kleine Verlage am Großen Wannsee«.
In Wechselwirkung mit dem Programm des Hauses entsteht seit langen Jahren die Literaturzeitschrift »Sprache im technischen Zeitalter«. Alljährlich findet außerdem die Autorenwerkstatt Prosa statt, alle zwei Jahre werden der von Günter Grass gestiftete Alfred-Döblin-Preis (in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste) und der von Jörg A. Henle gestiftete Preis für Literaturkritik vergeben.
Das LCB ist ein internationales Residenzhaus und verbindet sein Angebot an Gästezimmern mit einer Reihe von Stipendienprogrammen für Autor·innen und Übersetzer·innen aus dem In- und Ausland. Gleichzeitig zieht das Haus auch selbst in die Welt und initiiert regelmäßig Reiseprojekte und Austauschprogramme, ursprünglich mit dem Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa.
Eine entscheidende Rolle spielt der Bereich Übersetzerförderung: Die Berliner Übersetzerwerkstatt, das Internationale Übersetzertreffen oder der Übersetzertag haben im LCB-Jahr ihre festen Plätze. Ganz in diesem Sinne entstand im Haus der Deutsche Übersetzerfonds, der seit mehr als 20 Jahren Stipendien- und Workshopangebote entwickelt und mit dem TOLEDO-Programm Übersetzer·innen im Austausch der Kulturen unterstützt.
Seit 2006 bietet das Portal Literaturport.de über tausend Autor·innen einen digitalen Hafen, mit neuen Texten, Veranstaltungskalender, Navigator durchs Preise- und Stipendienangebot und Vernetzung der internationalen Literaturszenen Berlins.
queeres lesen hören - Autoren
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
Kerstin Preiwuß
Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Zuletzt erhielt sie den Mondseer Lyrikpreis und im September 2018 den Eichendorff-Literaturpreis. Im Berlin Verlag erschienen ihr vielbeachtetes Romandebüt »Restwärme« (2014), der Lyrikband »Gespür für Licht« (2016) sowie ihren zweiter Roman »Nach Onkalo« (2017), der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Kerstin Preiwuß ist Mitglied des P.E.N..