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Hans Wollschläger

Hans Wollschläger wurde 1935 in Minden geboren. Nach einem abgebrochenen Studium der Kirchenmusik, der Komposition und des Dirigierens, war er von 1957 bis 1970 freier Lektor des Bamberger Karl-May-Verlags. Große Bekanntheit erlangte Hans Wollschläger durch seine Joyce-Übersetzungen. Er stand in engem Austausch mit Arno Schmidt und Theodor W. Adorno und verfasste selbst fiktive Prosa, darunter den Roman Herzgewächse oder Der Fall Adams. Hans Wollschläger starb am 19. Mai 2007 in Bamberg.

Maxi Obexer

Maxi Obexer, 1970 in Brixen, Südtirol geboren, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Sie schreibt Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und Essays und war Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin, der Berliner Akademie der Künste sowie der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. In ihren Werken behandelt Obexer Themen wie die Ungleichheit der Geschlechter oder Migration. Sie war Gastprofessorin der Georgetown University in Washington, D.C., am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Akademie der Künste in Berlin. Sie wurde mit dem eurodram-Preis und dem Potsdamer Theaterpreis ausgezeichnet. Obexer lebt und arbeitet in Berlin.

Patricia Hempel

Patricia Hempel, geboren 1983 in Berlin, studierte Ur- und Frühgeschichte sowie Kreatives Schreiben in Berlin und Hildesheim. Sie veröffentlichte Texte in Zeitschriften, Magazinen und Anthologien und wurde 2014 zur Wolfsburger Stadtschreiberin ernannt. Ihr erster Roman „Metrofolklore“ erschien 2017 und behandelt weibliche Liebe und weibliches Verlangen sowie den Kinderwunsch von gleichgeschlechtlichen Paaren. Als freie Journalistin und Autorin lebt und arbeitet Hempel in Berlin.

Mitja Vachedin

Mitja Vachedin wurde 1982 im damaligen Leningrad geboren. Nach einer Ausbildung zum Bierbrauer ging er nach Deutschland, wo er Politikwissenschaft, Slawistik und Drehbuchschreiben studierte. Mitja Vachedin arbeitet als Redakteur bei der Deutschen Welle in Bonn und schreibt Prosa, Gedichte und Drehbücher auf Russisch und Deutsch. 2007 wurde er mit dem russischen Literaturpreis Debüt ausgezeichnet und 2012 mit der Russischen Prämie, dem bedeutendsten Literaturpreis der Russischen Föderation für Autoren, die im Ausland auf Russisch schreiben. 2017 erschien sein erster auf Deutsch geschriebener Roman „Engel sprechen Russisch“.

Franz Innerhofer

Franz Innerhofer wurde 1944 geboren. Nach der Lehre in einer Schmiede und Tätigkeit als Fabrikarbeiter besuchte er ein Gymnasium für Berufstätige, erwarb die Hochschulreife und begann, Germanistik und Anglistik in Salzburg zu studieren. Sein literarisches Debüt mit dem autobiographischen Roman „Schöne Tage“ wurde von der Kritik gefeiert, die nachfolgenden Veröffentlichungen immer stärker abgelehnt. Franz Innerhofer zog sich aus dem Literaturbetrieb zurück. Er nahm sich 2002 in Graz das Leben.

Yaa Gyasi

Yaa Gyasi, 1989 in Ghana geboren und in Huntsville, Alabama aufgewachsen, studierte Englische Literatur in Stanford und hat einen Abschluss des Iowa Writers’ Workshop. Ihr Debütroman "Homegoing" (dt. "Heimkehren") erhielt die Auszeichnung "5 under 35" der National Book Foundation und wurde mit dem PEN/Hemingway Award for Debut Fiction ausgezeichnet. Ihre Kurzgeschichten erschienen in der African American Review, Guernica, Callaloo und Granta. Die Autorin lebt in Berkeley, Kalifornien.

Pavel Kohout

Pavel Kohout, geboren 1928 in Prag, ist ein tschechischer und österreichischer Schriftsteller. Er studierte Philosophie in Prag und wurde als Journalist tätig. Er entstammt einer politisch engagierten Familie, war selbst Unterzeichner und Gründungsmitglied der Charta 77 und Wortführer des "Prager Frühlings", was zu seinem Ausschluss aus der Kommunistischen Partei 1969 führte. 1978 wurde er aus der Tschechoslowakei ausgewiesen, worauf er 1980 die österreichische Staatsbürgerschaft annahm. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und lebt heute in Wien und Prag.

Urs Widmer

Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. 1968 erschien sein Prosadebüt "Alois". Im Folgejahr gehörte Widmer zu den Gründern des "Verlags der Autoren". Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit übersetzte er literarische Werke aus dem Englischen und Französischen. Er wurde mit zahlreichen literarischen Auszeichnungen bedacht. Widmer starb 2014 in Zürich.

Gerulf Pannach

Gerulf Pannach, geboren 1948 in Arnsdorf, brach ein Jurastudium in Leipzig ab und war ab 1972 als freischaffender Künstler tätig. Seit 1969 verfasste er Texte für die Klaus Renft Combo. Für seine Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde er 1977 aus der DDR ausgewiesen. Er starb 1998 in Berlin.

Jürgen Fuchs

Jürgen Fuchs, geboren 1950 in Reichenbach im Vogtland, absolvierte eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn und studierte anschließend Sozialpsychologie in Jena. Wegen seiner Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde Fuchs 1976 inhaftiert und im Folgejahr zur Ausreise in die Bundesrepublik gezwungen, wo er 1978 seine „Vernehmungsprotokolle“ veröffentlichte. Er starb 1999 in Berlin.

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