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Elias Canetti
Elias Canetti wurde 1905 im bulgarischen Russe geboren. 1938 emigrierte er nach London, wo er als britischer Staatsbürger bis in die 70er Jahre blieb. Elias Canetti debütierte 1936 mit dem Roman „Die Blendung“, 1960 folgte seine große Studie „Masse und Macht“. Weiter veröffentlichte er Aufzeichnungen („Die Stimmen von Marrakesch“, 1968) und einen breit angelegten autobiographischen Zyklus, beginnend mit „Die gerettete Zunge“ 1979. Elias Canetti wurde 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er starb am 14. August 1994 in Zürich.
Michail Schischkin
Michail Schischkin, geboren 1961 in Moskau, emigrierte 1995 in die Schweiz, wo er u.a. als Dolmetscher für die Einwanderungsbehörde arbeitete. Sein erster Roman "Die Eroberung Ismails" wurde 2000 mit dem russischen Booker-Preis ausgezeichnet. Für "Venushaar" erhielt er mehrere Literaturpreise, u.a. den Preis Nationaler Bestseller 2005. Es wurde in alle großen europäischen Sprachen übersetzt. Schischkin lebt in Zürich.
Karl Krolow
Karl Krolow, 1915 in Hannover geboren, war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Er studierte Germanistik, Romanistik, Philosophie und Kunstgeschichte und publizierte ab den 1940er Jahren Gedichte. Krolows lyrisches Frühwerk zeichnet sich durch eine ausdrucksvolle Naturpoesie aus. In seinem Spätwerk setzte er sich mit dem politischen Zeitgeschehen auseinander. Sein umfangreiches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis 1956. Krolow starb 1999 in Darmstadt und gilt heute als einer der bedeutendsten Lyriker der Nachkriegsliteratur.
Vladimir Sorokin
Nach einem Ingenieurstudium arbeitete der 1955 in Bykowo bei Moskau geborene Vladimir Sorokin als Journalist und Buchillustrator, bevor in den siebziger Jahren seine literarische Laufbahn begann. Bekannt wurde er mit den Romanen "Die Schlange" (1985) und "Der himmelblaue Speck" (1999). Außerdem veröffentlichte er Kurzgeschichten, Essays, Theaterstücke und Drehbücher. Für sein Werk, das bisher in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde, hat er viele Preise erhalten, wie z.B. den Gorki-Preis.
Alfred Gulden
Alfred Gulden, geboren 1944 in Saarlouis, studierte Sprechwissenschaft, Theaterwissenschaft und Germanistik in Saarbrücken und München. In den 1970er Jahren veröffentlichte er zunächst Gedichte im saarländischen Dialekt. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist er vor allem als Lieder- und Filmemacher tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1989 den Kranichsteiner Literaturpreis.
Bernd Wagner
Bernd Wagner, geboren 1948 in Wurzen, absolvierte eine Lehre als Rohbaumonteur und studierte anschließend Deutsch und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. Ab 1970 arbeitete er als Lehrer, ab 1977 als freischaffender Schriftsteller. Sein erster Erzählband „Das Treffen“ erschien 1976 bei Aufbau. Ab 1983 war Wagner Mitherausgeber der Ostberliner Untergrund-Literaturzeitschrift „Mikado“, 1985 wurde er aus der DDR ausgebürgert.
Yaak Karsunke
Yaak Karsunke, geboren 1934 in Berlin, lebte ab 1949 im Westteil der Stadt, wo er von 1955 bis 1957 eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule absolvierte. Seit 1969 ist er freischaffender Schriftsteller. Ende der 1960er Jahre veröffentlichte er Gedichtbände, später folgten auch Hörspiele und Theaterstücke. 2005 wurde er mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet.
Sascha Anderson
Sascha Anderson, geboren 1953 in Weimar, absolvierte in Dresden eine Ausbildung zum Schriftsetzer und lebte seit 1981 als freier Schriftsteller in Berlin. 1982 erschien sein Lyrikdebüt "Jeder Satellit hat einen Killersatelliten". 1986 siedelte er nach West-Berlin über. Seit der Wende ist die öffentliche Wahrnehmung Andersons vor allem durch seine Enttarnung als ehemaliger Stasi-Mitarbeiter bestimmt worden.
Joachim Seyppel
Joachim Seyppel, geboren 1919 bei Berlin, 1943 in Rostock promoviert, 1945 wegen "Wehrkraftzersetzung" zu neun Monaten Haft verurteilt, war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Ab 1950 tätig als Hochschullehrer in Harvard, kehrte er 1961 nach West-Berlin zurück, um 1973 in die DDR überzusiedeln, aus der er nach dem Ausschluss aus dem DDR-Schriftstellerverband 1979 ausreisen durfte. In der Folge arbeitete er als Gastprofessor und Journalist in West-Deutschland. Seyppel veröffentlichte seit 1947 sowohl Romane und Erzählungen als auch Essays und Studien. Er starb 2012 in Wismar.
Gerulf Pannach
Gerulf Pannach, geboren 1948 in Arnsdorf, brach ein Jurastudium in Leipzig ab und war ab 1972 als freischaffender Künstler tätig. Seit 1969 verfasste er Texte für die Klaus Renft Combo. Für seine Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde er 1977 aus der DDR ausgewiesen. Er starb 1998 in Berlin.