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Lejla Kalamujić

Lejla Kalamujić, geboren 1980 in Sarajevo (Jugoslawien), studierte dort Philosophie und Soziologie. 2008 erschien ihr erster Erzählband "Anatomija Osmijeha" ("Anatomie des Lächelns"). Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Robert Menasse

Robert Menasse wurde 1954 in Wien als Sohn des österreichischen Fußballspielers Hans Menasse geboren. Nach der Promotion 1980 war er bis 1988 Lektor für österreichische Literatur in Sao Paulo. Seit seiner Rückkehr lebt er als freier Schriftsteller in Wien. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Essayband „Erklär mir Österreich“ und der Roman „Die Vertreibung aus der Hölle“. Robert Menasse wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur 2012 und dem Heinrich-Mann-Preis 2013.

Pavel Kohout

Pavel Kohout, geboren 1928 in Prag, ist ein tschechischer und österreichischer Schriftsteller. Er studierte Philosophie in Prag und wurde als Journalist tätig. Er entstammt einer politisch engagierten Familie, war selbst Unterzeichner und Gründungsmitglied der Charta 77 und Wortführer des "Prager Frühlings", was zu seinem Ausschluss aus der Kommunistischen Partei 1969 führte. 1978 wurde er aus der Tschechoslowakei ausgewiesen, worauf er 1980 die österreichische Staatsbürgerschaft annahm. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und lebt heute in Wien und Prag.

Klaus Schlesinger

Klaus Schlesinger, geboren 1937 in Berlin, absolvierte eine Ausbildung zum Chemielaboranten und arbeitete anschließend an der Ost-Berliner Charité. Sein Debütroman "Michael" erschien 1971. Nach Protesten gegen die Biermann-Ausbürgerung wurde er 1979 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und lebte ab 1980 in West-Berlin. Neben Romanen und Erzählungen verfasste er vor allem Hörspiele. 2000 wurde ihm der Erich-Fried-Preis verliehen; im Jahr darauf starb Schlesinger in Berlin.

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Zuletzt erhielt sie den Mondseer Lyrikpreis und im September 2018 den Eichendorff-Literaturpreis. Im Berlin Verlag erschienen ihr vielbeachtetes Romandebüt »Restwärme« (2014), der Lyrikband »Gespür für Licht« (2016) sowie ihren zweiter Roman »Nach Onkalo« (2017), der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Kerstin Preiwuß ist Mitglied des P.E.N..

Walther Petri

Walter Petri wurde 1940 in Leipzig geboren und war ein deutscher Theatermaler, Lehrer, Lyriker und Filmdokumentarist. 1958 legte er das Abitur ab, verweigerte den Wehrdienst und begann ein Studium der Angewandten Kunst in Leipzig. Von 1961-63 war er als Theatermaler und Bühnenbildassistent in Stralsund tätig, von 1963-67 studierte er Pädagogik in Dresden, worauf er bis 1980 als Lehrer und Hochschullehrer beschäftigt war. Seit jenem Jahr arbeitete er als freischaffender Autor und wurde vor allem für seine Kinderbücher bekannt. Außerdem war er als Dokumentarfilmautor, Herausgeber, Nachdichter sowie Grafiker, Maler und Bildhauer tätig. Petri, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, starb 2011 in Berlin.

Uwe Kolbe

Uwe Kolbe, geboren 1957 in Ost-Berlin, ist Lyriker und Prosaautor. Nach einem Sonderstudium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in den Jahren 1980/81 kam es 1982 zu einem Eklat durch die Veröffentlichung seines Textes "Kern meines Romans", woraufhin seine Lesungen vorerst praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. 1987 wurde ihm ein dreijähriges Visum gewährt, das er nutzte, um eine Reise in die USA zu unternehmen. Von dort erlebte er den Fall der Berliner Mauer. 1992 erhielt er das Stipendium der Villa Massimo, seither zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen. Von 1997 bis 2004 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen, heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin-Charlottenburg.

Maria Weissenböck

Maria Weissenböck (*1980) studierte an der Angewandten Wien Sprachwissenschaften in der Fächerkombination Russisch/ Ukrainisch/ Deutsch. Sie übersetzt aus dem Ukrainischen und dem Belarussischen, u.a. von Taras Prochasko, Tanja Maljartschuk und Volja Hapeyeva. Sie erhielt 2004 den Übersetzerpreis der Stadt Wien für die Übersetzung von Jurij Wynnytschuks „Die Einhornjagd“. Für den Residenz Verlag übersetzte sie den Roman „Der Papierjunge“ und die Roman-Triologie "Amadoka". Für „Die Geschichte von Romana“ (2023), „Die Geschichte von Uljana“ (2023), “Die Geschichte von Sofia“ (2024) - die dreibändige deutsche Übersetzung des Romans „Amadoka“ (2020) - erhalten Sofia Andruchowytsch und ihr Übersetzer Alexander Kratochvil sowie ihre Übersetzerin Maria Weissenböck den „Internationalen Hermann-Hesse-Preis“ 2024 der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.

Michel Faber

Michel Faber wurde 1960 in Den Haag geboren. Als er sieben Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern nach Australien, wo er am Rand von Melbourne aufwuchs. Nach der Schulzeit studierte er bis 1980 an der University of Melbourne Niederländisch, Philosophie, Rhetorik und Englisch. 1993 wanderte er nach Schottland aus und lebte fortan nahe der Stadt Inverness. 1998 debütierte Faber mit dem Kurzgeschichtenband »Some Rain Must Fall« (Ü: Regen muss fallen). Für sein Werk wurde Faber mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Neil Gunn Prize, dem Macallan Prize und dem Saltire First Book of the Year Award. Seine Werke »Under the Skin« und »The Crimson Petal and the White« wurden verfilmt.

Umberto Eco

Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria (Italien), studierte Philosophie und Literaturgeschichte in Turin. Von 1975 bis 2007 hatte er an der Universität Bologna den Lehrstuhl für Semiotik inne. Mit seinen kunsttheoretischen ("Das offene Kunstwerk", it. 1962, dt. 1973) und semiotischen Schriften ("Einführung in die Semiotik", it. 1968, dt. 1972) wurde er als bedeutender Wissenschaftler bekannt. 1980 machte ihn sein erster und bis heute bekanntester Roman, "Il nome della rosa" (dt. "Der Name der Rose", 1982) schlagartig auch als Schriftsteller berühmt. Er empfing zahlreiche Ehrungen, darunter über vierzig Ehrendoktortitel, die Aufnahme in die französische Ehrenlegion und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Er starb 2016 in Mailand.

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