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Katharina Warda

Katharina Warda wurde 1985 in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) geboren und wuchs auch dort auf. 2014 absolvierte sie einen Magisterabschluss in Soziologie, Germanistische Literaturwissenschaft und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena. 2008/09 studierte sie African Studies in Falun (Schweden). Seit 2015 ist sie Fellow der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien und promoviert in Berlin zur Widerständigkeit biografischer Erzählungen in Tagebuch-Blogs. Vor diesem Hintergrund verbrachte sie 2016/17 einen wissenschaftlichen Austausch an der Princeton University (USA). Daneben arbeitet sie als freie Autorin mit Schwerpunktthemen Ostdeutschland, marginalisierte Identitäten, Rassismus, Klassimus und Punk. Seit 2021 ist sie Beiratsmitglied von »Kein Schlussstrich!«, einem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex. In ihrem Projekt "Dunkeldeutschland" erkundet sie die Nachwendezeit von den sozialen Rändern aus und beleuchtet blinde Flecken in der deutschen Geschichtsschreibung, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen als Schwarze ostdeutsche Frau in der DDR und nach 1989/90.

Cees Nooteboom

Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren und ist Romanautor, Lyriker und Reiseschriftsteller. Seine Romane thematisieren Sinnsuche und Wirklichkeitswahrnehmung. 1955 erschien in den Niederlanden der erste Roman Nootebooms, der drei Jahre später in Deutschland unter dem Titel "Das Paradies ist nebenan" bekannt wurde. Neben weiteren Büchern, die seinen Ruf als Reiseschriftsteller festigen, erschien 1980 Rituelen (Rituale), mit dem er eine neue, produktivere Phase als Schriftsteller fiktionaler Prosa eröffnete. 1987 lehrte Nooteboom ein halbes Jahr lang in Berkeley, 1989 wurde er vom DAAD eingeladen, ein Jahr in Berlin zu verbringen, wo er den Fall der Mauer miterlebte. Nooteboom wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, erhielt 2006 die Ehrendoktorwürde der Radboud University Nijmegen und 2008 die der Freien Universität Berlin. Heute lebt er in Amsterdam und auf Menorca.

Martin Jankowski

Martin Jankowski, geboren 1965 in Greifswald, ist ein Berliner Schriftsteller, der in den 80ern als Sänger und Liedermacher zur oppositionellen Leipziger Szene gehörte und von der Stasi mit “Zersetzungsmaßnahmen” bedacht wurde. Obwohl seine Texte verboten waren, wurden seine Lieder und Gedichte in der Zeit der Montagsdemonstrationen populär. Nach 1989 veröffentlichte er zahlreiche Songs, vier Gedichtbände, Kurzerzählungen, Essaybände, Literaturkritik, kunstbezogene Sachbücher und einen Roman. Seine Texte wurden in 17 Sprachen übersetzt und erhielten Auszeichnungen wie den Jahrespreis für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVLG 1998) oder das Alfred-Döblin-Stipendium der deutschen Akademie der Künste (2006). Jankowski ist regelmäßig bei internationalen Festivals und Universitäten zu Gast, leitet diverse internationale Kulturprojekte und ist langjähriger Gastgeber literarischer Salons. Als Projektleiter koordinierte er mit der Berliner Literarischen Aktion e.V., deren Vorsitzender er ist, 2016 das STADTSPRACHEN Festival im Auftrag des Netzwerks freie Literaturszene Berlin. Seit 2017 ist er Projektleiter der PARATAXE und Herausgeber des stadtsprachen magazins.

LCB-Bänder: Aufnahmesessions 20.4.1989 und 2.5.1989

02. Mai 1989
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Tonstudio des LCB

Lesung: Oskar Pastior
Nachlass Oskar Pastior: Tonbänder 4-6
Gedichtgedichte; Höricht

Wir schauen auf diese Stadt! Literarische Begegnungen mit Berlin um 1989 I

06. November 2019
Literarisches Colloquium Berlin

Lesungen und Gespräche: Esther Andradi, Carmen-Francesca Banciu, Wilfried N’Sondé

Besprochene Bücher: Berlin Es Un Cuento, Drei Verräterinnen, Mein Berlin: Streifzüge durch eine Stadt im Wandel, Berlin ist mein Paris: Geschichten aus der Hauptstadt, Berlinoise

Wir schauen auf diese Stadt! Literarische Begegnungen mit Berlin um 1989 II

07. November 2019
Literarisches Colloquium Berlin

Vorträge: Sonja Arnold, Martin Jankowski, Wolfgang Kubin
Lesungen und Gespräche: Bora Ćosić, György Dalos, Pascale Hugues

Besprochene Bücher: Für, gegen und ohne Kommunismus, Ruhige Straße in guter Wohnlage: Die Geschichte meiner Nachbarn, Novi Stanar, Lange Schatten in Berlin

Insel-Lesung (Hombroich) 1989

12. Mai 1989
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Museumsinsel Hombroich

Lesung: Oskar Pastior
Nachlass Oskar Pastior: Tonkassette 44

Im Bauch des Wals. Kurze Lesung anläßlich des Buchhändlerabends am 14. Oktober 1989

14. Oktober 1989
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Suhrkamp Haus, Frankfurt a. M.

Lesung: Paul Nizon
Einführung: Siegfried Unseld
Sammlung „Suhrkamp Verlag“: Tonkassette 47

Besprochene Bücher: Im Bauch des Wals

LCB-Bänder: Aufnahmesessions 14.7. und 17.7.1989

17. Juli 1989
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Tonstudio des LCB

Lesung: Oskar Pastior
Nachlass Oskar Pastior: Tonbänder 33-35

Besprochene Bücher: Jalousien aufgemacht, Werke: Poesie, Prosa, Schriften, Briefe

LCB-Bänder: Aufnahmesessions 10.7. und 12.7.1989

12. Juli 1989
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Tonstudio des LCB

Lesung: Oskar Pastior
Nachlass Oskar Pastior: Tonbänder 30-32

Besprochene Bücher: Lesungen mit Tinnitus, Jalousien aufgemacht

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