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Thế Dṻng

Thế Dṻng, 1954 in Tuyen Quang, Vietnam, geboren, veröffentlichte 1974 als Soldat während des Vietnam-Krieges seine ersten lyrischen Arbeiten. Er studierte Vietnamistik und Literaturwissenschaften in Hanoi. Er arbeitete u.a. als Lehrer, Essayist, Redakteur. 1989 siedelte er nach Berlin über. 2010 gründete er in Berlin den zweisprachigen vietnamesischen Exilverlag Edition Vipen, in dem auch die meisten seiner Gedichtbände, Theatertexte und Romane auf Deutsch erscheinen.

Heinz Brandt

Heinz Brandt, geboren 1909 in Posen, studierte Volkswirtschaft und trat 1931 der KPD bei. 1934 bis 1940 war er im Zuchthaus, danach bis 1945 in verschiedenen KZs interniert. Nach dem Krieg war Brandt Funktionär der SED, bis er 1958 in die Bundesrepublik floh. 1975 erschien von ihm bei S. Fischer „Ein Traum, der nicht entführbar ist. Mein Weg zwischen Ost und West.“ Heinz Brandt starb 1986 in Frankfurt am Main.

Friederike Roth

Friedrike Roth, 1948 in Sindelfingen geboren, ist eine deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin. Sie studierte Philosophie und Linguistik an der Universität Stuttgart und wurde 1975 zum Doktor der Philosophie promoviert. Seit 1979 arbeitet sie neben ihrer Autorentätigkeit als Hörspieldramaturgin beim Süddeutschen Rundfunk bzw. Südwestrundfunk. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis 1989 sowie den Gerhart-Hauptmann-Preis 1989, 1981 ein Stipendium der Villa Massimo und 1985 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. 

Jens Sparschuh

Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973-78 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 wurde er in Berlin promoviert und arbeitet seither dort als freier Schriftsteller. Zu Zeiten der DDR war er engagierter Bürgerrechtler, was sich auch in seinen Romanen und Hörspielen zeigt: Sie kreisen vor allem um das Problem der persönlichen Freiheit. Sparschuh erhielt das Anna-Seghers-Stipendium der Akademie der Künste, den Ernst-Reuter-Hörspielpreis und 1989 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, durch den auch das westdeutsche Feuilleton auf den Autor aufmerksam wurde.

Uwe Johnson

Uwe Johnson wurde 1934 im  damaligen Pommern geboren. er studierte Germanistik in Rostock und Leipzig und siedelte 1959 nach West-Berlin über. Mit seinem Roman „Mutmaßungen über Jakob“ und seinem Hauptwerk „Jahrestage“ wurde er zu einem der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegsliteratur. Uwe Johnson wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 1971 ausgezeichnet. Er starb am 23. Februar 1984 in Sheerness on Sea auf der englischen Insel Sheppey. 

Peter de Mendelssohn

Peter de Mendelssohn wurde 1908 in München geboren. Bereits ab 1930 veröffentlichte er erste literarische Arbeiten. 1933 emigrierte de Mendelssohn über Paris und Wien nach London, wo er die britische Staatsbürgerschaft annahm. Nach dem Krieg war er Pressechef bei der Britischen Kontrollkommission in Düsseldorf und Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in London. 1970 kehrte nach München zurück. Seine stark beachtete Biographie zu Thomas Mann konnte de Mendelssohn zu Lebzeiten nicht mehr vollenden. Er starb 1982 in München. Von 1975 bis zu seinem Tod war de Mendelssohn Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 

Wolfgang Hildesheimer

Wolfgang Hildesheimer wurde 1916 in Hamburg geboren. 1934 folgte er seiner jüdischen Familie nach Palästina, wo er eine Tischlerlehre absolvierte. Ab 1937 studierte er Malerei und Bühnenbild in London. 1939 kehrte er nach Palästina, nach Kriegsende schließlich nach Deutschland zurück, wo er unter anderem Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen war. Ab den 50er Jahren arbeitete Hildesheimer als Schriftsteller. er war Mitglied der Gruppe 47 und erzielte mit dem Prosaband „Tynset“ und seiner Mozart-Biographie große Erfolge. 1965 wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Wolfgang Hildesheimer starb 1991 im schweizerischen Poschiavo.

Pierre Bertaux

Pierre Bertaux wurde 1907 in Lyon geboren. Er promovierte 1936 über Friedrich Hölderlin. Während des Zweiten Weltkriegs hatte er eine wichtige Rolle innerhalb der Résistance in Südfrankreich inne. Später hatte er einige öffentliche Ämter inne, unter anderem war er für zwei Jahre Direktor der Sûreté Nationale. Ab 1956 lehrte er Germanistik an verschiedenen französischen Universitäten, zuletzt von 1965 bis 1981 an der Sorbonne in Paris. Er starb am 14. August 1986.

Manfred Winkler

Manfred Winkler wurde 1922 in der Bukowina geboren. Von den rumänischen Behörden wurde er 1941 in ein Arbeitslager deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebte er bis 1959 in Rumänien und wanderte anschließend nach Israel aus. Er verfasste Gedichte in deutscher und hebräischer Sprache und übersetzte deutschsprachige Lyrik ins Hebräische, u. a. von Paul Celan. 1999 wurde ihm der Große Israelische Staatspreis für Literatur verliehen. Manfred Winkler starb 2014 in Jerusalem. 

Claus Victor Bock

Claus Victor Bock wurde 1926 in Hamburg geboren. Mit seinen Eltern emigrierte er 1938 in die Niederlande. Nach der deutschen Besatzung fand er in der Amsterdamer Herengracht 401, dem „Castrum Peregrini“ mit anderen jüdischen Jungen bei Wolfgang Frommel Unterschlupf. nach dem Krieg promovierte er bei Walter Muschg und lehrte bis 1984 in London. Anschließend kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er bis 2001 die Stiftung „Castrum Peregrini“ leitete. Er starb 2008 in Amsterdam.

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