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Lena Müller

Lena Müller wurde 1982 in Berlin geboren und arbeitet dort als freie Literaturübersetzerin und Hörspielautorin. Sie studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Erwachsenenbildung und Kulturvermittlung in Paris. 2013 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für junge Literaturübersetzer*innen. Für ihre Übersetzung von Shumona Sinhas „Erschlagt die Armen“ wurde Müller 2016 mit dem Internationalen Literaturpreis für übersetzte Gegenwartsliteraturen des Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet. Für die Übersetzung von „Tram 83“ erhielt sie zusammen mit Katharina Meyer 2017 abermals den Internationalen Literaturpreis.

Nora Bossong

Nora Bossong, geboren 1982 in Bremen, studierte Kulturwissenschaft, Philosophie und Literatur in Leipzig, Potsdam, Berlin und Rom. 2006 erschien ihr Debütroman Gegend, es folgten u.a. die Romane Gesellschaft mit beschränkter Haftung (2012), 36,9° (2015) und der Reportageband Rotlicht (2017). 2012 wurde sie mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.

Mirna Funk

Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren und studierte Philosophie sowie Geschichte an der Humboldt-Universität. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für »Neon«, »L’Officiel Germany« und »Süddeutsche Magazin«, und schreibt über Kultur und ihr Leben zwischen Berlin und Tel Aviv. 2015 erschien ihr Debütroman ›Winternähe‹, für den sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2015 für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet wurde. Literaturpreise: Uwe-Johnson-Förderpreis 2015

Uwe Johnson

Uwe Johnson wurde 1934 im  damaligen Pommern geboren. er studierte Germanistik in Rostock und Leipzig und siedelte 1959 nach West-Berlin über. Mit seinem Roman „Mutmaßungen über Jakob“ und seinem Hauptwerk „Jahrestage“ wurde er zu einem der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegsliteratur. Uwe Johnson wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 1971 ausgezeichnet. Er starb am 23. Februar 1984 in Sheerness on Sea auf der englischen Insel Sheppey. 

Jurek Becker

Jurek Becker wurde vermutlich am 30. September 1937 in Lodz geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Während seine Mutter 1945 umkam, traf er seinen Vater als Auschwitz-Überlebenden wieder und zog mit ihm nach Ost-Berlin. Von 1957-1960 studierte er an der Humboldt-Universität Philosophie, bis er diese aus politischen Gründen verlassen musste. 1969 erschien sein bedeutendster Roman "Jakob der Lügner", nachdem der Text als Drehbuch von der DEFA, bei der Becker seit 1962 beschäftigt war, abgelehnt worden war. Er starb am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby.

Claudia Sierich

Claudia Sierich, geboren 1963 in Caracas, ist Dichterin, Übersetzerin und diplomierte Konferenzdolmetscherin. Sie gründete das Festival „traficantesdepalabras“, dass sich der radikalen Erkundung der Übersetzung widmet. Sie übersetzt Lyrik für das Lateinamerikanische Poesiefestival in Wien und die Zeitschrift alba.lateinamerika lesen. Sie hat drei Gedichtbände veröffentlicht; ihre Dichtung wurde in Venezuela mit Preisen ausgezeichnet und wurde in mehrere Anthologien aufgenommen. Sie lebt in Berlin und Caracas.

Heiko Fröhlich

Heiko Fröhlich, 1969 in Wahlen (Hessen) geboren, ist Dolmetscher. Nach Abitur und Zivildienst verbrachte er insgesamt 5 Jahre in Spanien, wo er unter anderem als Szenenbildner und Deutschlehrer aktiv war. Nach der Rückkehr aus Spanien folgten das Studium für Spanisch und Russisch an der Humboldt-Universität in Berlin (Diplom 2000) und European Studies an der Viadrina in Frankfurt/Oder (Master 2004). Seit 2001 ist er freiberuflich als beeidigter Dolmetscher für Spanisch und Russisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Literatur, seit 2002 als Kulturmittler beim Goethe-Institut und seit 2005 als Referent für politische Bildung zum Thema EU tätig.

Tobias Kraft

Tobias Kraft ist Arbeitsstellenleiter im Editions- und Forschungsvorhaben „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Neben der Forschung zu Alexander von Humboldt arbeitet er zur Philologie und editionsphilologischen Praxis im Digitalen Zeitalter. In Bonn und Potsdam hat er Germanistik, Romanistik und Medienwissenschaften studiert und 2013 mit einer Arbeit zu Humboldts amerikanischem Reisewerk promoviert. Als Herausgeber war er beteiligt an Bänden zur Globalisierung in Zeiten der Aufklärung (2015), zu Leben und Literatur (2016) sowie jüngst zu Aufgaben und Zielen einer Romanistik im Wandel (2017).

Marcel Lepper

Marcel Lepper promovierte 2006 mit einer Arbeit zur „Affektdarstellung in der Frühen Neuzeit“ an der FU Berlin. 2015 habilitierte er sich mit der Studie „Quelle und Prinzip: Poetische und philologische Grundlagen 1700-2000“ an der Universität Stuttgart. Seit 2005 leitet Marcel Lepper die Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik und seit 2008 das Forschungsreferat im DLA Marbach. Zuletzt erschien von ihm „Goethes Euphrat. Philologie und Politik im West-östlichen Divan“ (2016).

Khalil Rostamkhani

Khalil Rostamkhani wurde 1953 im Iran geboren. Dort engagierte er sich früh gegen das Schah-Regime und ging 1972 ins Exil nach Großbritannien, wo er Mathematik, Physik und Persisch studierte. 1979 kehrte er in den Iran zurück und wurde zu einem bedeutenden Journalisten und Übersetzer. Khalil Rostamkhani wurde im Jahr 2000 wegen Theomachie verhaftet. Während seiner achtjährigen Haft übersetzte er u. a. Vladimir Nabokov und André Gide und verfasste zahlreiche eigenständige Texte und Gedichte. Heute lebt er in Berlin.

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