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Yusef Komunyakaa

Yusef Komunyakaa, geboren 1947, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Während des Vietnamkriegs war er als Kriegsberichterstatter tätig. Er ist Mitglied im Fellowship of Southern Writers und erhielt unter anderem den Pulitzer-Preis für Poesie. In der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser erschien 2024 der Band Der Gott der Landminen, übersetzt von Mirko Bonné.

Gerhard Rühm

Gerhard Rühm, geboren 1930 in Wien, studierte dort Klavier und Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst. In der Nachkriegszeit profilierte er sich als experimenteller Dichter und war Mitbegründer der "Wiener Gruppe". Für "Wald. Ein deutsches Requiem" wurde er 1984 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

Ernst Jandl

Ernst Jandl, geboren 1925 in Wien, war ein österreichischer Dichter. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Kriegsgefangenschaft, nach seiner Freilassung wurde er Lehrer. Beeinflusst vom Dadaismus war er einer der wichtigsten deutschsprachigen Vertreter der experimentellen und humoristischen Lyrik in der Tradition der Konkreten Poesie. Seit den 1950er Jahren war Jandl der Lebensgefährte von Friederike Mayröcker. Ernst Jandl starb 2000 in Wien.

Szczepan Twardoch: Die Nulllinie

20. Mai 2025
Literarisches Colloquium Berlin

Der Autor und sein Übersetzer Olaf Kühl in Lesung und Gespräch
Lesung aus der Übersetzung aus dem Polnischen: Leo Solter

Besprochene Bücher: Die Nulllinie

Günter Grass

Günter Grass, 1927 in Danzig geboren und 2015 in Lübeck gestorben, war Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker und gilt als einer der wirkmächtigsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft absolvierte er eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel", der auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und erhielt im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur. 

Karin Krieger

Karin Krieger ist in Berlin geboren und widmet sich seit mehr als 30 Jahren der italienischen und französischen Literatur. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen und Autoren gehören Elena Ferrante, Margaret Mazzantini, Claudio Magris, Ugo Riccarelli, Andrea Camilleri, Fabio Genovesi, Gianfranco Calligarich und Alessandro Baricco. Karin Krieger war mehrfach Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und erhielt 2011 den Hieronymusring für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung.

Will Firth

Will Firth, 1965 in Newcastle/Australien geboren, ist literarischer Übersetzer mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Prosa aus dem serbokroatischen Sprachraum sowie Mazedonien. Er studierte Deutsch und Russisch (mit Nebenfach Serbokroatisch) an der Australian National University in Canberra sowie Südslawistik an der Universität Zagreb und am Puschkin-Institut in Moskau. Seit 1990 lebt er in Deutschland und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer literarischer und geisteswissenschaftlicher Texte. Er übersetzt aus dem Russischen, Mazedonischen und allen Varianten des Serbokroatischen ins Englische, gelegentlich auch ins Deutsche. 2005-07 war er für das UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien tätig.

Najem Wali

Najem Wali, geboren 1956 in Basra, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Er zählt zu den führenden Schriftstellern der jüngeren Generation der arabischen Welt. Seine Romane und Erzählungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Wali schreibt regelmässig für verschiedene renommierte Zeitungen, u.a. für die arabische Tageszeitung Al-Hayat, die NZZ und Die Zeit.

Arkadi Babtschenko

Arkadi Babtschenko, 1977 geboren in Moskau, ist ein russischer Journalist und Autor. Mit 18 Jahren wurde er zum Militärdienst einberufen und kämpfte im Ersten Tschetschenienkrieg. Später studierte er in Moskau Jura und wurde Journalist für die russische Zeitung Nowaja Gaseta. Sein erstes Buch, dessen deutsche Übersetzung 2007 unter dem Titel „Die Farbe des Krieges“ erschien, thematisiert seine Erfahrungen im Krieg. Es folgten weitere Romane, u.a. „Ein Tag wie ein Leben“ (in dt. Übersetzung 2014 erschienen). Seit 2017 lebt Arkadi Babtschenko im Exil in Kiew.

Siegfried Lenz

Siegfried Lenz wurde 1926 in Lyck, dem heutigen Ełk, geboren. Nach britischer Kriegsgefangenschaft studierte er Anglistik, Philosophie und Literaturwissenschaft. Seit 1951 lebte er als freier Schriftsteller in Hamburg. Heute gilt er vor allem aufgrund seines Romans Deutschstunde von 1968 als einer der wichtigsten Erzähler der Nachkriegszeit. Siegfried Lenz wurde unter anderem mit dem Literaturpreis der Stadt Bremen, dem Thomas-Mann-Preis sowie dem Goethepreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet und ist Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg. Er starb am 7. Oktober 2014 in Hamburg.

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