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Dieses unstillbare Verlangen nach Stille

04. Juni 2024
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung und Gespräch: Albrecht Selge und Levin Westermann
Moderation: Julia Kaiser

Besprochene Bücher: Silence, Zugunruhe

Klaus Stiller

Klaus Stiller, geboren 1941 in Augsburg, studierte Germanistik und Romanistik in München, Grenoble und Berlin. 1966 erschien sein Prosadebüt „Die Absperrung“. Von 1981 bis 1993 war er als Literaturredakteur beim RIAS tätig.

Tania Witte

Tania Witte lebt überwiegend in Berlin und am liebsten in Den Haag (NL). Die diplomierte Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche (inter)nationale Preise und Stipendien; zuletzt wurde „Marilu“ mit dem Mannheimer Feuergriffel prämiert und „Die Stille zwischen den Sekunden“ mit dem KIMI-Siegel für Diversität im Jugendbuch. Unter ihrem Pseudonym Ella Blix (gemeinsam mit Antje Wagner) erhielt sie 2020 eines der renommierten Werkstipendien des Deutschen Literaturfonds.

Sylvie Kandé

Sylvie Kandé ist eine 1957 in Paris geborene Dichterin bretonisch-senegalesischer Herkunft und lehrt Afrikanische Geschichte an der State University of New York. Für ihre literarischen Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet, aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt erschienen u. a. "Die unendliche Suche nach dem andren Ufer", übers. v. Leo Pinke / Tim Trzaskalik (Berlin: Matthes & Seitz 2021) und "Stiller Tausch", übers. v. Tim Trzaskalik  (Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, 2023).

Evie Wyld

Evie Wyld wurde 1980 in London geboren und wuchs in Australien und im Londoner Süden auf. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Bath Spa University sowie am Goldsmiths, University of London.
2009 legte sie mit »After the Fire, a Still Small Voice« ihren Debütroman vor, der mit dem John Llewellyn Rhys Prize ausgezeichnet wurde. 2013 wurde Evie Wyld in die Liste der »Best of Young British Novelists« des Magazins »Granta« aufgenommen. Sie ist Mitinhaberin einer kleinen unabhängigen Buchhandlung in Peckham, Südlondon, wo sie auch lebt.

Christiane Neudecker

Christiane Neudecker, geboren 1974 in Erlangen, studierte Regie an der Hochschule „Ernst Busch“ Berlin und arbeitet seit 2001 für das Berliner Künstlernetzwerk „Phase7 performing.arts“. 2005 erschien ihr erster Erzählband „In der Stille ein Klang“, 2008 folgte das Romandebüt „Nirgendwo sonst“. Für ihren Erzählband „Das siamesische Klavier“ erhielt sie 2010 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.   

Therese Koppe

Therese Koppe (*1985 in Berlin) studierte Soziologie und Kunstgeschichte in Jena und Dokumentarfilm-Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg sowie Documentary Practice an der Brunel University London. Ihre künstlerisch-wissenschaftliche Arbeit dreht sich um gesellschaftspolitische Fragestellungen zu Kunst, Politik, Migration und Feminismus. Koppe recherchierte für verschiedene Kunst- und Kulturprojekte u.a. in Seoul, Istanbul, Athen und London. Zuletzt übernahm sie Produktion und Regie für ihren Film „Im Stillen Laut“, der durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg gefördert wurde, und hielt Vorlesungen an der Southbank University in London. Sie lebt und arbeitet als Dokumentarfilm-Regisseurin und Producerin für Film und Theaterproduktionen in Berlin.

Erik Lindner

Erik Lindner, geb. 1968 in Den Haag, debütierte mit Tramontane (1996) und hat seitdem mehrere Gedichtbände veröffentlicht sowie international in Zeitschriften publiziert, u. a. in Poetry Review (England), Manuskripte (Österreich), Interim (USA), Action poétique (Frankreich) und Luvina (Mexiko); er is Herausgeber der Zeitschrift Terras. 2012 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, ausgewählte Gedichte in Rosemarie Stills Übersetzung aus dem Niederländischen ins Deutsche erschienen unter dem Titel Nach Akedia 2013 bei Matthes & Seitz. Lindner selbst hat - zusammen mit Kim Andringa und Eric Suchère - Gedichte des auf Surinam geborenen niederländischen Lyrikers Hans Faverey ins Französische übertragen.

Max Frisch

Max Frisch, geboren 1911 in Zürich, war einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seine ersten beiden großen Romane "Stiller" (1954) und "Homo faber" (1957) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Nach der Uraufführung seines Theaterstücks "Biedermann und die Brandstifter" 1958 wurde er noch im selben Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. 1961 folgte das Theaterstück "Andorra", 1964 sein letzter Roman "Mein Name sei Gantenbein". Frisch gilt außerdem als Meister der literarischen Tagebuchs, einer Form, die auch sein übriges Prosawerk stark beeinflusste. Er starb 1991 in seiner Heimatstadt Zürich.

Katharina Döbler

Katharina Döbler ist 1957 in Gunzenhausen/ Mittelfranken geboren. Gunzenhausen, weil dort das nächste Krankenhaus war. Sie wuchs in München auf. In Paris, München und Berlin studierte sie unter anderem Theaterwissenschaften, Pädagogik und Lateinamerikanistik. In Berlin experimentierte sie als Kabarettistin und Punksängerin. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie beim neugegründeten links-alternativen Radio 100 als Verantwortliche von Nachtflug, einer einstündigen Wortsendung ohne Budget. Der Sender ging pleite. Als freie Autorin schrieb sie mehrere Hörspiele und zahlreiche Radiofeatures, mit einer Vorliebe für Originaltonexperimente. Ihr Theaterstück Schneeziegenmanöver wurde im Jahr 2000 in Wien uraufgeführt.
Als Journalistin und Literaturkritikerin war sie eine Zeitlang für Die Zeit, FAZ und NZZ tätig, mit besonderem Augenmerk auf weibliche Traditionslinien des Schreibens. Sie arbeitet für die internationale Monatszeitung Le Monde diplomatique, und immer noch für den Rundfunk, unter anderem bei rbbKultur, wo sie regelmäßig Bücher zum Wiederlesen empfiehlt. Ihr erster Roman „Die Stille nach dem Gesang“ erschien 2010 beim Galiani Verlag, der neue Roman „Dein ist das Reich“ im Mai 2021 beim Claassen Verlag.

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