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Buchpremiere: David Wagner
22. August 2024
Literarisches Colloquium Berlin
»Verkin«
Im Gespräch mit Anne-Dore Krohn
Besprochene Bücher: Verkin
Murathan Mungan
Murathan Mungan, geboren 1955 in Istanbul (Türkei), studierte Theaterwissenschaft in Ankara. 1981 wurde erstmals ein Stück von ihm uraufgeführt; größere Bekanntheit erlangte er mit seiner "Mesopotamien-Trilogie", die 1994 am Staatstheater Antalya aufgeführt wurde. Er hat über dreißig Erzählbände, Romane und Lyriksammlungen veröffentlicht und zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Autoren der Türkei.
Orhan Pamuk
Orhan Pamuk wurde 1952 in Istanbul geboren und gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Türkei. Sein bekanntester Roman Kar (dt.: Schnee) erschien 2001 in der Türkei und 2005 in Deutschland. Für sein Werk, das in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde, erhielt er neben zahlreichen internationalen Preisen den Nobelpreis für Literatur 2006. Orhan Pamuk lebt in Istanbul.
Burcu Argat
Burcu Argat ist Schriftstellerin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie wurde in der Türkei geboren und studierte in Istanbul Jura. Neben ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin arbeitete sie in der Türkei als freie Autorin. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Berlin. In 2021 schloss sie ihre Weiterbildung für Kulturmanagement der Deutschen Akademie für Management ab. Für ihren Romanentwurf “Solange die Zeit stehenbleibt” hat sie das Arbeitsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für Literatur in nichtdeutscher Sprache erhalten. Sie entwickelt und leitet Kulturprojekte und kuratiert Ausstellungen. “Ich bin aus Mitte” (Mitte Museum), “30 kg” (Humboldt Forum), “Die ewige Migrantin” und “Berlin in der türkischen Literatur” sind einige ihrer Projekte.
Doğan Akhanlı
Doğan Akhanlı wurde 1957 in Şavşat in der Provinz Artvin im Nordosten der Türkei geboren. Ab 1969 lebte er in Istanbul. Nach dem Militärputsch vom 12. September 1980 ging er in den Untergrund. Als politischer Häftling saß er von 1985 bis 1987 im Militärgefängnis Metris in Istanbul und wurde dort gefoltert. 1991 floh er nach Deutschland; 1998 wurde er von der Türkei zwangsausgebürgert. Doğan Akhanlı lebt heute als freier Schriftsteller in Köln. 1998/99 erschien seine Romantrilogie „Kayıp Denizler“ („Die verschwundenen Meere“) in türkischer Sprache. Der letzte Band „Kıyamet Günü Yargıçları“, der unter dem Titel „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ (2007) auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde, thematisiert den Völkermord an den Armeniern.
Zehra Çirak
Zehra Çirak, geboren 1961 in Istanbul (Türkei), lebt seit 1982 in Berlin. Ihr erster Gedichtband "Flugfänger" erschien 1987. Sie wurde 2001 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.
Lynn Takeo Musiol
Lynn Takeo Musiol (*1990 in Leverkusen), hat ein Studium der Soziologie, Medienwissenschaften und Internationalen Kriminologie in Hamburg, Amman und Budapest absolviert. Forschungsaufenthalte in Ungarn, Israel, Jordanien und der Türkei. Seit 2017 im Bereich Theater aktiv. Assistenzen am Schauspielhaus Hamburg, den Salzburger Festspielen und dem Maxim-Gorki-Theater Berlin.
Mili Đukić
Mili Đukić wurde 1987 in Mostar geboren. Lesen und Schreiben hat er in der Türkei gelernt, wohin seine Familie vor den Balkankriegen geflüchtet war. Er studierte in Sarajevo und arbeitete als Journalist, Kellner, Taxifahrer, Bauarbeiter und DJ. Sein erster Gedichtband »Überfahrene Igel« wurde 2018 mit dem Preis des Belgrader Poesie- und Buchfestivals ausgezeichnet.
Mazlum Nergiz
Mazlum Nergiz (geboren 1991 in Diyarbakir/Türkei) ist Dramaturg, Autor und Hörspielmacher. 2019 hat er den EDIT Essaypreis gewonnen. Sein Essay "Falten & Inseln" ist 2020 bei Matthes & Seitz erschienen. Seit 2019 ist er Dramaturg am Schauspiel Hannover.
Emine Sevgi Özdamar
Emine Sevgi Özdamar, geboren 1946 in Malatya / Türkei, lebt heute in Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin und Theaterregisseurin veröffentlicht sie seit 1982 Theaterstücke, Gedichte, Romane und Erzählungen. Sie erhielt unter anderem 1991 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 2004 den Kleist-Preis.