Über die Kolyma – Straße der Knochen

11. April 2018
Literarisches Colloquium Berlin

Buchpräsentation und Filmsequenzen
Mit Franziska Thun-Hohenstein, Gabriele Leupold und Stanisław Mucha


Lesung aus "Über die Kolyma": Frank Weigand
Moderation: Volker Weichsel

Programmtext

„An welcher Grenze kommt das Menschliche abhanden? Wie von alldem erzählen?“, fragt Warlam Schalamow auf den ersten Seiten von »Über die Kolyma«. Der bei Matthes & Seitz erschienene Band versammelt erstmals übersetzte, autobiografische Texte des „Chronisten der Menschheitsverbrechen im Gulag“ (NZZ), die sein Ringen um Selbsterkenntnis zeigen und unmittelbar an dem teilhaben lassen, was er während seiner vierzehnjährigen Strafgefangenschaft in der Kolyma- Region erlebte. Neben der Herausgeberin des Buches, Franziska Thun- Hohenstein, und Schalamows Übersetzerin Gabriele Leupold spricht an diesem Abend Stanisław Mucha mit dem OSTEUROPA-Redakteur Volker Weichsel über die 2.000 Kilometer lange Trasse im tiefsten Nordosten Sibiriens, die einst verschiedene Lager verband. In seinem Dokumentarfilm »KOLYMA – Straße der Knochen« kreuzt der Regisseur die Wege der Lebenden, der Dagebliebenen und -geborenen und zeigt, inwiefern die Gegenwart Vergangenes überschreiben kann. Der Film ist mit Unterstützung des Grenzgänger-Programms realisiert worden und wird in Ausschnitten gezeigt.

Personen auf dem Podium