Judith Hermann leest uit „Sommerhaus später“

09. Mai 2001
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Veranstaltungsort


Goethe-Institut Amsterdam

Lesung: Judith Hermann
Moderation: Rosi Wiegmann und Alexander von Bormann
Sammlung „Goethe-Institut Amsterdam“: Tonkassette 34 

Programmtext

1998 erschien Sommerhaus später, ein Bündel mit Kurzgeschichten von der im Jahre 1970 in Berlin geborenen Autorin Judith Hermann. Es herrscht eine Stille, die sowohl für Klarheit sorgt als auch die Ankündigung einer Bedrohung formt. Auf eine lakonische Art und Weise erzählt Hermann über Menschen, die aus ihren gewohnten Handlungen gerissen werden. Es geht um das Leben, die Liebe, Einsamkeit und den Tod und jede Geschichte endet mit einer überraschenden Pointe. „Auch Judith Hermanns neun Erzählungen kreisen mit großer Virtuosität um ein einziges Thema: das Erschrecken über die melancholische Leere des Raums und der Zeit. Ihre Figuren erproben, immer aufs Neue, einen Umgang damit.“ (Neue Zürcher Zeitung, 6.10.1998). 

[Übersetzung aus dem Niederländischen]

Weiterführende Informationen

Anleitend erwähnt Hans-Martin Kemme, dass Judith Hermann aufgrund einer Abstimmung unter niederländischen Studenten zu einer kleinen Lesetournee durch die Niederlande eingeladen worden war. Judith Hermann liest die erzählung „Hunter-Tompson-Musik“. Anchließend reflektiert Judith Hermann unter anderem über den großen Erfolg ihres Buches und beantwortet Fragen aus dem Publikum.

Die Sammlung des Goethe-Instituts Amsterdam umfasst 217 Tonkassetten mit Autorenlesungen, Vorträge, Konferenzen und Performances. Sie wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach vom Goethe-Institut in Amsterdam gestiftet. Die früheste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989, die späteste aus dem Jahr 2006.

[Die Lesung im Marbacher Online-Katalog findet sich hier.]

Personen auf dem Podium