Studio LCB mit Thomas Rosenlöcher

20. Mai 1991
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Thomas Rosenlöcher
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Uwe Kolbe, Alexander von Bormann, Wolfgang Hegewald

Weiterführende Information

Hauptsächlich stehen die Folgen der deutschen Einheit im Zentrum der Gespräche. Die zwei Texte, die Rosenlöcher vorträgt, legen den Schwerpunkt ebenfalls auf die Probleme der Wiedervereinigung. Auf zweierlei Weisen beschreibt der Schriftsteller spezifisch ostdeutsche Befindlichkeiten. In dem ersten Text beschäftigt er sich eindringlich mit dem schlechten Ruf des sächsischen Dialektes; und bezeichnet ihn - im dialektischen Sinne - als die Sprache der Verlierer. In der zweiten Lesung steht ein Text über eine Reise durch die ehemalige DDR kurz nach dem 3. Oktober 1990 im Mittelpunkt - Rosenlöcher beschreibt hier die starken Irritationen, die der Systemwechsel bei den Ostdeutschen ausgelöst haben. In den Diskussionen erörtert man kritisch einzelne Passagen von Rosenlöchers Texten - da tut sich vor allem der Literaturwissenschaftler Alexander von Bormann hervor, der am Ende der Sendung auch einen eigenen Essay vorträgt.

Programmtext

Thomas Rosenlöcher hat in seinen Gedichten als ein sensibler Seismograph die von Geschichte gezeichnete Natur- und Kulturlandschaft seiner Heimat Dresden erkundet. In der zweiten Veranstaltung aus der Reihe Studio LCB im Monat Mai liest er aus bisher unveröffentlichten Texten und diskutiert mit Uwe Kobe, Wolfgang Hegewald und Alexander von Bormann.

Personen auf dem Podium