Joachim Sartorius

Joachim Sartorius, geboren 1946 in Fürth, ist Jurist, Diplomat, Theaterintendant, Lyriker und Übersetzer. Er wuchs in Tunis auf, war zwei Jahrzehnte seines Lebens im diplomatischen Dienst tätig, Leiter des Künstlerprogramms des DAAD, Generalsekretär des Goethe-Instituts und ist seit 2001 Intendant der Berliner Festspiele. Zusammen mit Norbert Miller und Thomas Geiger ist er Herausgeber der Zeitschrift „Sprache im Technischen Zeitalter“. Sartorius lebt und arbeitet in Berlin.

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Lyrik aus China: Xiao Xiao und Wolfgang Kubin
21. November 2019
Stiftung Lyrik Kabinett

Eine Kooperation des Lyrik Kabinetts mit dem Literaturfest München.

China: ein Land, in dem sowohl alles unmöglich, als auch Ungeahntes möglich ist und vieles ganz anders, als es sich der Westen vorstellt. Die innere Vielfalt Chinas spiegelt die Anthologie Der himmlische Platz vom irdischen Frieden: Neue politische Gedichte aus China (2012), herausgegeben von Wolfgang Kubin(geboren 1945 in Celle). Er lehrte 1985 bis zu seiner Emeritierung in Bonn; er schreibt – vornehmlich auf Deutsch – Gedichte und auf Chinesisch Essays. Heute lebt und lehrt er als Senior Professor für chinesische und deutsche Geistesgeschichte in Shantou, VR China. Zusammen mit der Lyrikerin, Malerin und Pubizistin Xiao Xiao (geboren 1964 in Sichuan) zeichnet er nun ein poetisches Bild Chinas. Xiao Xiao, eine der wichtigsten weiblichen Stimmen im chinesischen Sprachraum, gibt Einblicke in ihr literarisches Schaffen und den Hintergrund staatlicher Bedingungen: „Eigentlich aber finden die wahren Kämpfe / zwischen dir und den Deinen statt“, so heißt es in einem ihrer Gedichte. Durch den Abend führt der Dichter, Essayist und Herausgeber Joachim Sartorius, dessen Münchner Rede zur Poesie mit dem Titel Der Mensch fürchtet die Zeit. Die Zeit fürchtet das Gedicht 2017 im Lyrik Kabinett erschienen ist.