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Alia Trabucco Zerán

Alia Trabucco Zerán wurde 1983 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Autorin und Schriftstellerin. Nach einem Jurastudium in Santiago de Chile absolvierte sie im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums ein spanischsprachiges Creative Writing-Studium an der New York University und promovierte anschließend am University College London in Lateinamerikastudien. Zerán hat sich als Juristin und Autorin u. a. mit Fragen der Menschenrechte beschäftigt und wurde 2022 mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet.

In ihrem Debütroman »La Resta« (2015; dt. »Die Differenz«, 2021) werden drei Kinder von ehemaligen linken Widerstandskämpfern mit der Vergangenheit der Pinochet-Diktatur konfrontiert. Felipe, dessen Eltern unter dem Regime verschwanden, sieht in Santiago de Chile überall Leichen, die er zwanghaft zählt. Auch Iquela und ihre im Berliner Exil aufgewachsene Kindheitsfreundin Paloma sind auf der Suche nach ihrem Platz in einer zerrissenen Gesellschaft. Der Roman erzählt in einer zutiefst suggestiven Sprache von der Schwierigkeit des Erinnerns und Vergessens und den Verwerfungen einer Diktatur, die bis ins Herz der Menschen reicht.

In ihrer zweiten Publikation, dem erzählenden Sachbuch »Las Homocidas« (2019; Ü: Die Mörderinnen), unterzieht Trabucco Zerán die Biografien von vier chilenischen Frauen, die zu Mörderinnen geworden sind, einer kritischen Tiefenanalyse. Dabei beleuchtet sie die gesellschaftlichen und psychologischen Hintergründe aus einer dezidiert feministischen Perspektive und kommentiert parallel, in einer Art Tagebuch, ihre Recherche.

In ihrem aktuellen Roman »Limpia« (2021; dt. »Mein Name ist Estella«, 2024, Ü: Benjamin Loy) widmet sich Trabucco Zerán der prekären Arbeitswelt zumeist weiblicher Hausangestellter: Nachdem die Tochter ihrer Arbeitgeber zu Tode gekommen ist, wird die Hausangestellte Estela vernommen. Ihre Aussage entwickelt sich zu einer schwindelerregenden und psychologisch komplexen Nahaufnahme unüberbrückbarer Klassenunterschiede. »Es ist der um Sachlichkeit bemühte, abgebrühte, fast schon emotionslose Berichtston, der diesem Buch seine Wucht gibt.« (»Neues Deutschland«)

Alia Trabucco Zerán lebt in Santiago, Chile.

Stand: Mai 2024

Kinder, Küche, Corona. Arbeitswelt und Geschlechterbilder in der Pandemie

03. Dezember 2020
Literarisches Colloquium Berlin

GEGEN//ÜBER – Debatten zur Gegenwart
mit Ulrike Herrmann und Barbara Vinken

Jalousien auf und zu. Kinder lesen Oskar Pastior

1998

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Lesung: Verschiedene Kinder
Nachlass Oskar Pastior: Tonkassette 110

Texte für Kinder

um 1971

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Lesung: Günter Bruno Fuchs
Sammlung „Verlag Klaus Wagenbach“: Tonband 42

Wie später ihre Kinder

18. September 2019
Literaturhaus Stuttgart

Autor: Nicolas Mathieu
Moderation: Niklas Bender
Deutsche Lesung: Sebastian Röhrle

Besprochene Bücher: Wie später ihre Kinder

Studio LCB mit Frank Witzel - Die Kinderjahre der BRD

14. September 2017
Literarisches Colloquium Berlin

Im Gespräch: Jutta Person und Hubert Winkels
Moderation: Katharina Teutsch

Besprochene Bücher: Direkt danach und kurz davor

Uns gehört die Zukunft

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum Schüler·innen des Amos-Comenius-Gymnasiums erkunden in einem Workshop das Online-Tonarchiv Dichterlesen.net und bringen eigene Gedanken zu Papier und ins Mikro.

Unterhaltungen deutscher Eingewanderten

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „Unterhaltungen deutscher Eingewanderten“; ein audiovisueller Parcours von Marica Bodrožić und Deniz Utlu

Studio LCB mit Peter Wawerzinek

24. Oktober 1994
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Peter Wawerzinek
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Adolf Endler, Uwe Kolbe

Besprochene Bücher: Das Kind, das ich war

Der Ziegenbock im Unterrock, S-Kopie

ca. 1973

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Verschiedene Kinder
Sammlung „Verlag Klaus Wagenbach“: Tonband 9

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