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Jan Wenzel

Jan Wenzel lebt als Verleger, Autor und Künstler in Leipzig. Zusammen mit Markus Dreßen und Anne König hat er 2001 den Verlag Spector Books gegründet, der 2018 den Sächsischen Verlagspreis und 2019 den Deutschen Verlagspreis erhielt. Als Autor und Herausgeber hat er an einer Vielzahl von Buchprojekten mitgearbeitet, u.a. mit den Künstlern Olaf Nicolai, Alexander Kluge und Erik van der Weijde.

Nora Bossong

Nora Bossong, geboren 1982 in Bremen, studierte Kulturwissenschaft, Philosophie und Literatur in Leipzig, Potsdam, Berlin und Rom. 2006 erschien ihr Debütroman Gegend, es folgten u.a. die Romane Gesellschaft mit beschränkter Haftung (2012), 36,9° (2015) und der Reportageband Rotlicht (2017). 2012 wurde sie mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.

Uwe Johnson

Uwe Johnson wurde 1934 im  damaligen Pommern geboren. er studierte Germanistik in Rostock und Leipzig und siedelte 1959 nach West-Berlin über. Mit seinem Roman „Mutmaßungen über Jakob“ und seinem Hauptwerk „Jahrestage“ wurde er zu einem der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegsliteratur. Uwe Johnson wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 1971 ausgezeichnet. Er starb am 23. Februar 1984 in Sheerness on Sea auf der englischen Insel Sheppey. 

Sandra Gugić

Sandra Gugić, 1976 in Wien geboren, ist eine österreichische Autorin serbischer Herkunft. Sie arbeitete u.a. als Assistentin für Theaterproduktionen und als Grafikdesignerin. Ab 2009 studierte sie an der Universität für Angewandte Kunst Wien Sprachkunst und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, Arbeiten für Theater und Film. Zahlreiche Preise und Stipendien. Ihr Romandebüt "Astronauten" erschien 2015 bei C.H. Beck. 2019 erschien ihr Lyrikband „Protokolle der Gegenwart“ im Verlagshaus Berlin.

Martina Hefter

Martina Hefter lebt als Autorin und Performerin in Leipzig. Ihre Texte bewegen sich zwischen Gedicht, szenischen Schreibformen und Roman. Viele ihrer Texte setzt sie in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen szenisch um. Sie veröffentlichte drei Romane und – im kookbooks-Verlag Berlin – fünf Gedichtbände. Für ihren letzten Roman, »Hey guten Morgen, wie geht es dir?«, erhielt sie 2024 den Deutschen Buchpreis.

Maria Stepanova

Maria Stepanova, 1972 in Moskau geboren, wurde vielfach ausgezeichnet, 2023 erhielt sie den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Drei Gedichtbände sind in deutscher Übersetzung erschienen: Der Körper kehrt wieder (Berlin, 2020), Mädchen ohne Kleider (Berlin, 2022) und zuletzt Winterpoem 20/21 (Berlin, 2023), übertragen von Olga Radetzkaja.

Slata Roschal

Slata Roschal (*1992 in Sankt Petersburg) ist Lyrikerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt bei München. Zu ihren Lyrikveröffentlichungen zählen die Bände Wir verzichten auf das gelobte Land (Leipzig: Reinecke & Voß, 2019) und Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus (hochroth München, 2021). Ihr Romandebüt 153 Formen des Nichtseins (Erlangen: homunculus, 2022) wurde für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert.

Günther Rücker

Günther Rücker wurde 1924 in Reichenberg, heute Liberec, Tschechien, geboren und war Schriftsteller, Regisseur, Drehbuch- und Hörspielautor. Von 1942 bis 1945 war er Soldat, bis er aus britischer Kriegsgefangenschaft als Neulehrer nach Leipzig ging, dort ebenfalls als Redakteur und Regisseur tätig war. Ab 1951 war er Redakteur beim Berliner Rundfunk, ab 1952 selbst Hörspielautor. In den folgenden Jahren fand er außerdem zum Film, zunächst im Rahmen von Dokumentarfilmen, später vor allem als Spielfilmautor, als der er am Drehbuch zum bedeutenden DEFA-Film "Der Fall Gleiwitz" beteiligt war. Mit seinem Drama "Der Herr Schmidt - ein deutsches Spektakel mit Polizei und Musik" wurde er zudem als Dramatiker bekannt. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Rücker verstarb 2008 in Meiningen.

Ina Hartwig

Ina Hartwig, geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne, und schrieb u.a. für die „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“ (2012). Für den Film „Die Geträumten“ (Österreich 2016) verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Jackie Thomae

Jackie Thomae wurde 1972 in Halle/Saale geboren, wuchs in Leipzig auf und zog 1989 nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Sie ist Journalistin, Fernsehautorin und Schriftstellerin. Thomaes erste Buchveröffentlichung, der Ratgeber »Eine Frau – Ein Buch« (2008), verfasst mit Heike Blümner, wurde zum Bestseller. Drei Jahre später folgte, ebenfalls mit Heike Blümner als Co-Autorin, »Letʼs face it. Das Buch für alle, die älter werden« (2011). Das Älterwerden spielt auch in Thomaes Debütroman »Momente der Klarheit« (2015) eine wichtige Rolle. »Brüder« (2019), Thomaes zweites Buch, ist ein groß angelegter Roman über die Lebenswege zweier sehr unterschiedlicher Brüder, der von der Kritik oft mit dem Gesellschaftsroman angelsächsischer Prägung verglichen wurde. Der Roman stand 2019 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde 2020 mit dem Düsseldorfer Literaturpreis ausgezeichnet.

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