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Arno Widmann

Arno Widmann wurde 1946 in Frankfurt a. M. geboren, studierte Philosophie bei Theodor Adorno, war u.a. Mitbegründer und Chefredakteur der "taz", tätig als stellvertretender Chefredakteur bei der Zeitschrift "Vogue" und Feuilletonchef bei der "Zeit" sowie leitender Redakteur der "Berliner Zeitung". Im Jahr 2007 wurde er Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau. Widmann übersetzte Werke von Victor Serge, Curzio Malaparte und Umberto Eco und debütierte als Schriftsteller 2002 mit seinem Roman "Sprenger".

Benyamin

Benyamin wurde 1971 unter dem bürgerlichen Namen Benny Daniel in Kulanada im südindischen Bundesstaat Kerala geboren. Benyamin ist Autor von etwa zwanzig Büchern verschiedener Genres – von Kurzgeschichten über Romane bis hin zu Memoiren. Für seinen Roman »Aadujeevitham« (2008; Ü: Ziegentage) gewann er den Kerala Sahitya Akademi Award, war auf der Longlist des Man Asian Literary Prize und der Shortlist des DSC Prize for South Asian Literature. Mit »Mullappoo Niramulla Pakalukal« gewann er 2018 den hochdotierten indischen JCB Prize for Literature. Benyamin lebt heute in Pandalam.

Joachim Reitner

Joachim Reitner, geboren 1952, ist ein deutscher Geobiologe. Er studierte Geologie und Paläontologie an der Universität Tübingen, wo er 1984 promovierte. 1991 wurde er an der Freien Universität Berlin habilitiert, 1994 bekam er einen Lehrstuhl für Geobiologie an der Universität Göttingen. Sein Hauptforschungsgebiet ist die Wechselwirkung zwischen Organismen und abiotischen Faktoren. 1996 erhielt Reitner den Leibniz-Preis der DFG, seit 2013 ist er Präsident der Paläontologischen Gesellschaft.

Nora Amin

Nora Amin ist eine Schriftstellerin, Performerin, Choreografin und Theaterregisseurin. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie neben einem Hörbuch mit Gedichten vier Kurzgeschichten und vier Romane. Im Jahr 2000 gründete sie die Lamusica Independent Theatre Group in Kairo, um mit neuen Formen des körperlichen Ausdrucks zu experimentieren und die unausgesprochenen Probleme der Frauen und der soziokulturellen Repression zu thematisieren. Sie leitete und produzierte 37 Theater-, Tanz- und Musikproduktionen, bevor sie 2015 nach Berlin zog.

Azouz Begag

Azouz Begag wurde 1957 in Lyon geboren, wo er 1984 auch seinen Doktor in Wirtschaftswissenschaften machte. In seinen hochgelobten Büchern wie Le Gone du Chaâba [1986] und La Force du Berger [1991] reflektiert er u. a. seine Erfahrungen als Gastarbeiterkind. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Prix Sorcières [1987] und der Europäische Kinderbuchpreis [1993]. 2005 bis 2007 war er in Frankreich beigeordneter Minister für die Förderung von Chancengleichheit und 2013 bis 2014 Direktor des Institut Français in Lissabon. Begag lebt in Paris.

Michael Krings

Michael Krings, geboren 1968, ist ein deutscher Paläobotaniker. Er studierte Biologie, Geschichte, Musikwissenschaft und Philosophie in Münster, wo er 1994 sein erstes Staatsexamen für das Lehramt in Biologie und Geschichte ablegte. 1998 promovierte er in den Fächern Botanik, Zoologie und Paläontologie. Von 1999 bis 2003 war er mit Unterbrechungen an der University of Kansas als Postdoktorand tätig. 2002 habilitierte Krings sich in Münster, seit 2007 ist er Professor für Paläobotanik in München.

Herta Müller

Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf geboren, wuchs im rumänischen Banat auf und lebt als Autorin in Berlin. Die Schriftstellerin hat die totalitären Bedingungen der Ceausescu-Diktatur zu einem zentralen Thema ihres literarischen Werkes gemacht, das u.a. Prosa, Lyrik, Collagen und Essays umfasst. 1988 emigrierte Herta Müller in die Bundesrepublik Deutschland, debütierte mit "Niederungen" und erhielt seitdem zahlreiche Auszeichnungen. 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Thomas Kling

Thomas Kling war ein deutscher Lyriker und Schriftsteller. Er wurde 1957 in Bingen geboren und verstarb 2005 in Dormagen. Ab 1983 präsentierte er seine Lyrik bei öffentlichen Lesungen, für die er das neue Konzept der Sprach-Installation entwickelte und die oft Performance-Charakter hatten. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis für Dichtung 1993, dem Peter-Huchel-Preis 1997; er ist Träger des ersten Ernst-Jandl-Preises für Lyrik. Kling lebte zuletzt auf der ehemaligen Raketenstation Hombroich bei Neuss und verstarb im Alter von 47 Jahren. 

Yoko Tawada

Yoko Tawada, geboren 1960 in Tokyo, studierte zunächst dort, ab 1982 in Hamburg und später in Zürich Literaturwissenschaft. 1987 debütierte sie im Konkursbuch-Verlag und veröffentlicht seither in japanischer und deutscher Sprache Gedichte, erzählende Prosa und Essays. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 1999, der Goethe-Medaille 2005 und dem Noma-Bungei-Literaturpreis 2011 ausgezeichnet.

Simone Buttazzi

In Bologna geboren und aufgewachsen. Masterstudiengang in Kommunikationswissenschaft an der lokalen Universität mit einer Dissertation über Semiologie des Kinos. Seit 2006 in Berlin wohnhaft und als freiberuflicher Übersetzer tätig. Neben dem Beruf ehrenamtlich engagiert bei der italienischen Gewerkschaft der literarischen Übersetzer (Strade-Slc) sowie als LGBT-Aktivist. Simone Buttazzi übersetzt aus dem Deutschen und aus dem Englischen ins Italienische. Schwerpunkte sind deutsche Gegenwartsliteratur, YA-Romane, Tierschutz, Kunst. Er lernt gerade Polnisch.

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