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Burkhart Kroeber
Burkhart Kroeber, geboren 1940 in Potsdam, studierte Ägyptologie, Romanistik und Politikwissenschaft in Tübingen, Heidelberg und Paris. Nachdem er in den 1970er Jahren vor allem Sachbücher übersetzt hatte, wurde er in den folgenden Jahrzehnten als literarischer Übersetzer von Umberto Eco und Italo Calvino bekannt. 2011 wurde er mit dem Wieland-Übersetzerpreis und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Rafik Schami
Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus (Syrien), studierte Chemie, Mathematik und Physik in Damaskus. 1971 wanderte er in die Bundesrepublik aus, wo er 1979 in Heidelberg promoviert wurde. 1978 erschien sein erstes Buch in deutscher Sprache, "Andere Märchen". Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.
Gert Neumann
Gert Neumann, geboren 1942 in Heilsberg (Ostpreußen), studierte am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig, von dem er 1969 aus politischen Gründen zwangsexmatrikuliert wurde. In der Folge mit einem Publikationsverbot belegt, veröffentlichte er sein Debüt "Die Schuld der Worte" 1979 bei S. Fischer in der Bundesrepublik. 1999 wurde ihm der Uwe-Johnson-Preis verliehen.
Gerald Zschorsch
Gerald Zschorsch, geboren 1951 in Elsterberg (Vogtland), wurde 1968 sowie 1972 aus politischen Gründen verhaftet. 1974 entzog ihm die DDR seine Staatsbürgerschaft, woraufhin ihn die Bundesrepublik freikaufte. 1981 erschien der Band „Glaubt bloß nicht, dass ich traurig bin“, welcher u.a. Gedichte und Gefängnisaufzeichnungen enthält.
Jutta Müller-Tamm
Jutta Müller-Tamm, geboren 1963 in Ludwigshafen am Rhein, ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Sie studierte Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Heidelberg und Frankfurt am Main.
Peter Urban-Halle
Peter Urban-Halle wurde 1951 in Halle/Saale geboren und lebt als Literaturkritiker und Übersetzer in Berlin. Er studierte Germanistik und Skandinavistik in Berlin und Kopenhagen und übersetzte u.a. Werke von Peter Høeg und Per Højholt ins Deutsche. 2013 erhielt er zusammen mit Ulrich Sonnenberg den Dänischen Übersetzerpreis.
Paul Berf
Paul Berf, geboren 1963 in Frechen, studierte Skandinavistik, Germanistik und Anglistik. Er lebt als freier Übersetzer in Köln. Berf übertrug u.a. Werke von Fredrik Sjöberg, Karl Ove Knausgård, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.
Stefan Litwin
Stefan Litwin wurde 1960 in Mexiko City geboren. Der Pianist und Komponist leitete zahlreiche Einspielungen (z.B. L. v. Beethovens Klavierkonzerte sowie Klassiker der frühen Moderne und Postmoderne, wie A. Berg, A. Webern, Ch. E. Ives) und ist Professor für Musik an der Hochschule in Saar.
Jo Frank
Jo Frank ist multilingualer Autor und Übersetzer, Verleger im Verlagshaus Berlin und Geschäftsführer des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES). Er ist in Southend-on-Sea (Großbritannien), Kiel und Heidelberg aufgewachsen. Jo Frank lebt in Berlin. Von 2009 bis 2011 führte er gemeinsam mit dem Illustrator Felix Scheinberger das deutsch-israelische Austauschprojekt „Alltag“ durch. Im Rahmen dieses Projekts unterrichtete Frank an der Bezalel Academy of Arts and Design. 2009 initiierte Jo Frank – gemeinsam mit dem Cellisten Julian Arp und dem Pianisten Caspar Frantz – das internationale Zeitkunst Festival, das gegenwärtige internationale Lyrik und Neue Musik in einen Dialog bringt. Zeitkunst wurde bisher in Berlin, Paris, Rio de Janeiro, Tel Aviv und London aufgeführt.
Ralf Schnell
Ralf Schnell, geb. 1943 in Oldenburg (Oldb.), war von 1981 bis 1987 Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Hannover. Von 1988 bis 1991 lehrte er als Lektor des DAAD und von 1991 bis 1997 als Ordentlicher Professor für Deutsche Gegenwartsliteratur an der Keio-Universität in Tokyo. Von 1997 bis 2006 war er Inhaber des Lehrstuhls für Germanistik/Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen und dort von 2006 bis 2009 Rektor. Seit 2010 lebt er als wissenschaftlicher Autor in Berlin. – Er war Mitherausgeber der «Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik» (1999-2010), Sprecher des Kulturwissenschaftlichen DFG-Forschungskollegs 615 «Medienumbrüche. Medienkulturen und Medienästhetik zu Beginn des 20. Jahrhunderts und im Übergang zum 21. Jahrhundert» (2002-2006) sowie Mitherausgeber und Sprecher des Herausgebergremiums der Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls (27 Bde.). Gastprofessuren in den Niederlanden, Ägypten, Thailand, Laos, Vietman und China.