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Maria Weissenböck

Maria Weissenböck (*1980) studierte an der Angewandten Wien Sprachwissenschaften in der Fächerkombination Russisch/ Ukrainisch/ Deutsch. Sie übersetzt aus dem Ukrainischen und dem Belarussischen, u.a. von Taras Prochasko, Tanja Maljartschuk und Volja Hapeyeva. Sie erhielt 2004 den Übersetzerpreis der Stadt Wien für die Übersetzung von Jurij Wynnytschuks „Die Einhornjagd“. Für den Residenz Verlag übersetzte sie den Roman „Der Papierjunge“ und die Roman-Triologie "Amadoka". Für „Die Geschichte von Romana“ (2023), „Die Geschichte von Uljana“ (2023), “Die Geschichte von Sofia“ (2024) - die dreibändige deutsche Übersetzung des Romans „Amadoka“ (2020) - erhalten Sofia Andruchowytsch und ihr Übersetzer Alexander Kratochvil sowie ihre Übersetzerin Maria Weissenböck den „Internationalen Hermann-Hesse-Preis“ 2024 der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.

Anneleen Van Offel

Anneleen Van Offel, 1991 in Antwerpen geboren, studierte Wortkunst am dortigen Königlichen Konservatorium. Sie hat Kolumnen für die flämische Zeitung "De Standaard" und Kurzgeschichten und Gedichte für verschiedene Literaturzeitschriften geschrieben. Sie arbeitet als Redakteurin für die Zeitschrift "Deus Ex Machina". Außerdem ist Anneleen Van Offel Programmgestalterin verschiedener literarischer Veranstaltungen. Von 2019 bis 2021 war sie Stadtschreiberin von Kortrijk. Für ihr Debüt "Hier ist alles sicher" reiste sie immer wieder nach Israel, sprach mit zahlreichen Israelis, israelischen (Ex-)Soldaten und deren Familien. Der Roman wurde in Belgien und den Niederlanden von der Presse gefeiert und für seinen einfühlsamen Stil gelobt.

Nikolai Klimeniouk

Nikolai Klimeniouk, geboren 1970 in Sewastopol auf der Krim, studierte in Berlin Anglistik, Amerikanistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität und Slawistik an der Humboldt-Universität. Seit 1996 schreibt er über Kultur und Politik. Er war Redakteur bei Forbes Russia, beim Moskauer Stadtmagazin Bolschoj Gorod und beim unabhängigen regierungskritischen Online-Magazin PublicPost.ru, das im Juni 2013 auf politischen Druck hin geschlossen und vom Netz genommen wurde. Seit 2014 lebt er wieder als freier Autor in Berlin. Er schreibt für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die FAZ, die NZZ und andere deutsche und internationale Medien. Außerdem ist er als politischer Bildner tätig.

Noam Brusilovsky

Theater- und Hörspielmacher Noam Brusilovsky wurde 1989 in Israel geboren. 2012 zog er nach Berlin, dort studierte er Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Schon während seines Studiums inszenierte er seine ersten Hörspiele für den Deutschlandfunk und den SWR und erhielt den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2017. Seine Theaterprojekte wurden am Münchner Volkstheater, am Konzerttheater Bern, in den Berliner Sophiensaelen und am Stadttheater Klagenfurt realisiert. Mehrfach wurden seine Inszenierungen ausgezeichnet: 2021 erhielt Brusilovsky mit Ofer Waldman erneut den Deutschen Hörspielpreis der ARD für das Stück «Adolf Eichmann: Ein Hörprozess.» 2022 erhielt seine Inszenierung «Nicht sehen» den Nestroypreis in der Spezialkategorie.

Hala Mohammad

Hala Mohammad wurde in der syrischen Hafenstadt Latakia geboren. Sie studierte Film an der Université Paris VIII Vincennes-Saint-Denis und war danach als Kostümdesignerin, Drehbuchautorin und Regieassistentin für Abdellatif Abdul-Hamid tätig. 1994 wandte sich Hala Mohammad auch der Dichtung zu. Als Journalistin ist Mohammad außerdem für verschiedene arabische Zeitungen tätig. Zudem führte sie Regie bei mehreren Dokumentarfilmen wie zum Beispiel bei »Qat’at Halwa« (A Piece of Sweet, 2006) und »Rihla fi al-Thakira« (Journey into Memory, 2006), einem Porträt politischer Häftlinge in Syrien. Hala Mohammad lebt in Paris.

Martin Rentzsch

* geboren in Berlin

* Abitur und Zivildienst

* 1986 - 1989 Schauspielstudium an der Folkwang-Hochschule

* 1989 - 1998 verschiedene Engagements an Stadt- und Staatstheatern

* 1998 - 2000 Thalia-Theater Hamburg

* 2000 - 2009 Schauspielhaus Bochum

* 2008 Theaterpreis Bochum

* 2009 - 2017 Schauspiel Frankfurt

* seit 2017 Berliner Ensemble

* etwa seit 2005 viele Sprechertätigkeiten bei Hörspiel, Features und Lesungen

Halyna Petrosanyak

Halyna Petrosanyak, geboren 1969 in Tscheremoschna, ukrainische Karpaten, seit 2016 in der Schweiz lebend, ist Autorin von fünf Lyrikbänden auf Ukrainisch und übersetzt Prosa aus dem Deutschen ins Ukrainische. In den 1990er Jahren prägte sie zusammen mit Juri Andruchowytsch und anderen eine unabhängige Künstlergruppe, die u.a. die multiethnische Vergangenheit ihrer gemeinsamen Stadt Iwano-Frankiwsk thematisierte. 1996 erschien ihre erste Gedichtsammlung Park am Hang. 2007 gewann sie den Hubert-Burda-Preis für osteuropäische Autoren in Deutschland und war 2011 Stipendiatin der Villa Waldberta in Feldafing. Mit «Exophonien» (Zürich: essais agités) erscheinen ihre gesammelten Gedichte erstmals auf Deutsch. Unter demselben Titel erschien 2019 Petrosanyaks jüngster Gedichtband auf Ukrainisch.

Dagmar Nick

Dagmar Nick, geb. 1926 in Breslau, aufgewachsen in Berlin. Studium der Graphologie und Psychologie in München. Kurz nach dem Krieg wurde ein erstes Gedicht von ihr in der ersten Nummer der Neuen Zeitung abgedruckt, mit einem bemerkenswerten Vorwort von Erich Kästner, dem damaligen Feuilletonchef. 1947 erschien ihr erster Gedichtband, für den sie 1948 den Liliencron-Preis der Stadt Hamburg und eine Einladung zur Gruppe 47 erhielt. Seither erschienen neben Hörspielen, ‘Reisebüchern’ und Erzählmonologen eine Vielzahl an Gedichtbänden, zuletzt Schattengespräche (2008) und Abtrünniges Herz (2018). Dagmar Nick ist Mitglied des PEN und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Jakob Ziguras

Jakob Ziguras wurde 1977 als Sohn polnisch-griechischer Eltern in Wrocław geboren. Ziguras’ Gedichte erschienen außerdem in einer Reihe von Anthologien, darunter »Contemporary Australian Poetry« (2016), »The Best Australian Poems« (2014/2015) und »Incroci di poesia contemporanea 2010–2015« (2015). Er wurde 2013 mit dem David Harold Tribe Poetry Award und 2011 mit dem Harri Jones Memorial Prize ausgezeichnet. 2016 war er Writer in Residence im Château de Lavigny. Anschließend hielt er sich in seiner Geburtsstadt Wrocław auf, wo er an seinem dritten Buch »Venetian Mirrors« (Ü: Venezianische Spiegel) sowie den Übersetzungen diverser polnischer Lyriker arbeitete. Der Autor lebt in Wrocław

Aram Tafreshian

Geboren 1990 in Filderstadt, aufgewachsen in Stuttgart. 2009-13 Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Unter der neuen Intendanz von Shermin Langhoff und Jens Hillje geht er 2013 ans Maxim-Gorki-Theater Berlin. In den sieben Jahren als festes Ensemblemitglied ist er an über 25 Produktionen beteiligt. Seit 2020 steht er als freier Schauspieler vor der Kamera und auf der Bühne, z.B. am Gorki-Theater, am Schauspiel Köln und am DNT Weimar. Darüber hinaus ist er als Synchron- und Hörspielsprecher zu hören. Er lehrt als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.

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