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Kulturamt Frankfurt am Main
Das Kulturamt Frankfurt am Main veranstaltet regelmäßig die Lesungsreihe Frankfurter Premieren, bei der Neuerscheinungen aus in Frankfurt ansässigen Verlagen oder von Frankfurter Autor:innen vorgestellt werden, sowie im biennalen Wechsel die Festivals literaTurm und Lyriktage Frankfurt. Zur Frankfurter Buchmesse richtet das Kulturamt zudem das populäre Lesefest OPEN BOOKS aus.
Fotos: Alexander Paul Englert
Júlio Gomes
Júlio Gomes ist Übersetzer, Redakteur und Verleger (7 Nós, Porto). Er lebt in Berlin, wo er 2015 das Magazin Utopie mitbegründete. Er veröffentlichte zahlreiche Übersetzungen, brachte bislang unübersetzte portugiesische Autor*innen in Deutschland heraus und realisiert kulturelle sowie medienpädagogische Projekte. Gomes wurde 1976 in Figueira da Foz geboren, studierte Medien- und Filmwissenschaften und arbeitete zuvor journalistisch in Portugal, Kap Verde, Brasilien und Mosambik.
Sara Gómez Schüller
Sara Gómez Schüller, 1982 als Deutsch-Chilenin nahe München geboren, studierte in Salamanca und Hildesheim. Sie schreibt lyrische Texte und Hörspiele und ist Teil des Autorinnen-Vereins wepsert. Zu ihren Hörspielen zählen Amsel (2016) und Valentina (2017, beide SWR), zu ihrer Lyrik der Band geschlachtete Gletscher. Gedichte aus den Ritzen eurer Geschichte (scaneg Verlag, München 2021).
Karin Krieger
Karin Krieger ist in Berlin geboren und widmet sich seit mehr als 30 Jahren der italienischen und französischen Literatur. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen und Autoren gehören Elena Ferrante, Margaret Mazzantini, Claudio Magris, Ugo Riccarelli, Andrea Camilleri, Fabio Genovesi, Gianfranco Calligarich und Alessandro Baricco. Karin Krieger war mehrfach Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und erhielt 2011 den Hieronymusring für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung.
Nesrin Tanç
Nesrin Tanç, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Autorin, geb. in Duisburg. Studierte in Duisburg-Essen, Amsterdam und Karlsruhe. Dissertation zur “Ordnung der Vielfalt. Ruhrgebietsliteratur anhand der Werke von Autor*innen wie Fakir Baykurt, Emine Sevgi Özdamar.” Zahlreiche Veröffentlichungen von Prosa & Hör- und Bühnenstücken & Rezensionen, 2020&22 PACT Zollverein Fellow. Autorin einer Studie zur Erinnerungskultur zum Thema der sog. Gastarbeiter*innen aus der Türkei für das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa e.V.)
Sebastian Guggolz
Sebastian Guggolz, geboren 1982 am Bodensee, studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Hamburg. Anschließend war er als Lektor für den Verlag Matthes & Seitz Berlin tätig. 2014 gründete er den Guggolz Verlag, der sich auf Neuübersetzungen von Werken in Vergessenheit geratener Autor*innen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Nord- und Osteuropa spezialisiert hat, u. a. verlegt er Boris Poplawski neu. 2017 wurde der Verlag mit dem Förderpreis der Kurt Wolff Stiftung ausgezeichnet.
Annette Bühler-Dietrich
Annette Bühler-Dietrich ist ist außerplanmäßige Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Sie ist außerdem als literarische Übersetzerin aus dem Französischen, als Kuratorin und Dramaturgin besonders für Literatur und Theater afrikanischer Autor*innen tätig. 2022 erschien ihre Übersetzung von Raharimananas Roman Revenir, Zurückkehren.
Abdulkadir Musa
Abdulkadir Musa ist Dichter, Übersetzer, Sozialarbeiter und Kulturberater. Er studierte Französisch und Literatur an der Universität in Aleppo und Soziale Arbeit an der ASH Berlin. Sein Gedichtband "Deine Flügel haben mich das Fliegen gelehrt" (2007) wurde in kurdischer Sprache veröffentlicht und ist in viele Sprachen übersetzt worden. 2017 erschien seine kurdisch-englische Gedicht-Anthologie "Kurdish Voices from Rojava" in Zusammenarbeit mit Katarzyna Sala. 2018 erhielt er das Stipendium für Autor*innen nicht-deutscher Literatur der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin.
Alexander Filyuta
Alexander Filyuta, geboren in Leningrad (UdSSR), studierte Deutsche und Russische Philologie in St. Petersburg und in Berlin. Er ist vor allem als Übersetzer und Kurator tätig. Als Lyriker schreibt er auf Russisch und auf Deutsch. In seiner übersetzerischen bzw. kuratorischen Tätigkeit widmet er sich überwiegend Werken von AutorInnen aus den ehemaligen Staaten des einstigen Warschauer Paktes. Alexander Filyuta ist Mitbegründer des Poesie-Projektes “Lyrik im ausland” (2010), in dessen Mittelpunkt Lesungen Berliner und internationaler AutorInnen im Veranstaltungsraum “ausland” in Prenzlauer Berg stehen.
Hiromi Itō
Hiromi Ito, 1955 in Tokyo geboren, zählt zu den wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. In den 1980er Jahren hatte sie sich zunächst als innovative Lyrikerin mit neuartigen Themen und Sprechweisen einen Namen gemacht. Nach ihrer Scheidung siedelte sie 1997 in die USA über und gründete dort mit dem jüdisch-britischen Künstler Harold Cohen und ihren drei Töchtern eine neue Familie. Seither pendelt sie zwischen den Kontinenten. Mit ihren Langgedichten, Romanen und Essays sprengt sie Gattungsgrenzen. Ihr Roman Dornauszieher, 2007 publiziert, wurde mit zwei wichtigen Preisen ausgezeichnet, einem für Lyrik und einem für erzählende Literatur. Ito ist auch als Illustratorin und Manga-Kritikerin bekannt und lehrt literarisches Schreiben an der Waseda-Universität, Tokyo.