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Hartmut Lange
Hartmut Lange, 1937 in Berlin geboren, ist ein deutscher Schriftsteller und Dramaturg. Im Alter von zwei Jahren wurde er nach Polen umgesiedelt, 1945 kehrte er nach Ost-Berlin zurück. 1960 erhielt er, nach einem Studium an der Filmhochschule Babelsberg, eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin, die er bis 1964 ausübte. Ein Jahr später nutzte er einen Aufenthalt in Jugoslawien zur Flucht in die BRD und arbeitete dort für die Schaubühne, für die Berliner Staatsbühnen und das Schiller- und Schlosspark-Theater und betätigt sich seither als freier Schriftsteller. Lange wurde 2003 mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet.
Janina David
Janina David wurde 1930 in Kalisz, Polen, geboren. Auf der Flucht vor der deutsche Armee geriet sie zusammen mit ihrer jüdischen Familie ins Warschauer Ghetto. Von dort konnte sie 1943 entkommen und überlebte versteckt in einem Kloster. 1946 folgte sie einem Onkel nach Paris. Anschließend holte sie in Australien ihre Schulausbildung nach und studierte dort. 1958 übersiedelte sie nach London, wo sie bis 1978 als Sozialarbeiterin in verschiedenen Krankenhäuser tätig war. Parallel verfasste sie ihre dreiteilige Autobiographie, die in Deutschland u. a. durch die Fernsehserie „Ein Stück Himmel“ bekannt wurde.
Édouard Louis
Édouard Louis, 1992 als Eddy Bellegueule in der Picardie geboren, ist ein französischer Schriftsteller. Er studierte an der École normale supérieure in Paris. Sein autobiographischer Debütroman "Das Ende von Eddy", in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem französischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Sein zweiter Roman "Im Herzen der Gewalt" erschien 2016, in deutscher Übersetzung 2017. Édouard Louis lebt in Paris.
PARATAXE XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Kateryna Mishchenko, Zmicier Vishniou und Kinga Tóth in Lesung und Gespräch
Moderation: Tamina Kutscher
Besprochene Bücher: Aus dem Nebel des Krieges
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel I
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Auftakt mit Ani Menua, Martin Jankowski und Jürgen Jakob Becker
Panel I | In der Fremde – Migration und Exil gestern und heute
Keynote: Bozhena Kozakevych (Berlin/Ukraine)
Panel: Saltanat Shoshanova (Berlin/Kasachstan), Oleksandra Bienert (Berlin/Ukraine), Milena Nikolova (Berlin/Bulgarien)
Moderation: Yelizaveta Landenberger (Berlin)
Featured Poet: Nadiia Telenchuk (Berlin/Ukraine)
Nataša Kramberger
Nataša Kramberger, geboren 1983, ist Schriftstellerin, Kolumnistin und Öko-Landwirtin. Sie schreibt für Zeitungen und Zeitschriften Essays, Reportagen und Kommentare. Für ihren Romandebüt »Nebesa v robidah« (2007) erhielt sie 2010 den Preis der Europäischen Union für Literatur (EUPL). 2011 veröffentlichte sie »Kaki vojaki« (mit Jana Kocjan), 2014 einen Essayband »Brez zidu« und 2016 »Tujčice«. »Verfluchte Misteln« ist auf Slowenisch unter dem Titel »Primerljivi hektarji« 2018 erschienen. Im Sommer lebt sie in Jurovski Dol, Slowenien, und betreibt mit dem Öko-Kunstkollektiv Zelena Centrala einen kleinen biodynamischen Bauernhof, den Winter verbringt sie in Berlin. Sie spricht Slowenisch, Englisch, Italienisch und Deutsch.
Liao Yiwu
Liao Yiwu, geboren 1958 in der chinesischen Provinz Sichuan, wurde in den 1980er Jahren zu einem der bekanntesten jungen Dichter Chinas. Seit 1987 steht er dort auf der Schwarzen Liste. 1989 publizierte er sein am Abend vor der Niederschlagung des Volksaufstandes auf dem Platz des Himmlischen Friedens geschriebenes „Massaker“-Gedicht. Er wurde daraufhin zu vier Jahren Haft verurteilt, die er später in seinem Buch „Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen“ verarbeitete. 2011 gelang Liao Yiwu die Flucht über Vietnam nach Deutschland, wo er bis heute in Berlin im Exil lebt. Er wurde 2011 mit dem Geschwister-Scholl-Preis und 2012 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Yevgeniy Breyger
Yevgeniy Breyger, geboren 1989, studierte an der Universität Hildesheim, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt am Main. Breygers Debütband flüchtige monde erschien 2016 im kookbooks-Verlag, Berlin und wurde unter die besten Debüts des Jahres im Haus für Poesie und unter die Gedichtbände des Jahres im Literaturhaus Berlin ausgewählt. 2018 erhielt er den 2. Preis beim Lyrikpreis München und gewann 2019 den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt. 2019 erhielt er zudem ein Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds und Aufenthaltsstipendien im Stuttgarter Schriftstellerhaus sowie im Herrenhaus Edenkoben 2020. Breyger lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er ist Mitglied des Dichter*innenkollektivs Salon Fluchtentier.
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel II
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
Gespräche, Lesungen und Diskurs
Panel II | Krieg als Zäsur – Folgen für das literarische Schreiben
Keynote: Zaal Andronikashvili (Berlin/Georgien),
Panel: Nadiia Telenchuk (Berlin/Ukraine), Apti Bisultanov (Berlin/Tschetschenien), Ani Menua (Berlin/Armenien)
Moderation: Dorota Danielewicz (Berlin/Polen)
Featured Poet: Apti Bisultanov (Berlin/Tschetschenien)
Sprecher: Ekkehard Maaß (Berlin)
Besprochene Bücher: Schatten eines Blitzes
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel III
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
Gespräche, Lesungen und Diskurs
Panel III: Im Angesicht des Krieges – Neuverortung von Sprache und Herkunft
mit Jelena Jeremejewa (Berlin/Ukraine), Nikolai Klimeniouk (Berlin/Ukraine),
Katharina Raabe (Berlin), Kateryna Mishchenko (Berlin/Ukraine)
Moderation: Erica Zingher (Berlin/Transnistrien)
Featured Poet: Volya Hapeyeva (Berlin/Belarus)
Besprochene Bücher: Trapezherz