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György Dalos

György Dalos wurde 1943 in Budapest geboren, studierte 1962-67 an der Moskauer Universität und arbeitet heute als freier Schriftsteller in Berlin. Dalos war Mitglied der Ungarischen KP, bis er 1968 wegen "staatsfeindlicher Aktivitäten" ein Berufs- und Publikationsverbot erhielt. 1984 kam er als Stipendiat des DAAD nach Berlin, arbeitete an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen und von 1987-95 für deutsche Rundfunkanstalten und Zeitungen. Von 1995-99 war er als Leiter des ungarischen Kulturinstituts in Berlin beschäftigt. Dalos wurde 1995 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1999 mit dem Gryphius-Sonderpreis, 2000 mit dem "Goldenen Plakett", der persönlichen Anerkennung des Präsidenten der Republik Ungarn und 2010 mit dem Buchpreis zur Europäischen Verständigung der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Antje Rávik Strubel

Antje Rávik Strubel (geb. 1974) gehört zu den meist beachteten Autorinnen der jüngeren Generation. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, ihr Roman »Kältere Schichten der Luft« (2007) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Rheingau-Literatur-Preis sowie dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet, der Roman »Sturz der Tage in die Nacht« (2011) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Antje Rávik Strubel wurde mit einem Stipendium in die Villa Aurora in Los Angeles eingeladen sowie als Writer in residence 2012 an das Helsinki Collegium for Advanced Studies. 2019 erhielt sie den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman »Blaue Frau« wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2021 ausgezeichnet. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen u.a. Joan Didion, Lena Andersson, Lucia Berlin und Virginia Woolf.  Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam.

Ralf Klausnitzer

Ralf Klausnitzer, geboren 1967 in Leipzig, studierte von 1988 bis 1994 Philosophie in Rostow am Don (Russland) sowie Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Anschließend folgte eine Promotion mit seiner Dissertation zum Thema „Blaue Blume unterm Hakenkreuz. Die Rezeption der deutschen literarischen Romantik im Dritten Reich“. In den darauffolgenden Jahren arbeitete Ralf Klausnitzer als Mitarbeiter am DFG-Projekt „DISSERTATIONEN ONLINE“, zugleich war er beteiligt an der Projektgruppe „Der auktoriale Diskurs in vergleichender Sicht“ am Zentrum für Literaturforschung Berlin. Es folgte eine Habilitation mit der Schrift „Poesie und Konspiration. Beziehungssinn und Zeichenökonomie von Verschwörungsszenarien in Publizistik, Literatur und Wissenschaft 1750–1850“. Zwischen 2007 und 2008 war er Visiting Professor am German Department der Tamkang Universität, Taiwan. Seit 2014 ist Ralf Klausnitzer Hochschullehrer am Institut für deutsche Literatur an der HU, außerdem ist er Leiter der Arbeitsstelle Fachgeschichte. Er forscht und lehrt zur Geschichte des Wissens und der Wissenschaften, zu Text-Bild-Relationen und zu Großstadtliteratur und -medien.

Hana Stojić

Hana Stojić, geboren 1982 in Sarajevo, Sie ist Mitherausgeberin der Publikationen Izgubljenamjesta, Žene u Bosni i Hercegovini für das Goethe-Institut Bosnien und Herzegowina und Little Global Cities Sarajevo. 2010 initiierte und organisierte sie den ersten Auftritt Bosnien und Herzegowinas auf der Leipziger Buchmesse. Ins Bosnische übersetzte sie Elfriede Jelinek (Liebhaberinnen) und Saša Stanišić (Wie der Soldat das Grammofon repariert). Auf Deutsch erschien ihre Übersetzung der Gedichtauswahl Abzeichen aus Fleisch von Faruk Šehić. Auszeichnungen: Übersetzerprämie des Bundeskanzleramts für die Übersetzung von Die Liebhaberinnen (2006), Förderpreis "Farah Tahirbegović" für junge Kulturakteure in Bosnien und Herzegowina (2010). Seit 2014 leitet sie das Literaturnetzwerk Traduki. 

Ina Hartwig

Ina Hartwig, geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne, und schrieb u.a. für die „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“ (2012). Für den Film „Die Geträumten“ (Österreich 2016) verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Jaroslav Rudiš

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Im Luchterhand Literaturverlag erschienen seine aus dem Tschechischen übersetzten Romane „Grand Hotel“, „Die Stille in Prag“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“ und „Nationalstraße“, bei btb außerdem „Der Himmel unter Berlin“. „Winterbergs letzte Reise“, der erste Roman, den Jaroslav Rudiš auf Deutsch geschrieben hat, ist 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2012 erschien bei Voland & Quist seine Graphic Novel „Alois Nebel“ auf Deutsch, illustriert von Jaromír 99. 2012/13 hatte Jaroslav Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 erhielt Jaroslav Rudiš für sein Werk den Usedomer Literaturpreis, 2018 wurde er mit dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet. Seine Romane „Grand Hotel“ und „Nationalstraße“ sowie „Alois Nebel“ wurden verfilmt.

Jackie Thomae

Jackie Thomae wurde 1972 in Halle/Saale geboren, wuchs in Leipzig auf und zog 1989 nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Sie ist Journalistin, Fernsehautorin und Schriftstellerin. Thomaes erste Buchveröffentlichung, der Ratgeber »Eine Frau – Ein Buch« (2008), verfasst mit Heike Blümner, wurde zum Bestseller. Drei Jahre später folgte, ebenfalls mit Heike Blümner als Co-Autorin, »Letʼs face it. Das Buch für alle, die älter werden« (2011). Das Älterwerden spielt auch in Thomaes Debütroman »Momente der Klarheit« (2015) eine wichtige Rolle. »Brüder« (2019), Thomaes zweites Buch, ist ein groß angelegter Roman über die Lebenswege zweier sehr unterschiedlicher Brüder, der von der Kritik oft mit dem Gesellschaftsroman angelsächsischer Prägung verglichen wurde. Der Roman stand 2019 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde 2020 mit dem Düsseldorfer Literaturpreis ausgezeichnet.

Martin Jankowski

Martin Jankowski, geboren 1965 in Greifswald, ist ein Berliner Schriftsteller, der in den 80ern als Sänger und Liedermacher zur oppositionellen Leipziger Szene gehörte und von der Stasi mit “Zersetzungsmaßnahmen” bedacht wurde. Obwohl seine Texte verboten waren, wurden seine Lieder und Gedichte in der Zeit der Montagsdemonstrationen populär. Nach 1989 veröffentlichte er zahlreiche Songs, vier Gedichtbände, Kurzerzählungen, Essaybände, Literaturkritik, kunstbezogene Sachbücher und einen Roman. Seine Texte wurden in 17 Sprachen übersetzt und erhielten Auszeichnungen wie den Jahrespreis für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVLG 1998) oder das Alfred-Döblin-Stipendium der deutschen Akademie der Künste (2006). Jankowski ist regelmäßig bei internationalen Festivals und Universitäten zu Gast, leitet diverse internationale Kulturprojekte und ist langjähriger Gastgeber literarischer Salons. Als Projektleiter koordinierte er mit der Berliner Literarischen Aktion e.V., deren Vorsitzender er ist, 2016 das STADTSPRACHEN Festival im Auftrag des Netzwerks freie Literaturszene Berlin. Seit 2017 ist er Projektleiter der PARATAXE und Herausgeber des stadtsprachen magazins.

queeres lesen hören - Autoren

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

Von Diderot bis Murakami

06. März 2014
Literarisches Colloquium Berlin

Die Übersetzer-Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014 Lesung und Gespräch: Paul Berf, Robin Detje, Ursula Gräfe, Hinrich Schmidt-Henkel und Ernest Wichner Moderation: Jürgen Jakob Becker

Besprochene Bücher: Spielen, Europe Central, Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki, Jacques der Fatalist und sein Herr, Buch des Flüsterns

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