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Samuel Kramer

Samuel Kramer (*1996), Autor:in und Philosoph:in, beschäftigt sich akademisch, aktivistisch und poetisch mit Fragen der Solidarität in Anbetracht der Zerstörung planetarer Lebensgrundlagen. Die Texte wurden und werden weltweit performt und in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, zum Beispiel in der BELLA triste und im Jahrbuch der Lyrik. 2020: Herausgabe der Anthologie Poetry for Future – 45 Texte für Übermorgen und Entwicklung des im deutschsprachigen Raum einzigartigen Lyrik-Livestream-Formats close. 2021: Lyrikpreis des Open Mike und Wortmeldungen-Förderpreis für: Nichts an einem Waldbrand ist unsichtbar. Samuel Kramer ist Mit-Verfasser:in des Hausacher Protokolls, einer polyphonen poetologischen Verortung der deutschsprachigen Spokenword-Literatur. 2025 erschien der Lyrikband endlich regen. Derzeit wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln. Lebt und arbeitet in Offenbach und Köln.

Olivia Laing

Olivia Laing (*1977 in Großbritannien) ist eine essayistisch arbeitende Autor:in, deren Werk Literatur, Kunstkritik und autobiografische Erfahrung verbindet. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Laing mit vielgelobten Büchern über Landschaft, Einsamkeit, Körperpolitik und Freiheit, in denen persönliche Erkundungen mit der Betrachtung von Kunst und Künstler:innen verknüpft werden. Neben Sachbüchern veröffentlichte Laing auch einen preisgekrönten Roman und schreibt regelmäßig für internationale Medien wie den Guardian, die Financial Times und die New York Times. Laing ist Mitglied der Royal Society of Literature, wurde mehrfach ausgezeichnet, in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Alexander Booth

Alexander Booth, ursprünglich aus Virginia, ist ein Dichter und Übersetzer, der 2013, nach vielen Jahren in Rom, nach Berlin gezogen ist. Seine Arbeiten sind zu lesen, u.a., in Zeitschriften wie A Public Space, Asymptote, Beloit Poetry Journal, Chicago Review, minor literature[s],Paris Review, undWorld Literature Today. Zu seinen Übersetzungen aus dem Deutschen, die mit Stipendien von dem Deutscher Übersetzerfonds sowie dem Österreichischen Bundesministerium für Kunst & Kultur und PEN America gefördert worden sind, gehören Bücher von Friederike Mayröcker, Jürgen Becker, Alexander Kluge, Gerhard Rühm, Lutz Seiler, und eine neue Version von Ludwig Wittgenstein’s Tractatus Logico-Philosophicus.

Dea Karina

Dea Karina erforscht die Klangerzeugung mit verschiedenen Instrumenten, darunter eine Zigarrenkistengitarre, Synthesizer und Gesang, überlagert von Effekten und Loops. Ihr besonderes Interesse gilt dem Diskurs über Themen wie Feminismus, Rassismus, Kolonisierung, Ernährung, indigene Völker und Cyborgs, den sie in ihrer Arbeit zum Ausdruck bringt. Neben ihrem Noise/Ambient-Noisy-Transmission-Soloprojekt produziert sie auch elektronische Musik unter dem Namen d3k4 und ist Teil des Londoner Experimentalduos Tujuh Kuda.Als Forscherin konzentriert sich Dea Karina auf die Anthropologie des Circuit-Bending als Ausdruck des Widerstands gegen die kapitalistische Logik der geplanten Obsoleszenz im globalen Norden und Süden. Dea Karina hat für Vice geschrieben und ist beim Jogja Noise Bombing Festival (2018 & 2020), SOTU Online Festival 2020, Waltham Forest Borough of Culture 2019, Muara Suara 2020 aufgetreten. Ihre Werke wurden von The Dark Outside (UK), Noise Bombing (Indonesien), Dubbed Tapes (Aotearoa) und Mindblasting Netlabel (Yogyakarta) veröffentlicht.

Mário Drgoňa

Mário Drgoňa studierte Szenisches Schreiben und Theaterdramaturgie an der Akademie der Darstellenden Künste in Bratislava, wo er derzeit auch unterrichtet. Seit 2020 arbeitet er als Dramaturg am Schauspiel des Slowakischen Nationaltheaters –Slovenské národné divadlo. Er schreibt und inszeniert für Theater und Rundfunk. Ebenfalls übersetzt er Stücke aus dem Englischen ins Slowakische. Sein Regiedebüt gab er mit der Uraufführung von Ferlingetti oder Lunapark im Kopf. Mário Drgoňa beschäftigt sich insbesondere in seinen eigenen Arbeiten mit der modernen Geschichte der Slowakei. Er leitete die Theaterkolumne des Magazins Kapitál. Er ist auch im Kulturmanagement tätig und leitete fünf Jahre lang das slowakische Festival für professionelles freies Theater, Fokus – Pokus. Am Schauspielhaus Wien zeichnet Mário Drgoňa für die österreichisch-slowakische Koproduktion Am Fluss als Dramaturg verantwortlich. 

Eva von Redecker

Eva von Redecker, geboren 1982, ist Philosophin und freie Autorin. Von 2009 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität und als Gastwissenschaftlerin an der Cambridge University sowie der New School for Social Research in New York tätig. 2020/2021 hatte sie ein Marie-Skłodowska-Curie-Stipendiatium an der Universität von Verona inne, wo sie zur Geschichte des Eigentums forschte. Eva von Redecker beschäftigt sich mit Kritischer Theorie, Feminismus und Kapitalismuskritik, schreibt Beiträge für u.a. »Die ZEIT« und ist regelmäßig in Rundfunk- und TV-Interviews zu hören. Seit Herbst 2022 richtet sie am Schauspiel Köln die philosophische Gesprächsreihe »Eva and the Apple« aus. Bei S. FISCHER erschien zuletzt ihr Buch »Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen« (2020) sowie ein Vorwort zur Jubiläumsausgabe der »Dialektik der Aufklärung«. Aufgewachsen auf einem Biohof, lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.

Burçin Tetik

Burçin Tetik ist eine Schriftstellerin und Journalistin aus Istanbul. Sie studierte Türkische Sprache und Literatur sowie Englische Sprache und Literatur an der Boğaziçi-Universität. Ihren Masterabschluss absolvierte sie in Anglistik an der Freien Universität Berlin. Ihre Geschichte “Eşçip”, die sich mit den Rechten der Frauen in einer dystopischen Zukunft befasst, gewann 2015 den ersten Platz im Science-Fiction-Story-Wettbewerb des Turkish Informatics Journal. Sie war damit die erste Frau, die diesen Preis erhielt. Im Jahr 2018 wurde ihre Kurzgeschichte “Half Hour” mit einem Sonderpreis von KaosGL ausgezeichnet. Sie hat für verschiedene Plattformen wie 5Harfliler, Amargi Magazine, bianet und für die tageszeitung geschrieben. Sie war Redakteurin bei der taz.gazete, der zweisprachigen Plattform von die tageszeitung. Ihr Kurzgeschichtenbuch “Annemin Kaburgası”, (“Die Rippen meiner Mutter”), wurde 2020 veröffentlicht. Derzeit setzt sie ihre journalistische Arbeit bei +90/Deutsche Welle fort. Ihr Schwerpunkt liegt auf Frauen- und LGBTI+-Rechten.

Tsitsi Dangarembga

Tsitsi Dangarembga, geb.1959 in Mutoko im heutigen Nordosten von Simbabwe, gehört zu den wichtigsten Schriftsteller*innen, Dramatiker*innen und Filmemacher*innen ihres Landes. Ihre international erfolgreiche Romantrilogie erzählt vom Aufwachsen und Leben einer nach Selbstbestimmung strebenden Frau im postkolonialen Simbabwe und veranschaulichen dabei die komplexen Unterdrückungsmechanismen von Gender, Kolonialismus und Rassismus. Der letzte Teil der Trilogie, ihr neuer Roman, „This Mournable Body“ (deutscher Titel: „Überleben“) wurde 2020 für die Shortlist des Booker Prize nominiert. Neben ihrer Arbeit als Autorin und Filmemacherin engagiert sich Tsitsi Dangarembga seit vielen Jahren für Freiheits- und Frauenrechte sowie politische Veränderung in Simbabwe. 2021 erhielt sie den PEN Pinter Prize sowie den PEN International Award for Freedom of Expression, mit dem Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, die trotz Verfolgung ihr Schreiben fortführen. Im Oktober 2021 wurde ihr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. 

Georg Stefan Troller

Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien geboren und machte eine Lehre als Buchbinder. Mit sechzehn, kurz nach den Novemberpogromen, floh er vor der nationalsozialistischen Verfolgung über die Tschechoslowakei nach Frankreich, im Gepäck Karl Kraus’ »Die letzten Tage der Menschheit«. 1941 erhielt er in Marseille ein amerikanisches Visum. In den USA wurde er 1943 zum Militärdienst eingezogen und kam als junger GI in einem Team von deutschsprachigen Gefangenenvernehmern nach Deutschland. Anschließend studierte er Anglistik und Theaterwissenschaften u. a. an der University of California in Los Angeles und begann als Reporter für Zeitungen und den Rundfunk zu arbeiten. Neben etlichen Dokumentarfilmen verfasste er zahlreiche Drehbücher (u. a. für Axel Cortis Trilogie »Wohin und zurück« und Robert Schindels Romanverfilmung »Gebürtig«) sowie mehrere Bände über Paris und seine Begegnungen mit Prominenten und Künstler*innen

Friedhelm Kemp

Friedhelm Kemp, geb. 1914 in Köln, wurde 1938 in München mit einer Arbeit über Baudelaire und das Christentum promoviert. Übersetzer von Maurice Scève, Gérard de Nerval, Charles Baudelaire, Charles Péguy, Simone Weil, Jean Paulhan, Pierre Jean Jouve, Yves Bonnefoy, Philippe Jaccottet, Louis-René des Fôrets u. a. Herausgeber der Werkausgaben von Baudelaire, Saint-John Perse, Marcel Jouhandeau, Clemens Brentano, Rahel Varnhagen, Else Lasker-Schüler, Konrad Weiß, Peter Gan; langjähriger Verlagslektor und Leiter der literarischen Abteilung des Bayerischen Rundfunks, Essayist, seit 1993 Honorarprofessor für Komparatistik in München. Auszeichnungen: 1996 Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres; 1998 Joseph-Breitbach-Preis.

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