Suchergebnisse
Ihre Suche nach "Politik" ergab 341 Treffer.
Die Ergebnisse sind nach Relevanz sortiert.
Pavel Kohout
Pavel Kohout, geboren 1928 in Prag, ist ein tschechischer und österreichischer Schriftsteller. Er studierte Philosophie in Prag und wurde als Journalist tätig. Er entstammt einer politisch engagierten Familie, war selbst Unterzeichner und Gründungsmitglied der Charta 77 und Wortführer des "Prager Frühlings", was zu seinem Ausschluss aus der Kommunistischen Partei 1969 führte. 1978 wurde er aus der Tschechoslowakei ausgewiesen, worauf er 1980 die österreichische Staatsbürgerschaft annahm. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und lebt heute in Wien und Prag.
Gabriele Stötzer
Gabriele Stötzer (zwischen 1973 und 1992 Kachold bzw. Stötzer-Kachold), geboren 1953 in Emleben, absolvierte eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin und begann ein Studium der Germanistik und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. 1976 wurde sie aus politischen Gründen relegiert, im Folgejahr wegen ihrer Proteste gegen die Biermann-Ausbürgerung zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach Veröffentlichungen in diversen Untergrundzeitschriften konnte erst 1989 ihr Prosadebüt "Zügel los" im Aufbau Verlag erscheinen. 2013 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Wolf Biermann
Wolf Biermann, geboren 1936 in Hamburg, lebte ab 1958 in der DDR, wo er als Liedermacher und Dichter tätig war. Nachdem er bereits 1965 mit einem Publikationsverbot belegt worden war, bürgerte die DDR Biermann 1976 aus, was zu großen Protesten in der ostdeutschen Kulturszene führte. In der Bundesrepublik erlangte Biermann als politischer Liedermacher große Bekanntheit. 2006 wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Marion Brasch
Marion Brasch, geboren 1961 in Berlin, ist Radiomoderatorin und Autorin. Sie entstammt einer Familie deutsch-österreichischer Kommunisten mit jüdischen Wurzeln, ihr Vater bekleidete diverse Ämter in der Kulturpolitik der DDR. Nach ihrem Abitur arbeitete Marion Brasch in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. Seit 1992 arbeitet sie bei Radio Eins. 2012 erschien ihr erster Roman „Ab jetzt ist Ruhe“.
François Bondy
François Bondy, 1915 in Berlin als Sohn tschechisch-ungarischer Eltern geboren, war Essayist, Journalist und Literaturkritiker. Er wuchs im Tessin bei Lugano auf, studierte in Paris und Zürich. Bis zu seiner Internierung 1941 und der anschließenden Ausweisung in die Schweiz lebte er als Redakteur in Paris, ab 1941 als politischer Redakteur bei der Zürcher Weltwoche. In der Folge schrieb er für zahlreiche schweizerische und deutsche Zeitungen und zeichnete sich als Europäer aus. Am 27. Mai 2003 starb Bondy in Zürich.
Erhard Schütz
Erhard Schütz, geboren 1946, ist ein deutscher Literaturwissenschaftler. Er studierte von 1967 bis 1972 Germanistik, Politikwissenschaften und Philosophie an den Universitäten Gießen und Würzburg, wurde 1975 promoviert und erlangte 1978 die Habilitation. Nach einigen Stationen an deutschen Universitäten wurde er 1996 an die Humboldt-Universität Berlin berufen, wo er seither Professor für Neuere Deutsche Literatur ist. Schütz schreibt als Literaturkritiker für die Zeitungen "Der Freitag", der "Tagesspiegel" und die Zeitschrift "das Magazin".
Matthias Greffrath
Matthias Greffrath, 1945 geboren, ist Essayist und Journalist. Er schreibt u.a. für die "Zeit", die "taz", die "Süddeutsche Zeitung". Er hat zwei Bücher über den französischen Philosophen Montaigne geschrieben und ist Verfasser einer gesellschaftspolitischen "taz"-Kolumne mit dem Titel "Das Schlagloch". Greffrath erhielt 1988 den renommierten Preis für Essayistik "Jean Amery".
Internationales Literaturfestival Berlin
Das Internationale Literaturfestival Berlin, kurz ILB, ist eines der wichtigsten Literaturfestivals der Welt. Jedes Jahr im September bringt das Festival in Berlin über 100 internationale Autor·innen für Buchpremieren, Lesungen und Paneldiskussionen zusammen. Auf dem ILB haben Literaturbegeisterte die außergewöhnliche Möglichkeit, kuratierte Einblicke in das faszinierende weltweite Literaturgeschehen zu gewinnen, und das seit über 25 Jahren. Wesentliche Neuerung ist seit 2024 die Ernennung des oder der Curator in Residence. Eine international besetzte Auswahlkommission wählt eine schriftstellerische Persönlichkeit, die ein Jahr lang eng mit dem Team zusammenarbeitet, einen Teil des Programms kuratiert und ein Leitthema für die jeweilige Festivalausgabe findet.
Das ILB spricht ein breites Publikum an, schafft Räume für neue Verbindungen und möchte Horizonte erweitern. Das Programm richtet sich an erwachsene Literaturinteressierte, das Junge Programm an Kinder und Jugendliche. Das Festival begrüßt jährlich rund 20.000 Besucher:innen. Das stilistische und thematische Spektrum des ILB ist einzigartig, ob Prosa, Lyrik, Nonfiction, Graphic Novel oder Kinder- und Jugendliteratur. Dazu kommen hochaktuelle wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Panels und Angebote zur Leseförderung und Literaturvermittlung. Das Internationale Literaturfestival Berlin ist ein wichtiger Akteur der Berliner Literaturszene und auch international von großer Bedeutung. So wurde das ILB beispielsweise vom Condé Nast Traveler Magazine in die Liste der 9 besten Literaturfestivals des Jahres 2024 aufgenommen.
Das Festival wird von seinem Trägerverein Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V. veranstaltet. Es wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds sowie zusätzlich eingeworbener Förderungen von Stiftungen, Kulturinstituten und Botschaften finanziert.
Mustafa Khalifa
Der syrische Schriftsteller und Aktivist Mustafa Khalifa wurde 1948 in Dscharābulus in der Nähe der türkischen Grenze geboren und wuchs in Aleppo auf. Bereits als Jugendlicher beteiligte er sich an politischen Aktionen und wurde zweimal verhaftet. Sein Jurastudium in Damaskus schloss er erst danach ab. 1979/1980 und 1981–1994 war er ohne Gerichtsprozess in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert, darunter im berüchtigten Militärgefängnis von Palmyra. Nach seiner Entlassung hatte er bis 2006 Ausreiseverbot, dann emigrierte er in die Vereinigten Arabischen Emirate und lebt seit 2011 in Paris.
Seine Erlebnisse und Eindrücke aus seiner Gefängniszeit verarbeitete er in seinem ersten Roman »Al-Qauqaʼa« (arab. 2008; dt. »Das Schneckenhaus«, 2019). Khalifa ist außerdem Autor politischer und publizistischer Texte. 2012 erschien seine Analyse »What if Bashar Assad Wins?«, in der er, ausgehend von einem hypothetischen Sieg des syrischen Regimes, die Konsequenzen auf innerstaatlicher Ebene gedanklich durchspielt. Außerdem veröffentlichte die Arab Reform Initiative 2013 Khalifas Studie »The Impossible Partition of Syria«, in der er eine mögliche Teilung Syriens als Katastrophe bewertet, da sie einen Frieden nicht wiederherstellen könne und zudem die Stabilität der Nachbarländer bedrohe. 2015 wurde Khalifa mit dem deutschen Ibn-Ruschd-Preis für freies Denken geehrt.
Edit invites Heike Geißler, Yannic Han Biao Federer und Sascha Macht
06. Mai 2022
Literarisches Colloquium Berlin
Moderation: Eva Tepest
In der Reihe STOFFE. Woraus besteht die Gegenwartsliteratur?
Besprochene Bücher: Tao, Die Woche, Spyderling