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Oleksandra Bienert

Oleksandra Bienert (*1983 in Chernivtsi) lebt seit 2005 in Berlin. Sie studierte Informatik in Kyiv (Diplom), Europäische Ethnologie und Public History (M.A.) und Fotografie in Berlin. Sie verfasst Essays und Analysen für die Portale „Ukraine verstehen”, „Gender v detalyah”, “Ukraine Analysen” zu den Themen Frauenrechte, Politik, Geschichte sowie zu deutsch-ukrainischen Beziehungen, in denen sie sich stark auch als Community-Aktivistin engagiert ist. In Zusammenarbeit mit anderen KollegInnen hat sie die Karte “Ukrainische Orte in Berlin” entworfen. Zurzeit schreibt sie ihre Doktorarbeit über weibliche Intellektuelle aus der Ukraine im Berlin der 1920er Jahre, engagiert sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Allianz Ukrainischer Organisationen und stärkt hauptamtlich als Trainerin für politische Bildung Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte. Oleksandra Bienert wurde 2022 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin für ihr langjähriges Engagement im Bereich der deutsch-ukrainischen Beziehungen ausgezeichnet.

Literaturhaus Basel

Im Literaturhaus Basel finden pro Jahr rund 100 Veranstaltungen statt. Den Schwerpunkt des Programms bilden Lesungen mit interessanten und relevanten Autor·innen aus dem Ausland, der Schweiz und der Region. Aktuelle Debatten gehören ebenso zum Programm wie Schreib- und Lesezirkel, Kindernachmittage, Schülerworkshops und literarische Spaziergänge. In der Reihe VorLaut stellen sich, analog zu Vorgruppen bei Popkonzerten, junge Stimmen vor. Zum Literaturhaus gehört das Café Kafka am Strand, wo man sich vor und nach den Veranstaltungen treffen und austauschen kann. Das Literaturhaus Basel wurde als erstes der Schweiz im Jahr 2000 gegründet. Es wird hauptsächlich vom Kanton Basel-Stadt und der Christoph Merian Stiftung finanziert. Es ist Mitglied des internationalen Netzwerks der Literaturhäuser. Getragen wird es vom Verein LiteraturBasel, der auch das Internationale Literaturfestival BuchBasel organisiert und gemeinsam mit dem SBVV den Schweizer Buchpreis vergibt. Es wird seit 2008 von Katrin Eckert geleitet.

Tsitsi Dangarembga

Tsitsi Dangarembga, geb.1959 in Mutoko im heutigen Nordosten von Simbabwe, gehört zu den wichtigsten Schriftsteller*innen, Dramatiker*innen und Filmemacher*innen ihres Landes. Ihre international erfolgreiche Romantrilogie erzählt vom Aufwachsen und Leben einer nach Selbstbestimmung strebenden Frau im postkolonialen Simbabwe und veranschaulichen dabei die komplexen Unterdrückungsmechanismen von Gender, Kolonialismus und Rassismus. Der letzte Teil der Trilogie, ihr neuer Roman, „This Mournable Body“ (deutscher Titel: „Überleben“) wurde 2020 für die Shortlist des Booker Prize nominiert. Neben ihrer Arbeit als Autorin und Filmemacherin engagiert sich Tsitsi Dangarembga seit vielen Jahren für Freiheits- und Frauenrechte sowie politische Veränderung in Simbabwe. 2021 erhielt sie den PEN Pinter Prize sowie den PEN International Award for Freedom of Expression, mit dem Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, die trotz Verfolgung ihr Schreiben fortführen. Im Oktober 2021 wurde ihr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. 

Horst Samson

Horst Samson wurde 1954 in der Bărăgansteppe geboren, wohin seine Familie deportiert worden war. Er arbeitete als Lehrer und Journalist, ist Herausgeber von Anthologien und übersetzt immer wieder aus dem Rumänischen (Ana Blandiana, Mircea Dinescu u.a.). Seit 1976 erschienen von ihm zwölf Gedichtbände. Als Kritiker des Ceaușescu-Regimes erhielt er 1985 Schreibverbot und wurde vom rumänischen Sicherheitsdienst mit Verhaftung und Mord bedroht. 1987 emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland und war 2006-14 Generalsekretär der Sektion deutschsprachige Länder des EXIL-PEN. 2018 widmete ihm der Pop-Verlag eine Monographie Heimat als Versuchung – Das nackte Leben, herausgegeben von Traian Pop, mit Beiträgen von Theo Breuer, Kurt Drawert, Franz Hodjak, Jan Kuhlbrodt u.v.a. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband In der Sprache brennt noch Licht (Ludwigsburg: Pop Verlag, 2021).

Sami Tchak

Sami Tchak (Pseudonym für Sadamba Tcha-Koura) wurde 1960 in Togo geboren. Er erwarb in Togo seine Licence in Philosophie und verteidigte 1993 seine Dissertation in Soziologie an der Universität Sorbonne-Paris V. Seit einigen Jahren widmet er sich dem Schreiben. Für seinen Roman "Le continent du Tout et du presque Rien" (2021) erhielt er 2022 den Prix Ivoire. Zu seinen weiteren Veröffentlichungen gehören "Place des Fêtes" (2001 ; dt. "Scheiß Leben", 2004) Hermina (2003), "La fête des masques" (2004), das 2004 mit dem Grand Prix Littéraire d’Afrique Noire ausgezeichnet wurde, "Le paradis des Chiots" (2006), für das er den Prix Ahmadou Kourouma erhielt. In "Ainsi parlait mon père" (2018) und "Les fables du moineau" (2020) kehrt Tchak erzählerisch in sein togoisches Dorf zurück. Seit 1986 lebt Sami Tchak in Frankreich.

Shashi Tharoor

Der indische Schriftsteller und Diplomat Shashi Tharoor wurde 1956 in London geboren, als sein Vater dort für die englischsprachige indische Zeitung »The Statesman« tätig war. Tharoor studierte in Indien und in den Vereinigten Staaten, wo er mit 22 Jahren in Jura promovierte und anschließend in den Dienst der Vereinten Nationen trat. Von 1997 bis 1998 war er Assistent von UNO-Generalsekretär Kofi Annan, 2002 wurde er von diesem zum Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der UNO ernannt. Tharoor bezeichnet Schreiben und seine Arbeit für die UNO als zwei gleichermaßen wichtige Aspekte seines Lebens. »Wenn ich das eine oder das andere aufgeben müsste, würde ein Teil meiner Seele sterben.« Sein Werk befasst sich mit einem zentralen Gegenstand: seiner Heimat Indien, das er in unterschiedliche literarische Gattungen kleidet: Neben Romanen verfasst er Zeitungsartikel, Kurzgeschichten, Sachbücher und wissenschaftliche Arbeiten. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1991 den Commonwealth Writers‘ Prize. Tharoor lebt in New York.

Eugene Ostashevsky

Eugene Ostashevsky, geboren 1968 in Leningrad, ist ein russisch-amerikanischer Dichter, der 1979 mit seiner Familie in die USA auswanderte, dort zweisprachig aufwuchs und an der Stanford University Komparatistik studierte. 2005 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband “Iterature”, 2008 “The Life and Opinions of DJ Spinoza”, darüber hinaus mehrere Chapbooks. 2006 erschien unter seiner Herausgeberschaft mit “OBERIU: An Anthology of Russian Absurdism” die erste englischsprachige Anthologie dieser Autoren. Ostashevsky übersetzt aus dem Russischen, etwa Wladimir Majakowski, Ossip Mandelstam, Daniil Charms, Arkadi Dragomoschtschenko, Alexander Vvedensky und Dmitri Golynko, sowie aus dem Italienischen, etwa Elisa Biagini. 2014 war er Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Eugene Ostashevsky lehrt neben dem eigenen Schreiben Literatur an der New York University und war 2016 der erste russisch-amerikanische Siegfried-Unseld-Gastprofessor an der Berliner Humboldt-Universität.

Kinga Tóth

Kinga Tóth wurde 1983 in Sárvár, Ungarn, geboren. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und unterrichtet deutsche Sprache und Literatur, arbeitet als Kommunikationsspezialistin und ist Lektorin für das Kunstmagazin Palócföld. Sie beschreibt sich selbst als (Klang-)Poetin und Illustratorin. Darüber hinaus ist sie Songwriter und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József Attila Kreises für junge Schriftsteller und aktives Mitglied bei zahlreichen anderen Projekten und Verbänden. Ihre Artikel wurden in Magazinen und auf Webseiten wie Palócföld, Prae.hu, Pluralica, Árgus, Irodalmi Jelen und Irodalmi Szemle veröffentlicht. Tóth ist Teilnehmerin des Austauschprogramms für Schriftsteller zwischen der Akademie Schloss Solitude und jungen ungarischen Schriftstellern in Budapest. Zu ihren Publikationen gehören “Zsúr” (Party) (2013) und “All Machine” (2014) und “The Moonlight Faces”. Zur Eröffnung des Stadtsprachen Festivals 2016 stellte sie mit einer Poesieperformance ihr erstes deutsches Buch “Wir bauen eine Stadt” vor, inzwischen tourte und veröffentlichte sie vor allem in Deutschland, Österreich und den USA und erhielt diverse Stipendien und Preise.

Ror Wolf

Ror Wolf, geboren 1932 in Saalfeld/Saale, ist ein deutscher Schriftsteller und Künstler. Nachdem ihm das Studium in der DDR verwehrt blieb und er zwei Jahre als Bauarbeiter dort gearbeitet hatte, emigrierte er im Jahr 1953 in die Bundesrepublik Deutschland. Dort schrieb er sich an der Universität in Frankfurt a.M. für Literatur, Soziologie und Philosophie ein, wo er begann, für die Studentenzeitschrift "Diskus" zu schreiben, bei der er bald Feuilletonredakteur wurde. Neben seiner schriftstellerischen Karriere war Ror Wolf auch Autor erfolgreicher Hörspiele, u.a. von "Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nordamerika", das mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet wurde und von 1961-63 Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk. Seit 2010 ist Wolf Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste, München. Heute lebt der Schriftsteller in Mainz. 

queeres lesen hören - Wege aus einer schweren Kindheit

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

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