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Ihre Suche nach "Drehbuch" ergab 30 Treffer.
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Francesca Melandri
Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht (u. a. »Prinzessin Fantaghirò«). Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, außer mir« wurde für den Premio Strega nominiert.
Jurek Becker
Jurek Becker wurde vermutlich am 30. September 1937 in Lodz geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Während seine Mutter 1945 umkam, traf er seinen Vater als Auschwitz-Überlebenden wieder und zog mit ihm nach Ost-Berlin. Von 1957-1960 studierte er an der Humboldt-Universität Philosophie, bis er diese aus politischen Gründen verlassen musste. 1969 erschien sein bedeutendster Roman "Jakob der Lügner", nachdem der Text als Drehbuch von der DEFA, bei der Becker seit 1962 beschäftigt war, abgelehnt worden war. Er starb am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby.
Ekaterina Sadur
Ekaterina Sadur, Tochter der russischen Prosaistin und Dramaturgin Nina Sadur, ist Autorin zahlreicher Romane und Erzählungen, deren Stil sie selbst als mystischen Realismus bezeichnet. Ihre Drehbücher und Theaterstücke werden Moskau und St. Petersburg aufgeführt. Sie ist Mitglied des internationalen Schriftstellerverbandes PEN und Preisträgerin des renommierten Alfred Toepfer Preises. Ekaterina Sadur war Stipendiatin der Alfred Toepfer Stiftung (2002), des Literarischen Colloquium Berlin (2003), der Universität Iowa – New York Open World (2004) und der Alfred Döblin Stiftung (2013). Sie lebt in Berlin und Moskau.
Vladimir Sorokin
Nach einem Ingenieurstudium arbeitete der 1955 in Bykowo bei Moskau geborene Vladimir Sorokin als Journalist und Buchillustrator, bevor in den siebziger Jahren seine literarische Laufbahn begann. Bekannt wurde er mit den Romanen "Die Schlange" (1985) und "Der himmelblaue Speck" (1999). Außerdem veröffentlichte er Kurzgeschichten, Essays, Theaterstücke und Drehbücher. Für sein Werk, das bisher in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde, hat er viele Preise erhalten, wie z.B. den Gorki-Preis.
Anton Hykisch
Anton Hykisch, 1932 in Banská Štiavnica (Schemnitz, Slowakei) geboren, studierte an der Hochschule für Ökonomie in Bratislava, arbeitete von 1962 bis 1969 als Redakteur des Slowakischen Rundfunks, war ab 1988 stellvertretender Leiter der Wirtschaftsabteilung des Verlages Mladé letá, später Verlagsleiter und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Generation 56, als Gegner des sozialistischen Realismus. Er war Mitglied des slowakischen Parlaments und erster slowakischer Botschafter in Kanada. Sein Werk umfasst Prosa, Essays, Sach- und Fachbücher, Drehbücher und Hörspiele.
Dorothee Wenner
Dorothee Wenner (*1961 in Stockum) lebt als freie Filmemacherin, Kuratorin und Journalistin in Berlin. Seit 1990 arbeitet sie im Auswahlkomitee des Internationalen Forums des Jungen Film sowie als Sonderbeauftragte für Indien/ Subsahara-Afrika für die Berliner Filmfestspiele, seit 2005 ist sie Jury-Mitglied des African Movie Academy Awards in Lagos, Nigeria. Als Kuratorin war sie u.a. für das Theater HAU Berlin, das Kino Arsenal sowie im Auftrag der Berliner Filmfestspiele und des Goethe Instituts Johannesburg tätig. Ihr jüngstes Werk ist die Webserie Kinshasa Collection (2017, Drehbuch, Regie und Darstellerin).
Werner Fritsch
Werner Fritsch, 1960 in Waldsassen geboren, ist ein deutscher Schriftsteller, Regisseur, Theater- und Hörspielautor. Sieben Jahre nach seinem Abitur, das er 1970 in Weiden absolvierte, erschien sein erster, vielbeachteter Roman "Cherubim". Seitdem folgten weitere Prosa- und Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher, für die er mit zahlreichen Preisen, u.a. 2010 mit einem Villa Massimo-, 2007 mit einem Arno-Schmidt-Stipendium und dem ARD Hörspielpreis ausgezeichnet wurde, 1999 wurde er bereits mit dem Theaterstipendium des Landes Baden-Württemberg, 1997 mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis, 1993 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und 1988 mit einem Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin bedacht. Fritsch lebt in Hendelmühle in der Oberpfalz und in Berlin.
Ina Hartwig
Ina Hartwig, geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne, und schrieb u.a. für die „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“ (2012). Für den Film „Die Geträumten“ (Österreich 2016) verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.
Georg Stefan Troller
Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien geboren und machte eine Lehre als Buchbinder. Mit sechzehn, kurz nach den Novemberpogromen, floh er vor der nationalsozialistischen Verfolgung über die Tschechoslowakei nach Frankreich, im Gepäck Karl Kraus’ »Die letzten Tage der Menschheit«. 1941 erhielt er in Marseille ein amerikanisches Visum. In den USA wurde er 1943 zum Militärdienst eingezogen und kam als junger GI in einem Team von deutschsprachigen Gefangenenvernehmern nach Deutschland. Anschließend studierte er Anglistik und Theaterwissenschaften u. a. an der University of California in Los Angeles und begann als Reporter für Zeitungen und den Rundfunk zu arbeiten. Neben etlichen Dokumentarfilmen verfasste er zahlreiche Drehbücher (u. a. für Axel Cortis Trilogie »Wohin und zurück« und Robert Schindels Romanverfilmung »Gebürtig«) sowie mehrere Bände über Paris und seine Begegnungen mit Prominenten und Künstler*innen
Nona Fernández
Nona Fernández wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Schauspielerin und gründete ein eigenes Ensemble, bevor sie 2000 mit dem Kurzgeschichtenband »El Cielo« (dt. »Der Himmel«, 2014) ihr schriftstellerisches Debüt vorlegte.
Zwei Jahre später folgte der Roman »Mapocho« (2002; dt. »Die Toten im trüben Wasser des Mapocho«, 2012), der mit dem Premio Municipal de Literatura ausgezeichnet wurde, einem der wichtigsten Literaturpreise Chiles. Hauptfigur des Romans ist die junge Chilenin Rucia, die der Liebe wegen nach Santiago reist – die Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Dort gerät sie in ein Labyrinth aus Erinnerungen, Geheimnissen und Lügen, das immer tiefer hineinführt in die Geschichte ihres Landes. Dass Nona Fernández auch als Drehbuch- und Theaterautorin tätig ist, spiegelt sich in ihrer Prosa: Eine Vorliebe für Dialoge, ein ökonomischer Umgang mit Sprache und Bilder von kinematografischer Qualität zeichnen ihre erzählenden Texte aus.
Ihr Theaterstück »Liceo de niñas« (UA 2015; dt. »Mädchenschule«, deutschsprachige Erstaufführung 2021), das Gegenwart und Vergangenheit Chiles, vertreten durch heutige und frühere Schülerinnen, miteinander in den Dialog treten lässt, war für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2022 nominiert. Zuletzt in deutscher Übersetzung erschienen ist der Roman »La dimensión desconocida« (2016, dt. »Twilight Zone«, 2024). Er spielt zur Zeit der Militärdiktatur in Chile und erzählt von einem Mitarbeiter der Geheimpolizei, der sich an die Journalistin einer oppositionellen Zeitschrift wendet, um seine Beteiligung an den brutalen Machenschaften des Regimes einzugestehen. »Durch ihre virtuose Verbindung von historischer Realität und literarischer Imagination konfrontiert Nona Fernández die Leser nicht nur mit einem dunklen Kapitel der Geschichte Chiles, sie öffnet das Thema auch für generelle Fragen des Umgangs mit historischen und kollektiven Traumata«, befand die »FAZ«. Der Roman wurde mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den National Book Award.
Nona Fernández lebt in Santiago de Chile.
Stand: April 2024