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Anton Hykisch

Anton Hykisch, 1932 in Banská Štiavnica (Schemnitz, Slowakei) geboren, studierte an der Hochschule für Ökonomie in Bratislava, arbeitete von 1962 bis 1969 als Redakteur des Slowakischen Rundfunks, war ab 1988 stellvertretender Leiter der Wirtschaftsabteilung des Verlages Mladé letá, später Verlagsleiter und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Generation 56, als Gegner des sozialistischen Realismus. Er war Mitglied des slowakischen Parlaments und erster slowakischer Botschafter in Kanada. Sein Werk umfasst Prosa, Essays, Sach- und Fachbücher, Drehbücher und Hörspiele.

Ulrich Horstmann

Ulrich Horstmann, 1949 geboren in Bünde, Westfalen, ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Er war Dozent an der University of South Africa in Pretoria, habilitierte sich 1981 und ist seit 1991 Professor für neuere englische und amerikanische Literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein schriftstellerisches Werk, das er seit 1976 veröffentlicht, zeichnet sich durch einen besonderen Weltekel und Nihilismus aus. Dazu zählen Essays, Romane, Gedichte, Theaterstücke und Übersetzungen. 1988 wurde er auf Anregung Günter Kunerts mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet.

Angela Krauß

Angela Krauß wurde 1950 in Chemnitz geboren. Nachdem sie an der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung in Berlin studierte, besuchte sie von 1976 bis 1979 das Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig. An den Universitäten Paderborn und Frankfurt a. M. hatte sie in den Jahren 2000 und 2004 die Poetik-Professur inne. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet,  seit 1981 lebt sie als freie Schriftstellerin in Leipzig.

Reinhard Kaiser

Reinhard Kaiser, geboren 1950 in Viersen am Niederrhein, ist Schriftsteller und Übersetzer. Er studierte Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Übersetzer und Lektor, unter anderem für die „Andere Bibliothek“. Er übersetzte zahlreiche sozialwissenschaftliche und belletristische Texte ins Deutsche, darunter Werke von Susan Sontag und Irene Dische. Sein erstes eigenes Buch „Der Zaun am Ende der Welt“ erschien 1989. Reinhard Kaiser ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

Wolfgang Hilbig

Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz, gestorben 2007 in Berlin, zählte zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seit 1979 arbeitete er als freier Schriftsteller in Ost-Berlin und Leipzig. Der Hauptteil seines Werkes wurde jedoch in Westdeutschland veröffentlicht. Hilbig erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Kranichsteiner Literaturpreis, den Bachmann- und den Fontanepreis. 2002 wurde ihm der  Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt verliehen.

Christiane Neudecker

Christiane Neudecker, geboren 1974 in Erlangen, studierte Regie an der Hochschule „Ernst Busch“ Berlin und arbeitet seit 2001 für das Berliner Künstlernetzwerk „Phase7 performing.arts“. 2005 erschien ihr erster Erzählband „In der Stille ein Klang“, 2008 folgte das Romandebüt „Nirgendwo sonst“. Für ihren Erzählband „Das siamesische Klavier“ erhielt sie 2010 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.   

Philipp Khabo Koepsell

Philipp Khabo Koepsell, geboren 1980 in Marburg, studierte Afrikawissenschaften und Englisch an der Humboldt-Universität und lebt heute als Performer, Dramaturg und Herausgeber in Berlin. Themenschwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind Afrofuturismus, Identität und der Umgang mit Rassismus und Rassismuserfahrungen in Deutschland. Als Dramaturg arbeitet Khabo Koepsell unter anderem für das Berliner Theater Ballhaus Naunynstraße. Sein erstes Buch „Die Akte James Knopf“ veröffentlichte er 2010. 2015 kuratierte er das Netzwerktreffen Erste Indaba Schwarzer Kulturschaffender.

Uwe Johnson

Uwe Johnson wurde 1934 im  damaligen Pommern geboren. er studierte Germanistik in Rostock und Leipzig und siedelte 1959 nach West-Berlin über. Mit seinem Roman „Mutmaßungen über Jakob“ und seinem Hauptwerk „Jahrestage“ wurde er zu einem der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegsliteratur. Uwe Johnson wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 1971 ausgezeichnet. Er starb am 23. Februar 1984 in Sheerness on Sea auf der englischen Insel Sheppey. 

Stanisław Lem

Stanisław Lem wurde 1921 im damals polnischen Lemberg als Sohn einer säkular-jüdischen Familie geboren. Die deutsche Besatzung überlebten sie mit gefälschten Papieren. 1946 debütierte er mit „Der Mensch vom Mars“. In der Folge wurde Lem zu einem der bedeutendsten polnischen Schriftsteller, Essayisten und Technikphilosophen. Sein Werk wird meist der Science-Fiction zugerechnet und wurde mit einer Vielzahl an Preisen ausgezeichnet. Stanisław Lem starb 2006 in Krakau.

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker wurde 1939 in Zürich geboren. Er war Professor für Biologie an der Universität Essen an, Direktor am UNO-Zentrum für Wissenschaft und Technologie in New York, Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik und Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Zudem war Ernst Ulrich von Weizsäcker von 1998 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestags und ist seit 2012 Ko-Präsident des Club of Rome. Für sein wissenschaftliches Werk und sein Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2009 das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

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