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Hilde Domin
04. Oktober 2004
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Hilde Domin
Moderation: Ulrich Ott
Besprochene Bücher: Sämtliche Gedichte, Das zweite Paradies. Roman in Segmenten, Aber die Hoffnung. Autobiographisches aus und über Deutschland
Studio LCB mit Klaus Modick
14. August 2008
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Klaus Modick
Gesprächspartner: Helmut Mörchen und Edo Reents
Moderation: Hubert Winkels
Besprochene Bücher: Die Schatten der Ideen
Studio LCB mit Pavel Kohout
04. September 1992
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Pavel Kohout
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Anton Hykisch, Jiri Grusa
Besprochene Bücher: Ich schneie, Wandersteine
Kamel Daoud
Kamel Daoud, 1970 in Mostaganem, Algerien, geboren, arbeitete lange Zeit als Journalist für Zeitungen wie den Quotidien d’Oran und andere. Nachdem er 2014 in Algerien für seine kritischen Artikel bedroht wurde, ging Daoud ins Exil nach Frankreich und widmete sich der Literatur. Für seinen ersten Roman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung wurde er von der Kritik gefeiert und unter anderem mit dem Prix Goncourt du Premier Roman ausgezeichnet. Für seinen Roman Huris erhielt er 2024 den Prix Goncourt.
Yavuz Ekinci
Yavuz Ekinci, geboren 1979 in Batman/Türkei, studierte Erziehungswissenschaft, arbeitet als Lehrer und belegt derzeit einen Masterstudiengang in Türkischer Sprache und Literatur. Er ist Herausgeber einer Publikationsreihe mit kurdischer Exilliteratur. Ekinci erhielt für seine Veröffentlichungen zahlreiche Preise, darunter den Yunus Nadi Story Award, den Human Rights Association Story Award sowie den Yasar Nabi Nayir Noteworthy Story Award.
Amir Gudarzi
Amir Gudarzi, 1986 in Teheran geboren, studierte ebendort szenisches Schreiben. Seit 2009 lebt er im Exil in Wien, wo er als vielfach ausgezeichneter (inzwischen) österreichischer Dramatiker und Autor arbeitet. 2021 war er Stipendiat im Literarischen Colloquium in Berlin und erhielt den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien, 2022 wurden ihm der Kleist-Förderpreis und der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis verliehen. ›Das Ende ist nah‹ ist sein erster Roman.
Yirgalem Fisseha Mebrahtu
Yirgalem Fisseha Mebrahtu, geboren 1981 in Adi-Keh/Eritrea, lebt heute in München. Von Dezember 2018 bis November 2021 war sie Stipendiatin des Writers in Exile-Programms. 2018 wurde sie als eine von fünf Schriftstellerinnen und Aktivistinnen vom PEN International ausgezeichnet. 2019 erhielt sie den Preis für Meinungsfreiheit des PEN Eritrea. 2020 und 2021 kam sie auf die Shortlist des Disturbing the Peace Award. Ihr Gedichtband Ich bin am Leben erschien 2023 im Verlag Wunderhorn, aus dem Tigrinischen von Kokob Semere, Miras Walid, Mekonnen Mesghena; in der Nachdichtung von Hans Thill.
Nuno Júdice
Nuno Júdice wurde 1949 in Mexilhoeira Grande an der portugiesischen Algarve geboren. Er studierte romanische Philologie und promovierte in Mediävistik an der Fakultät für Sozial- und Humanwissenschaften der Universidade Nova de Lisboa, wo er bis 2015 als außerordentlicher Professor französische und portugiesische Literatur lehrte. Seine ersten Gedichte verfasste Júdice mit acht Jahren. 1972 debütierte er mit dem Gedichtband »A Noção do Poema« (Ü: Der Begriff des Gedichts), dem bis heute mehr als dreißig Lyrikbände folgten. Seit 2009 leitet er die Literaturzeitschrift »Colóquio-Letras« der Fundação Calouste Gulbenkian. Júdice lebt in Lissabon.
Wendy Law-Yone
geboren 1947 in Mandalay, ist eine burmesische Autorin. Ihr Vater war Verleger von Burmas erster englischsprachiger Zeitung nach der Unabhängigkeit, die infolge des Militärputschs 1962 aufgelöst wurde. Sie verließ sie das Land fünf Jahre später als Staatenlose. In den USA publizierte ihre ersten Romane, in denen sie die Erfahrung der politischen Umwälzungen und des Exils beschreibt. 2015 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin an der Universität Bern. Wendy Law-Yone lebt heute in London und in der Provence.
Ernst Meister
Ernst Meister wurde am 03.09.1911 geboren. Seine Dissertation bei Karl Löwith konnte er aufgrund dessen Exilierung ab 1933 nicht beenden, seinen erste Gedichtband veröffentlichte er 1932. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg erreichte er mit seiner oft als hermetisch bezeichneten LYrik erst in den 1950er Jahren wieder eine größere Öffentlichkeit. 1979 wurde im postum der Georg-Büchner-Preis verliehen. Ernst Meister starb am 15.06.1979 in Hagen.