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Helga Schubert

Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, Fachpsychologin der Medizin. Ihre wichtigsten Veröffentlichungen sind »Lauter Leben« (1975), »Das verbotene Zimmer« (1982), »Judasfrauen« (1990), »Die Welt da drinnen« (2003) und »Vom Aufstehen« (2021). Sie wurde u. a. mit dem Heinrich-Greif-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis, dem Hans-Fallada-Preis, Ingeborg Bachmann-Preis und der Ehrendoktorwürde der Purdue University (USA) ausgezeichnet.

Anja Johannsen

Anja Johannsen (* 1974) hat Germanistik und Philosophie in Berlin, Dublin, Providence, R.I. (USA) und Freiburg i.B. studiert und wurde 2007 mit einer Arbeit über W.G. Sebald, Anne Duden und Herta Müller promoviert. Sie hat für in- und ausländische Verlage übersetzt und lektoriert und zu deutsch- und englischsprachiger Gegenwartsliteratur veröffentlicht. Sie unterrichtete an den Unis in Berlin, Hamburg und Paderborn und arbeitete von 2007 bis Anfang 2010 frei und vertretungsweise für das Literaturhaus Zürich. Seit Mai 2010 ist sie Geschäftsführerin und Programmleiterin des Literarischen Zentrums in Göttingen.

Maaza Mengiste

Maaza Mengiste, geb. 1971, flüchtete im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern vor der Äthiopischen Revolution. Den Rest ihrer Kindheit verbrachte sie in Nigeria, Kenia und den USA. Sie lebt in New York. 2020 war die Writer-in-residence im Literaturhaus Zürich.  2010 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Beneath the Lion's Gaze", der 2013 als "Unter den Augen des Löwen" in der deutschen Übersetzung von Andreas Jandl erschien. Ihr Roman "The Shadow King" stand 2020 auf der Shortlist des Man Booker Prize.

Michael Fehr

Michael Fehr, geboren 1982 und aufgewachsen in Bern, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und an der Hochschule der Künste Bern. Fehr ist Mitgründer von »Babelsprech«, einem Projekt zur internationalen Förderung junger Poesie, das er bis 2015 auch leitete. Seit 2013 ist er außerdem Juror des Literaturwettbewerbs Treibhaus. 2015 bis 2016 gehörte er dem Hausautorenkollektiv des Luzerner Theaters an. Er wurde mit zahlreichen Schweizer Literaturpreisen geehrt und war Stipendiat der Villa Aurora in den USA (2016), des Sangam House in Indien (2017) und der Landis & Gyr Stiftung in London (2018/2019). Der Autor lebt in Bern.

Gabriela Adameşteanu

Gabriela Adameşteanu wurde 1942 im rumänischen Târgu Ocna geboren. Sie studierte Rumänische Sprache und Literatur an der Universität von Bukarest und war anschließend als Redakteurin in Literatur- und Lexikonverlagen tätig. Für ihr gesellschaftliches Engagement wurde sie 2002 mit dem Hellman-Hammett-Stipendium von Human Rights Watch ausgezeichnet. Als Präsidentin des rumänischen PEN war sie je zweimal als Writer in Residence in die USA (Iowa City, 1990; Ledig House, 2004) und nach Frankreich (Arles, 2000; Saint-Nazaire, 2004) eingeladen. Gabriela Adameşteanu lebt in Bukarest.

Rosmarie Waldrop

Rosmarie Waldrop, 1935 in Kitzingen am Main geboren, wanderte 1958 nach Amerika aus, wo sie bisher über 40 Gedicht- und Prosa- Bücher veröffentlichte. Mit ihrem Mann, dem Dichter Keith Waldrop, begründete und leitet sie einen der bedeutendsten Verlage für zeitgenössische Dichtung in den USA: Burning Deck. Ein Schlüssel zur Sprache Amerikas ist nach Reproduktion von Profilen (Aufbau Verlag) ihr zweites Buch in Deutschland.

Ruth Klüger

Ruth Klüger wurde 1931 in Wien geboren. Gemeinsam mit ihrer Mutter überlebte sie Auschwitz und konnte 1945 aus dem Konzentrationslager Groß-Rosen fliehen. 1946 wanderte sie in die USA aus und promovierte dort 1967. Ruth Klüger war Professorin für deutsche Literatur in Princeton, an der University of California in Irvine und in Göttingen. Sie wurde unter anderem mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet und erhielt 2015 die Ehrendoktorwürde der Universität Wien. 2020 starb Ruth Klüger in Irvine.

Thomas Martin

Thomas Martin, geboren 1960 in Darmstadt, ist ein deutscher Paläontologe und Vizepräsident der Paläontologischen Gesellschaft. Er studierte Geologie und Paläontologie in Mainz und Tübingen und wurde 1991 in Bonn über die Schmelzmikrostruktur der Zähne von fossilen Nagetieren promoviert. 1992/93 war er Postdoktorand in Montpellier, danach habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin. Nach mehreren Forschungsaufenthalten in den USA wurde er 2006 auf den Lehrstuhl für Paläontologie in Bonn berufen.

Ernst Bloch

Ernst Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen geboren. Er war einer der prägenden deutschsprachigen Denker des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Geist der Utopie“, Das Prinzip Hoffnung“ und „Spuren“. Nach Exilstation in Zürich, Wien und Prag emigrierte er in die USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Professor für Philosophie in Leipzig. 1957 wurde er zwangsemeriert und kehrte nach einer Reise 1961 nicht mehr in die DDR zurück. Er nahm eine Gastprofessur an der Universität Tübingen an, wo er am 4. August 1977 starb.

Daniel Mendelsohn

Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er promovierte 1994 in Classical Studies und arbeitete als Kritiker u. a. für The New York Review of Books, das New York Magazine, für The New Yorker und die New York Times. 2006 erschien sein aufsehenerregendes, preisgekröntes Familien-Memoir „Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen“.

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