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Klaus Schlesinger
Klaus Schlesinger, geboren 1937 in Berlin, absolvierte eine Ausbildung zum Chemielaboranten und arbeitete anschließend an der Ost-Berliner Charité. Sein Debütroman "Michael" erschien 1971. Nach Protesten gegen die Biermann-Ausbürgerung wurde er 1979 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und lebte ab 1980 in West-Berlin. Neben Romanen und Erzählungen verfasste er vor allem Hörspiele. 2000 wurde ihm der Erich-Fried-Preis verliehen; im Jahr darauf starb Schlesinger in Berlin.
Gerulf Pannach
Gerulf Pannach, geboren 1948 in Arnsdorf, brach ein Jurastudium in Leipzig ab und war ab 1972 als freischaffender Künstler tätig. Seit 1969 verfasste er Texte für die Klaus Renft Combo. Für seine Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde er 1977 aus der DDR ausgewiesen. Er starb 1998 in Berlin.
Jens Sparschuh
Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973-78 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 wurde er in Berlin promoviert und arbeitet seither dort als freier Schriftsteller. Zu Zeiten der DDR war er engagierter Bürgerrechtler, was sich auch in seinen Romanen und Hörspielen zeigt: Sie kreisen vor allem um das Problem der persönlichen Freiheit. Sparschuh erhielt das Anna-Seghers-Stipendium der Akademie der Künste, den Ernst-Reuter-Hörspielpreis und 1989 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, durch den auch das westdeutsche Feuilleton auf den Autor aufmerksam wurde.
Deutsche Fragen (I)
23. Februar 1990
Literarisches Colloquium Berlin
Ein deutsch-deutsches Schriftstellertreffen mit Elke Erb, Yaak Karsunke, Martin Kurbjuhn, Richard Pietraß, Thomas Rosenlöcher und Bernd Wagner
Moderation: Claus-Ulrich Bielefeld
Besprochene Bücher: Der Mann und die Stadt
Literatur der Mauerrisse
08. Oktober 2015
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Gespräch mit Julia Schoch und Marcel Beyer
Moderation: Jan Bürger und Florian Höllerer
Präsentation: Nadja Grabsch
Deutsche Fragen (II)
25. Februar 1990
Literarisches Colloquium Berlin
Ein deutsch-deutsches Schriftstellertreffen mit Jacek Bochenski, Heinz Czechowski, Adolf Endler, Durs Grünbein, Wolfgang Hilbig, Gabriele Kachold, Uwe Kolbe und Klaus Schlesinger Moderation: Ulrich Janetzki
Besprochene Bücher: Vaterlandkanal
"ich fühle mich in grenzen wohl" - Prosa aus Berlin-Ost
13. März 1987
Literarisches Colloquium Berlin
Moderation: Claus-Ulrich Bielefeld
Lesung: Katja Lange-Müller, Frank-Wolf Matthies, Christa Moog und Bernd Wagner
„Alexanders neue Welten“
28. April 1993
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Fritz Rudolf Fries
Besprochene Bücher: Alexanders neue Welten. Ein akademischer Kolportageroman aus Berlin, Die Nonnen von Bratislava. Ein Staats- und Kriminalroman
Stille Post. Zum literarischen Leben im geteilten Berlin
13. Juli 2005
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung und Diskussion: Roland Berbig und Friedrich Christian Delius
Moderation: Helmut Böttiger
Besprochene Bücher: Stille Post – Inoffizielle Schriftstellerkontakte zwischen West und Ost
Monika Walter
Monika Walter, geboren 1942 in Berlin, war ab 1970 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR und hat dort zu Themen der Hispanistik (Pikareske, Cervantes, Ortega y Gasset) promoviert (1974) und habilitiert (1984). In den Jahren 1990-1991 war sie Mitarbeiterin im Zentrum für Literaturforschung Berlin, ab 1991-1993 Gastprofessorin am Lateinamerika-Institut der FU Berlin, an den Romanistik-Instituten in Heidelberg und Mainz, und Lehrbeauftragte in Hamburg. Im Jahr 1993 folgte die Berufung zur Professorin für romanische Literaturen am Institut für romanische Literaturwissenschaft der Technischen Universität Berlin. Letzte Buchpublikation: „Mit blinden Augen sehen. Wie Spanier und Franzosen ihre Islamgeschichte entdecken“.