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Matias Faldbakken

Der norwegische Schriftsteller und Künstler wurde 1973 in Hobro, Dänemark, geboren und wuchs in Hamar in Norwegen auf. Als Schriftsteller gab Faldbakken sein Debüt mit dem Roman »The Cocka Hola Company« (2001; dt. 2005), der mit »Macht und Rebel« (2002; dt. 2005) und »Unfun« (2008; dt. 2009) als »Skandinavische Misanthropie« eine Trilogie bildet. Faldbakken wurde u. a. mit dem Bjørnsonstipendet, dem ITB BuchAward und dem Norwegischen Kritikerpreis für Norwegische Literatur ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Oslo.

Andrej Angrick

Andrej Angrick, geboren 1962, ist seit 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er wirkte maßgeblich an der Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941–1944« mit und fungierte als Gutachter in den bundesdeutschen Ghettorentenverfahren. Er veröffentlichte u.a. "Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941 –1943. Dokumente der Einsatzgruppen, Bd. I-III" gemeinsam mit Klaus-Michael Mallmann u.a.

Herta Müller

Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf geboren, wuchs im rumänischen Banat auf und lebt als Autorin in Berlin. Die Schriftstellerin hat die totalitären Bedingungen der Ceausescu-Diktatur zu einem zentralen Thema ihres literarischen Werkes gemacht, das u.a. Prosa, Lyrik, Collagen und Essays umfasst. 1988 emigrierte Herta Müller in die Bundesrepublik Deutschland, debütierte mit "Niederungen" und erhielt seitdem zahlreiche Auszeichnungen. 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Francesca Melandri

Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht (u. a. »Prinzessin Fantaghirò«). Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, außer mir« wurde für den Premio Strega nominiert.

Klaus Wagenbach

Klaus Wagenbach, geboren 1930, absolvierte zunächst eine Buchhandelslehre bei Suhrkamp, studierte ab 1951 Germanistik, Archäologie und Kunstgeschichte und schloss das Studium mit einer Promotion über Kafka ab. Wagenbach arbeitete als Lektor, u.a. bei S. Fischer, und gründete im Jahr 1964 seinen eigenen Verlag in West-Berlin, mit dem er sich u.a. als Verleger der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und der sogenannten radikalen Linken, aber auch durch ein engagiertes Italien-Programm einen Namen machte. Seit 2002 leitet seine Frau Susanne Schüßler den Verlag, in dem er weiterhin als Lektor tätig ist. 

Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski, geboren 1945 in Rottweil, ist Biograph und Philosoph. Seine  Darstellungen über E.T.A.Hoffmann, Heidegger, Nietzsche und andere wurden von der Kritik als meisterhaft gerühmt, sind große Publikumserfolge geworden und machten ihn auch international bekannt. Ein größeres Publikum kennt Safranski auch als Gastgeber (zusammen mit Peter Sloterdijk) der ZDF-Sendung "Das philosophische Quartett".

Asfa-Wossen Asserate

Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus und damit direkter Nachfahre des letzten Kaisers von Äthiopien, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Der Bürgerkrieg zwang die Familie zur Emigration nach Deutschland, wo Asserate Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge studierte und in Frankfurt am Main promovierte. Die Revolution in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Heute ist er als Unternehmensberater tätig, sein Buch "Manieren" machte ihn als Autor bekannt.

Elias Canetti

Elias Canetti wurde 1905 im bulgarischen Russe geboren. 1938 emigrierte er nach London, wo er als britischer Staatsbürger bis in die 70er Jahre blieb. Elias Canetti debütierte 1936 mit dem Roman „Die Blendung“, 1960 folgte seine große Studie „Masse und Macht“. Weiter veröffentlichte er Aufzeichnungen („Die Stimmen von Marrakesch“, 1968) und einen breit angelegten autobiographischen Zyklus, beginnend mit  „Die gerettete Zunge“ 1979. Elias Canetti wurde 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er starb am 14. August 1994 in Zürich.

Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. 1997 veröffentlichte er sein Romandebüt "Beerholms Vorstellung". Im Jahr 2000 war er Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Sein 2005 erschienener Roman "Die Vermessung der Welt" machte ihn international bekannt. Kehlmann wurde u.a. mit dem Kleist-Preis 2006, dem Thomas-Mann-Preis 2008 und 2012 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet.

Erich Fried

Erich Fried, geboren 1921 in Wien, emigrierte nach dem Anschluss Österreichs nach London, wo er in Exilantenkreisen eine wichtige Rolle spielte. Im Exil erschien 1944 sein erster Gedichtband „Deutschland“. Von 1952 bis 1968 arbeitete Fried als Kommentator für die BBC. Gleichzeitig wurde er zu einem der wichtigsten deutschsprachigen politischen Lyriker der Nachkriegszeit. Seine kritischen Stellungnahmen zur Politik der Bundesrepublik und der Weltmächte sorgten immer wieder für  Kontroversen. 1987 wurde Erich Fried mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.  Er starb 1988 in Baden-Baden und wurde in London beigesetzt.

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