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Peter B. Schumann
Peter B. Schumann, geboren 1941 in Erfurt, ist Publizist, beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten in zahlreichen Fernseh- und Rundfunksendungen sowie in Zeitungsbeiträgen und Essays mit Lateinamerika und besonders mit seinen soziopolitischen und kulturellen Transformationsprozessen. Er hat u.a. publiziert: „Historia del cine latinoamericano“ (1987), „Jacobo Borges y la pintura venezolana“ (1987), zwei Anthologien über die neue chilenische Schriftsteller-Generation (1992) sowie über die kubanische Literatur der Insel und des Exils (1994). 2011 hat er (zusammen mit Peter W. Schulze) „Glauber Rocha e as culturas na América Latina“ veröffentlicht.
Ralf Klausnitzer
Ralf Klausnitzer, geboren 1967 in Leipzig, studierte von 1988 bis 1994 Philosophie in Rostow am Don (Russland) sowie Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Anschließend folgte eine Promotion mit seiner Dissertation zum Thema „Blaue Blume unterm Hakenkreuz. Die Rezeption der deutschen literarischen Romantik im Dritten Reich“. In den darauffolgenden Jahren arbeitete Ralf Klausnitzer als Mitarbeiter am DFG-Projekt „DISSERTATIONEN ONLINE“, zugleich war er beteiligt an der Projektgruppe „Der auktoriale Diskurs in vergleichender Sicht“ am Zentrum für Literaturforschung Berlin. Es folgte eine Habilitation mit der Schrift „Poesie und Konspiration. Beziehungssinn und Zeichenökonomie von Verschwörungsszenarien in Publizistik, Literatur und Wissenschaft 1750–1850“. Zwischen 2007 und 2008 war er Visiting Professor am German Department der Tamkang Universität, Taiwan. Seit 2014 ist Ralf Klausnitzer Hochschullehrer am Institut für deutsche Literatur an der HU, außerdem ist er Leiter der Arbeitsstelle Fachgeschichte. Er forscht und lehrt zur Geschichte des Wissens und der Wissenschaften, zu Text-Bild-Relationen und zu Großstadtliteratur und -medien.
Mustafa Khalifa
Der syrische Schriftsteller und Aktivist Mustafa Khalifa wurde 1948 in Dscharābulus in der Nähe der türkischen Grenze geboren und wuchs in Aleppo auf. Bereits als Jugendlicher beteiligte er sich an politischen Aktionen und wurde zweimal verhaftet. Sein Jurastudium in Damaskus schloss er erst danach ab. 1979/1980 und 1981–1994 war er ohne Gerichtsprozess in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert, darunter im berüchtigten Militärgefängnis von Palmyra. Nach seiner Entlassung hatte er bis 2006 Ausreiseverbot, dann emigrierte er in die Vereinigten Arabischen Emirate und lebt seit 2011 in Paris.
Seine Erlebnisse und Eindrücke aus seiner Gefängniszeit verarbeitete er in seinem ersten Roman »Al-Qauqaʼa« (arab. 2008; dt. »Das Schneckenhaus«, 2019). Khalifa ist außerdem Autor politischer und publizistischer Texte. 2012 erschien seine Analyse »What if Bashar Assad Wins?«, in der er, ausgehend von einem hypothetischen Sieg des syrischen Regimes, die Konsequenzen auf innerstaatlicher Ebene gedanklich durchspielt. Außerdem veröffentlichte die Arab Reform Initiative 2013 Khalifas Studie »The Impossible Partition of Syria«, in der er eine mögliche Teilung Syriens als Katastrophe bewertet, da sie einen Frieden nicht wiederherstellen könne und zudem die Stabilität der Nachbarländer bedrohe. 2015 wurde Khalifa mit dem deutschen Ibn-Ruschd-Preis für freies Denken geehrt.