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Sasha Marianna Salzmann
Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor:in, Essayist:in und Dramaturg:in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. Außer sich, Salzmanns Debütroman, wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, Im Menschen muss alles herrlich sein, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.
Helene Hegemann
Helene Hegemann, 1992 geboren, lebt in Berlin. 2008 gewann sie mit ihrem ersten Film »Torpedo« den Max-Ophüls-Preis. 2010 debütierte sie als Autorin mit dem Roman »Axolotl Roadkill«, der in 20 Sprachen übersetzt wurde. Die Verfilmung, bei der sie selbst Regie führte, wurde beim Sundance Festival 2017 mit dem World Cinema Dramatic Special Jury Award for Cinematography ausgezeichnet. 2013 veröffentlichte sie ihren zweiten Roman »Jage zwei Tiger«, 2018 folgte »Bungalow«, für den sie für den Deutschen Buchpreis nominiert war. 2021 schrieb sie in der KiWi Musikbibliothek über Patti Smith und Christoph Schlingensief, 2022 erschien ihr Kurzgeschichtenband »Schlachtensee«. Sie inszeniert für Oper, Theater und Film.
May Ayim
1960 in Hamburg geboren, war eine deutsche Lyrikerin und Aktivistin, Diplom Pädagogin und Logopädin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der Schwarzen deutschen Literatur und Bewegung, und als frühe Vertreterin des deutschsprachigen Spoken Word. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie den Gedichtband "blues in schwarz weiss" (1995) und war an verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen als Autorin und Herausgeberin beteiligt, darunter das Schlüsselwerk "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" (1986). Posthum erschienen der Gedichtband "nachtgesang" und die Essays "grenzenlos" und "unverschämt", sowie u.a. der Dokumentarfilm "Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie May Ayim" (1997). Der Nachlass befindet sich im Archiv der Freien Universität Berlin. May Ayim starb 1996 in Berlin.
Uwe Kolbe
Uwe Kolbe, geboren 1957 in Ost-Berlin, ist Lyriker und Prosaautor. Nach einem Sonderstudium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in den Jahren 1980/81 kam es 1982 zu einem Eklat durch die Veröffentlichung seines Textes "Kern meines Romans", woraufhin seine Lesungen vorerst praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. 1987 wurde ihm ein dreijähriges Visum gewährt, das er nutzte, um eine Reise in die USA zu unternehmen. Von dort erlebte er den Fall der Berliner Mauer. 1992 erhielt er das Stipendium der Villa Massimo, seither zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen. Von 1997 bis 2004 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen, heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin-Charlottenburg.
Mirko Bonné
Mirko Bonné, geboren 1965 in Tegernsee, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Hamburg. Sein vielfältiges Oeuvre umfasst neben viel beachteten Romanen Gedichtbände, Erzählungen, Aufsätze und Reisejournale. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Prix Relay (2008), dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2010) sowie dem Rainer-Malkowski-Preis (2014) ausgezeichnet. Außerdem übersetzt Bonné u.a. Sherwood Anderson, Emily Dickinson, John Keats, Grace Paley, Henry James und William Butler Yeats zahlreiche weitere Autoren aus dem Englischen und Französischen.
Katja Gloger
Katja Gloger, geboren in Koblenz, ist Journalistin und Buchautorin mit Schwerpunkt Osteuropa und Russland. Nach einem Studium der Osteuropageschichte lebte sie lange in Moskau, wo sie als Stern-Korrespondentin arbeitete und den politischen Umbruch nach dem Kalten Krieg aus nächster Nähe begleitete. Sie führte Gespräche mit Michail Gorbatschow, interviewte Boris Jelzin im Kreml und begleitete als erste westliche Journalistin Wladimir Putin über Monate. In ihren vielfach beachteten Büchern analysiert Gloger das Machtgefüge des Putinismus sowie die historisch belastete Beziehung zwischen Russland und Deutschland; zuletzt erschien Das Versagen, eine gemeinsam mit Georg Mascolo verfasste investigative Aufarbeitung der deutschen Russlandpolitik.
Subroto Saha
Subroto Saha ist Autor und Übersetzer, insbesondere von deutscher Literatur ins Bengalische. Als Lyrikübersetzer übersetzte er Hans Magnus Enzensberger und Erich Fried sowie eine Auswahl der Gedichte und Briefe von Paul Celan. Subroto Saha nahm an Projekten wie Social Translating (Thomas Melle), Poets Translating Poets (Jan Wagner) und Theaterübersetzung (Ronald Schimmelpfennig) teil. In Kolkata leitete er die erste TOLEDO-Übersetzerexpedition im Rahmen des Programms ›Cities of Translators‹ des Deutschen Übersetzerfonds. Momentan bereitet er Übersetzungen für eine Gedichtsanthologie von Paul Celan und für eine Auswahl der Gedichte von Durs Grünbein vor. Er erhielt ein Stipendium des TOLEDO-Mobilitätsfonds.
Valentijn Hoogenkamp
Valentijn Hoogenkamp (geboren 1986) ist Roman- und Theaterautor. Sein Debütroman Ich und Louis Claus, der 2021 in den Niederlanden erschien, wurde von Presse und Lesepublikum hochgelobt, ebenso sein zweites, sehr persönliches Buch Antiboy (noch nicht auf Deutsch erschienen), das er als »Coming-of-Gender-Geschichte« bezeichnet. Hoogenkamps Lyrik wurde auf zahlreichen Festivals wie Lowlands, Parade und Oerol vorgetragen. Sein Werk wurde mit dem El-Hizjra-Literaturpreis ausgezeichnet, war nominiert für den Anton-Wachter-Preis, den ITs Ro Theatre Award und wurde ausgewählt für Women Playwrights International Stockholm und Interplay Europe Madrid.
Natalia Maximova
Natalia Maximova ist Übersetzerin, (Konferenz-)Dolmetscherin für die Sprachen Russisch, Deutsch, Englisch und Autorin im Bereich Fremdsprachendidaktik. 1978 in Duschanbe (Tadschikistan) geboren, lebt sie seit 2001 in Berlin. Während ihrer Studien an der Staatlichen Pädagogischen Universität Novosibirsk, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität der Künste Berlin und der Universität Heidelberg befasste sie sich mit Sprach- und Literaturwissenschaft, verbaler und audio-visueller Kommunikation sowie Dolmetschen und Übersetzen. Als Literaturübersetzerin überträgt sie Lyrik und Prosa aus dem Russischen und Englischen ins Deutsche. Neben dem Literaturübersetzen gehört auch Sprachdidaktik zu ihren Interessenfeldern: Für die Cornelsen Schulverlage verfasste sie den deutsch-russischen Themenwortschatz „Давайте общаться!“ (2013) und interaktive Online-Übungen für Russischlerner (Dialog 2, 2017).
Umi Maisaroh
Maisaroh ist Autorin und Performerin. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Theaterwissenschaften vom Institut Seni Indonesia in Yogyakarta und einen Master-Abschluss von der Freien Universität Berlin. Ihre Texte werden online unter anderem von Asian Feminist Studio Art and Research veröffentlicht und auf der Antiracist Student Conference 2022 an der Humboldt Universität zu Berlin präsentiert. Im Jahr 2022 trat sie zusammen mit dem Kollektiv Soydivision in Aryati in den Uferstudios-Berlin, in Kiamat im Haus der Indonesischen Kulturen-Berlin und in TANAMANTRA am Waisenhausplatz, Pforzheim auf.