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Lothar Baier

Lothar Baier wurde 1942 in Karlsruhe geboren und war freier Autor. Er arbeitete für die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Zeit, den Merkur, den Berliner Freitag, den Deutschlandfunk und die Zürcher Wochenzeitung und galt als einer der größten Kenner der französischsprachigen Welt. 1982 wurde er als erster mit dem Jean-Améry-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Gerrit-Engelke-Preis. Am 11. Juli 2004 nahm Baier sich in Montreal das Leben.

Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden

Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden wurde 1951 in Geldrop in den Niederlanden geboren und gilt als einer der sprachmächtigsten und bedeutendsten zeitgenössischen Autoren der Niederlande. Bekannt wurde van der Heijden besonders durch seinen siebenbändigen Romanzyklus "De tandeloze tijd", auf deutsch "Die zahnlose Zeit", während dessen Entstehung er sich zeitweise in eine Zelle des ehemaligen Amsterdamer Untersuchungsgefängnisses am Amstelveenseweg einmietete. Seine ersten literarischen Gehversuche unternahm er in den 70er Jahren noch unter dem Pseudonym Patrizio Canaponi, unter dem er noch den niederländischen Literaturpreis für das beste Erstlingswerk (Anton-Wachterprijs) für seinen Erzählband "Eine Gondel in der Herrengracht" erhielt.

Ulf Poschardt

Ulf Poschardt, 1967 geboren, ist Journalist und Buchautor. In den 90er Jahren wurde sein Buch "DJ Culture" über die elektronische Musik ein großer Erfolg. Er war Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und leitete die deutsche "Vanity Fair". Heute ist er Herausgeber der Zeitschriften "Rolling Stone", "Musicexpress" und "Metal Hammer".

Literarisches Colloquium Berlin

Seit mehr als fünfzig Jahren ist das Literarische Colloquium Berlin tief im Berliner Literaturleben verwurzelt und strahlt zugleich weit über die Stadt hinaus. Die Gründerzeitvilla am Wannsee ist ein experimentierfreudiger Ort für eine Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen – ob Buchvorstellung, Open-Air-Festival, Leseparcours auf kleinen Bühnen oder Comic-Vernissage, ob ein Deutschlandfunk-Gespräch in der Reihe »Studio LCB«, eine politische Gesprächsreihe, das Dramatiker·innenlabor oder die Gartenmesse »Kleine Verlage am Großen Wannsee«.

In Wechselwirkung mit dem Programm des Hauses entsteht seit langen Jahren die Literaturzeitschrift »Sprache im technischen Zeitalter«. Alljährlich findet außerdem die Autorenwerkstatt Prosa statt, alle zwei Jahre werden der von Günter Grass gestiftete Alfred-Döblin-Preis (in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste) und der von Jörg A. Henle gestiftete Preis für Literaturkritik vergeben.

Das LCB ist ein internationales Residenzhaus und verbindet sein Angebot an Gästezimmern mit einer Reihe von Stipendienprogrammen für Autor·innen und Übersetzer·innen aus dem In- und Ausland. Gleichzeitig zieht das Haus auch selbst in die Welt und initiiert regelmäßig Reiseprojekte und Austauschprogramme, ursprünglich mit dem Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa.

Eine entscheidende Rolle spielt der Bereich Übersetzerförderung: Die Berliner Übersetzerwerkstatt, das Internationale Übersetzertreffen oder der Übersetzertag haben im LCB-Jahr ihre festen Plätze. Ganz in diesem Sinne entstand im Haus der Deutsche Übersetzerfonds, der seit mehr als 20 Jahren Stipendien- und Workshopangebote entwickelt und mit dem TOLEDO-Programm Übersetzer·innen im Austausch der Kulturen unterstützt.

Seit 2006 bietet das Portal Literaturport.de über tausend Autor·innen einen digitalen Hafen, mit neuen Texten, Veranstaltungskalender, Navigator durchs Preise- und Stipendienangebot und Vernetzung der internationalen Literaturszenen Berlins.

queeres lesen hören - Autoren

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor:in, Essayist:in und Dramaturg:in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. Außer sich, Salzmanns Debütroman, wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, Im Menschen muss alles herrlich sein, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Zuletzt erhielt sie den Mondseer Lyrikpreis und im September 2018 den Eichendorff-Literaturpreis. Im Berlin Verlag erschienen ihr vielbeachtetes Romandebüt »Restwärme« (2014), der Lyrikband »Gespür für Licht« (2016) sowie ihren zweiter Roman »Nach Onkalo« (2017), der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Kerstin Preiwuß ist Mitglied des P.E.N..

Helene Hegemann

Helene Hegemann, 1992 geboren, lebt in Berlin. 2008 gewann sie mit ihrem ersten Film »Torpedo« den Max-Ophüls-Preis. 2010 debütierte sie als Autorin mit dem Roman »Axolotl Roadkill«, der in 20 Sprachen übersetzt wurde. Die Verfilmung, bei der sie selbst Regie führte, wurde beim Sundance Festival 2017 mit dem World Cinema Dramatic Special Jury Award for Cinematography ausgezeichnet. 2013 veröffentlichte sie ihren zweiten Roman »Jage zwei Tiger«, 2018 folgte »Bungalow«, für den sie für den Deutschen Buchpreis nominiert war. 2021 schrieb sie in der KiWi Musikbibliothek über Patti Smith und Christoph Schlingensief, 2022 erschien ihr Kurzgeschichtenband »Schlachtensee«. Sie inszeniert für Oper, Theater und Film.

May Ayim

1960 in Hamburg geboren, war eine deutsche Lyrikerin und Aktivistin, Diplom Pädagogin und Logopädin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der Schwarzen deutschen Literatur und Bewegung, und als frühe Vertreterin des deutschsprachigen Spoken Word. Zu Lebzeiten veröffentlichte sie den Gedichtband "blues in schwarz weiss" (1995) und war an verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen als Autorin und Herausgeberin beteiligt, darunter das Schlüsselwerk "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" (1986). Posthum erschienen der Gedichtband "nachtgesang" und die Essays "grenzenlos" und "unverschämt", sowie u.a. der Dokumentarfilm "Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie May Ayim" (1997). Der Nachlass befindet sich im Archiv der Freien Universität Berlin. May Ayim starb 1996 in Berlin.

Uwe Kolbe

Uwe Kolbe, geboren 1957 in Ost-Berlin, ist Lyriker und Prosaautor. Nach einem Sonderstudium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in den Jahren 1980/81 kam es 1982 zu einem Eklat durch die Veröffentlichung seines Textes "Kern meines Romans", woraufhin seine Lesungen vorerst praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. 1987 wurde ihm ein dreijähriges Visum gewährt, das er nutzte, um eine Reise in die USA zu unternehmen. Von dort erlebte er den Fall der Berliner Mauer. 1992 erhielt er das Stipendium der Villa Massimo, seither zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen. Von 1997 bis 2004 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen, heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin-Charlottenburg.

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Dichterlesen.net ist ein digitales Tonarchiv zum Nachhören literarischer Veranstaltungen aus über 60 Jahren deutscher und internationaler Literaturgeschichte.

PROJEKTTRÄGER

Eine Initiative des Literarischen Colloquiums Berlin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Literaturhaus Basel, dem Literaturhaus Stuttgart, der Stiftung Lyrik Kabinett München und dem internationalen literaturfestival berlin.

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