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Claudia Dathe
Claudia Dathe studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch, Polnisch) in Leipzig, Pjatigorsk (Russland) und Krakau und Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management in Leipzig. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Kasachstan und der Ukraine. Während ihrer Tätigkeit in Kiew eignete sie sich Ukrainisch an und begann sie mit eigenen literarischen Übersetzungen. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin für Ukrainisch und Russisch und führt Seminare für deutsche und ukrainische Übersetzer durch. Claudia Dathe hat u. a. die ukrainischen Autoren Serhij Zhadan, Olexandr Irwanez, Tanja Maljartschuk und Maria Matios ins Deutsche übersetzt.
Lana Bastašić
Lana Bastašić, 1986 in Zagreb, Kroatien, als Kind serbischer Eltern geboren, wuchs nach dem Zerfall Jugoslawiens in Bosnien auf und lebte zuletzt viele Jahre in Barcelona. Sie hat bisher zwei Erzählbände und einen Lyrikband veröffentlicht, für die sie mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet wurde. Bastašić ist Herausgeberin des spanischen Literaturmagazins »Carn de cap« und Mitbegründerin von »3+3 sisters«, einem Projekt, das Autorinnen aus dem Balkan fördert. Mit ihrem Debütroman »Fang den Hasen« (Uvhati zeca) stand sie auf der Shortlist des NIN-Award, Serbiens renommiertesten Literaturpreis, und erhielt 2020 den Literaturpreis der Europäischen Union. Bastašić ist derzeit Writer in Residence in Zürich.
Jakob Ziguras
Jakob Ziguras wurde 1977 als Sohn polnisch-griechischer Eltern in Wrocław geboren. Ziguras’ Gedichte erschienen außerdem in einer Reihe von Anthologien, darunter »Contemporary Australian Poetry« (2016), »The Best Australian Poems« (2014/2015) und »Incroci di poesia contemporanea 2010–2015« (2015). Er wurde 2013 mit dem David Harold Tribe Poetry Award und 2011 mit dem Harri Jones Memorial Prize ausgezeichnet. 2016 war er Writer in Residence im Château de Lavigny. Anschließend hielt er sich in seiner Geburtsstadt Wrocław auf, wo er an seinem dritten Buch »Venetian Mirrors« (Ü: Venezianische Spiegel) sowie den Übersetzungen diverser polnischer Lyriker arbeitete. Der Autor lebt in Wrocław
Hala Mohammad
Hala Mohammad wurde in der syrischen Hafenstadt Latakia geboren. Sie studierte Film an der Université Paris VIII Vincennes-Saint-Denis und war danach als Kostümdesignerin, Drehbuchautorin und Regieassistentin für Abdellatif Abdul-Hamid tätig. 1994 wandte sich Hala Mohammad auch der Dichtung zu. Als Journalistin ist Mohammad außerdem für verschiedene arabische Zeitungen tätig. Zudem führte sie Regie bei mehreren Dokumentarfilmen wie zum Beispiel bei »Qat’at Halwa« (A Piece of Sweet, 2006) und »Rihla fi al-Thakira« (Journey into Memory, 2006), einem Porträt politischer Häftlinge in Syrien. Hala Mohammad lebt in Paris.
John Wray
John Wray wurde 1971 in Washington, D.C., geboren, wuchs in Buffalo auf und machte am Oberlin College in Ohio seinen Abschluss in Biologie. Danach arbeitete er u. a. als Taxifahrer in Alaska und unterrichtete Deutsch sowie Spanisch in New York. Für sein Romandebüt »The Right Hand of Sleep« (2001; dt. »Die rechte Hand des Schlafes«, 2002) wurde Wray mit dem Rome Prize der American Academy und dem Whiting Writers’ Award ausgezeichnet. Der Autor veröffentlichte außerdem Kurzgeschichten und Essays. Sowohl amerikanischer als auch österreichischer Staatsbürger, lebt er gegenwärtig in Mexiko-Stadt.
Claudia Piñeiro
Die argentinische Schriftstellerin Claudia Piñeiro wurde 1960 in Buenos Aires geboren. Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete sie als freie und später feste Redakteurin für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender. Als Schriftstellerin debütierte sie 2003 mit dem Roman »Tuya« (dt. »Ganz die Deine«, 2009). Piñeiros zweiter, mit dem Premio Clarín ausgezeichneter Roman »Las viudas de los jueves« (2005) erschien 2010, als Argentinien Gastland der Frankfurter Buchmesse war, unter dem Titel »Die Donnerstagswitwen« in deutscher Übersetzung und avancierte zum Bestseller in mehr als ein Dutzend Ländern.
Für ihr literarisches Werk wurde Piñeiro mit zahlreichen Preisen geehrt, neben ihren Romanen schrieb Theaterstücke und Kinderbücher. Die Autorin lebt in Buenos Aires.
Frida Nilsson
Frida Nilsson, geboren 1979 in Hardemo, Schweden, entdeckte schon früh, angeregt durch die Arbeit ihres Vaters als Journalist und Theaterautor, ihre Leidenschaft für das Theater. Nach dem Abitur gab sie Theaterkurse für Kinder, arbeitete als Moderatorin von Kindersendungen für das Radio und von 2005 bis 2010 für das Kinder-Wissensmagazin »Hjärnkontoret« (Ü: Das Oberstübchen) im staatlichen Fernsehen. Sie war überdies als Synchronsprecherin tätig. Während viele ihrer frühen Kinderbücher ursprünglich für das Radio verfasst wurden, werden ihre Kinderbücher mittlerweile umgekehrt erfolgreich für das Radio vertont. Frida Nilsson erhielt u. a. die Kröte des Monats (2010), den White Raven (2012), den Astrid-Lindgren-Preis (2014) sowie die Nils-Holgersson-Plakette (2016). Sie lebt auf der Insel Mörkö.
Felwine Sarr
Felwine Sarr ist senegalesischer Wissenschaftler und Schriftsteller. Er lehrt an der Université Gaston Berger, Saint-Louis, Senegal. Sein Essay Afrotopia (Philippe Rey 2016, dt. Matthes & Seitz 2019) zur Neupositionierung afrikanischen Denkens und Wissens hat weltweit große Resonanz gefunden. Mit Achille Mbembe hat er 2016 die "Ateliers de la pensée" in Dakar gegründet. Ende 2018 erschien sein mit Bénédicte Savoy verfasster und von Präsident Macron in Auftrag gegebener, international viel beachteter Bericht zur Restitution des afrikanischen Kulturerbes (dt. Die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes, Matthes & Seitz 2019). Als Romanautor hatte er 2009 sein Debüt mit Dahij (Gallimard).
Jonathan Franzen
Jonathan Franzen, geboren 1959, ist ein US-amerikanischer Romanautor und Essayist. Er schreibt regelmäßig Essays, Kurzgeschichten und Reportagen für das Magazin The New Yorker. Für seinen Weltbestseller „Die Korrekturen“ wurde Franzen vielfach von Kritikern gelobt und erhielt 2001 den National Book Award. 2013 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Welt-Literaturpreis ausgezeichnet, 2015 erhielt er den EuroNatur-Preis für seinen Einsatz zum Schutz der Wildvögel. Franzen ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien.
Dino Pešut
Dino Pešut, 1990 in Sisak, Kroatien geboren, studierte Dramaturgie an der Akademie der Dramatischen Künste der Universität Zagreb. Seit 2011 arbeitet er an zahlreichen Projekten des Zagreb Youth Theatre und war an Ko-Produktionen mit Künstlern aus Pittsburgh, Braunschweig und New York beteiligt. Mit seinem ersten Stück „Pritisci moje generacije“ (The pressures of my generation) wurde er 2012 zum Forum junger Autoren Europas der Theaterbiennale Wiesbaden eingeladen. Für sein Stück „(Pret)posljednja panda ili statika“ (Der (vor)letzte Panda oder Die Statik) erhielt Pešut den Marin-Držic-Preises, der vom kroatischen Kulturministerium vergeben wird. Sein erster Roman „Poderana koljena“ (Scratched Knees) wurde 2018 veröffentlicht. Pešut lebt in Berlin.