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Wolfgang Reinke
Wolfgang Reinke, geboren 1974 in Güstrow, arbeitete Mitte der 1990er Jahre als Reportagefotograf für Menschenrechtsorganisationen. Seit Ende der 90er Jahre ist er als freischaffender Autor und Regisseur sowie als Produzent von Dokumentarfilmen tätig. Sein erster Dokumentarfilm "Märchen vom Fischlein" wurde 2004 beim ZDF-Das Kleine Fernsehspiel ausgestrahlt. Es folgten "Nicht böse sein!" (VG Bild+Kunst Schnittpreis 2008, gemeinsam mit Ginés Olivares) sowie die BKM-geförderten Kurzfilme "Siegesfeiern" (2012) und "Deutschlandlied" (2015), der Dokumentarfilm "Krisis" feierte 2018 Premiere. Sein Corona-Tagebuch "SLO-MO" hat er gerade, zumindest im Rohschnitt, fertiggstellt.
Zmicier Vishniou
Der belarussische Prosaschriftsteller, Dichter und Künstler ist eine wichtige literarische Stimme in Belarus. Er war Mitbegründer der literarischen Bewegung „Bum-Bam-Lit“, die zu den bedeutendsten Phänomenen der belarussischen Literatur der 1990er Jahre gehörte. Er ist Autor von neun Büchern in weißrussischer Sprache, darunter der jüngste Anti-Roman „If You Look Closer – Mars is Blue“ (2018). Von 2007 bis 2022 war Zmicier Vishniou Leiter von Halijafy – einem der führenden unabhängigen Verlage in Belarus. Auf Deutsch sind bisher Gedichte in verschiedenen Anthologien, Essays und sein Roman „Das Brennesselhaus“ (luxbooks, 2014) erschienen. Seit Juli 2022 ist Zmicier Vishniou Stipendiat im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN.
Nikolai Klimeniouk
Nikolai Klimeniouk, geboren 1970 in Sewastopol auf der Krim, studierte in Berlin Anglistik, Amerikanistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität und Slawistik an der Humboldt-Universität. Seit 1996 schreibt er über Kultur und Politik. Er war Redakteur bei Forbes Russia, beim Moskauer Stadtmagazin Bolschoj Gorod und beim unabhängigen regierungskritischen Online-Magazin PublicPost.ru, das im Juni 2013 auf politischen Druck hin geschlossen und vom Netz genommen wurde. Seit 2014 lebt er wieder als freier Autor in Berlin. Er schreibt für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die FAZ, die NZZ und andere deutsche und internationale Medien. Außerdem ist er als politischer Bildner tätig.
Burcu Argat
Burcu Argat ist Schriftstellerin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie wurde in der Türkei geboren und studierte in Istanbul Jura. Neben ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin arbeitete sie in der Türkei als freie Autorin. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Berlin. In 2021 schloss sie ihre Weiterbildung für Kulturmanagement der Deutschen Akademie für Management ab. Für ihren Romanentwurf “Solange die Zeit stehenbleibt” hat sie das Arbeitsstipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für Literatur in nichtdeutscher Sprache erhalten. Sie entwickelt und leitet Kulturprojekte und kuratiert Ausstellungen. “Ich bin aus Mitte” (Mitte Museum), “30 kg” (Humboldt Forum), “Die ewige Migrantin” und “Berlin in der türkischen Literatur” sind einige ihrer Projekte.
Cécile Wajsbrot
Cécile Wajsbrot (geb. 1954 in Paris) studierte in Paris vergleichende Literaturwissenschaften. Sie lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie schreibt auch Hörspiele, die in Frankreich sowie in Deutschland gesendet werden. . Mit ihrem Roman Zerstörung, einer Dystopie, (2020) hat sie eine Pentalogie, Haute Mer, abgeschlossen. Ihr Roman Nevermore (2021) wurde in der Übersetzung von Anne Weber 2022 mit dem Übersetzungspreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
Isabel Fargo Cole
Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, ist eine US-Amerikanische, in Berlin lebende Autorin und Übersetzerin. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie in Chicago und Russisch und Neuere Deutsche Literatur in Berlin. Sie hat unter anderem Wolfgang Hilbig und Franz Fühmann ins Englische übersetzte. Ihre erste Novelle „Ungesichertes Gelände“ erschien 2013 bei mikrotext. Bei Edition Nautilus erschien 2017 ihr Debütroman „Die grüne Grenze“, der für den Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt 2017 und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert wurde. Isabel Fargo Cole lebt seit 1995 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin.
Jakob Ziguras
Jakob Ziguras wurde 1977 als Sohn polnisch-griechischer Eltern in Wrocław geboren. Ziguras’ Gedichte erschienen außerdem in einer Reihe von Anthologien, darunter »Contemporary Australian Poetry« (2016), »The Best Australian Poems« (2014/2015) und »Incroci di poesia contemporanea 2010–2015« (2015). Er wurde 2013 mit dem David Harold Tribe Poetry Award und 2011 mit dem Harri Jones Memorial Prize ausgezeichnet. 2016 war er Writer in Residence im Château de Lavigny. Anschließend hielt er sich in seiner Geburtsstadt Wrocław auf, wo er an seinem dritten Buch »Venetian Mirrors« (Ü: Venezianische Spiegel) sowie den Übersetzungen diverser polnischer Lyriker arbeitete. Der Autor lebt in Wrocław
Hala Mohammad
Hala Mohammad wurde in der syrischen Hafenstadt Latakia geboren. Sie studierte Film an der Université Paris VIII Vincennes-Saint-Denis und war danach als Kostümdesignerin, Drehbuchautorin und Regieassistentin für Abdellatif Abdul-Hamid tätig. 1994 wandte sich Hala Mohammad auch der Dichtung zu. Als Journalistin ist Mohammad außerdem für verschiedene arabische Zeitungen tätig. Zudem führte sie Regie bei mehreren Dokumentarfilmen wie zum Beispiel bei »Qat’at Halwa« (A Piece of Sweet, 2006) und »Rihla fi al-Thakira« (Journey into Memory, 2006), einem Porträt politischer Häftlinge in Syrien. Hala Mohammad lebt in Paris.
Lana Bastašić
Lana Bastašić, 1986 in Zagreb, Kroatien, als Kind serbischer Eltern geboren, wuchs nach dem Zerfall Jugoslawiens in Bosnien auf und lebte zuletzt viele Jahre in Barcelona. Sie hat bisher zwei Erzählbände und einen Lyrikband veröffentlicht, für die sie mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet wurde. Bastašić ist Herausgeberin des spanischen Literaturmagazins »Carn de cap« und Mitbegründerin von »3+3 sisters«, einem Projekt, das Autorinnen aus dem Balkan fördert. Mit ihrem Debütroman »Fang den Hasen« (Uvhati zeca) stand sie auf der Shortlist des NIN-Award, Serbiens renommiertesten Literaturpreis, und erhielt 2020 den Literaturpreis der Europäischen Union. Bastašić ist derzeit Writer in Residence in Zürich.
Claudia Dathe
Claudia Dathe studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch, Polnisch) in Leipzig, Pjatigorsk (Russland) und Krakau und Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management in Leipzig. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Kasachstan und der Ukraine. Während ihrer Tätigkeit in Kiew eignete sie sich Ukrainisch an und begann sie mit eigenen literarischen Übersetzungen. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin für Ukrainisch und Russisch und führt Seminare für deutsche und ukrainische Übersetzer durch. Claudia Dathe hat u. a. die ukrainischen Autoren Serhij Zhadan, Olexandr Irwanez, Tanja Maljartschuk und Maria Matios ins Deutsche übersetzt.