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Florian Scheibe

Florian Scheibe, geboren 1971 in München, studierte Kulturwissenschaft und Geschichte in Bremen und Paris sowie Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). 2012 erschien sein Debütroman Weiße Stunde, mit dem er für den Debütpreis im Buddenbrookhaus nominiert war. Ein Jahr später wurde er mit dem Romanprojekt Kollisionen zur LCB-Autorenwerkstatt eingeladen. 2016 erschien dieser Roman bei Klett Cotta. Sein dritter Roman Der Biss wurde im Frühjahr 2022 bei btb veröffentlicht.

Radmila Radovanović

Radmila Radovanović ist Kulturmanagerin und Übersetzerin, die seit 2017 in Berlin wohnt. Seit 2018 arbeitet sie zusammen mit dem Netzwerk Traduki, das den literarischen Austausch zwischen Südosteuropa und dem deutschsprachigen Raum fördert. Im Jahr 2019 war sie Projektleiterin und Programmassistentin für die Konferenz Debates on Europe in Belfast.

Alain Damasio

Alain Damasio wurde 1969 in Lyon geboren. Sein Studium an einer Wirtschaftshochschule brach er ab, um zu schreiben. In seinem Werk, das maßgeblich vom französischen Philosophen Gilles Deleuze beeinflusst ist, widmet er sich vor allem der Organisation der Welt und des menschlichen Zusammenlebens. Er entwirft oftmals dystopisch wirkende Zukunftsszenarien, die ihre politische Dimension entfalten, indem sie Phänomene unserer Zeit aufgreifen und weiterdenken. Das Spiel mit der französischen Sprache – beispielhaft hierfür ist Alain Damasios Vorliebe für Wortneuschöpfungen – ist ein weiteres typisches Element seines Werks. Der Autor lebt in Marseille.

László F. Földényi

László F. Földényi, 1952 in Debrecen (Ungarn) geboren, ist Kunsttheoretiker, Literaturwissenschaftler und Essayist. Er zählt zu den bedeutendsten ungarischen Intellektuellen und leitet als Professor den Lehrstuhl für Kunsttheorie an der Akademie für Theater und Film, Budapest. Er ist Herausgeber der gesammelten Werke von Heinrich von Kleist in ungarischer Sprache und u.a. Friedrich-Gundolf-Preisträger. Seit 2009 ist er Mitglied der der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für sein Werk Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften wird er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2020 ausgezeichnet.

Mehdi Moradpour

Mehdi Moradpour studierte Physik und Industrietechnik in Nur und Qazvin im Iran und ab 2004 Hispanistik, Soziologie, Amerikanistik und Arabistik in Leipzig und Havanna. Er ist als Autor, Übersetzer und Dolmetscher für Farsi/Persisch und Spanisch tätig. Für seine Stücke erhielt er 2015 den Jurypreis des 3. Autorenwettbewerbs der Theater St. Gallen und Konstanz, 2016 den exil-DramatikerInnenpreis der WIENER WORTSTAETTEN, 2017 den Christian-Dietrich-Grabbe-Preis und 2018 den Preis des EURODRAM-Netzwerks.

Octavio Paz

Octavio Paz wurde 1914 in Mexiko-Stadt geboren. Von 1950 bis 1968 war er im diplomatischen Dienst, den er aus Protest gegen die blutige Niederschlagung der Studentenbewegung quittierte. Sein Werk umfasst Lyrik, Prosa sowie politsche Essay und gehört zu den bedeutendsten lateinamerikanischen Werken des 20. Jahrhundert. 1981 wurde ihm der Cervantes-Preis, 1990 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Octavio Paz starb am 19. April 1998 in Mexiko-Stadt.

Stefan Heym

Stefan Heym, geboren 1913 in Chemnitz, musste Deutschland 1933 verlassen und studierte ab 1935 in den USA. In den Folgejahren veröffentlichte er literarische Werke in englischer Sprache. Ab 1953 lebte Heym in der DDR. Aufgrund eines Veröffentlichungsverbotes erschienen ab 1965 die meisten seiner Werke zuerst in der Bundesrepublik. Sein Roman "Fünf Tage im Juni" (1974) behandelt den Volksaufstand 1953 in der DDR. In den 1980er Jahren unterstützte Stefan Heym die Bürgerrechtsbewegung, auch nach der Wende war er politisch aktiv. Er starb 2001 in En Bokek (Israel).

Elisabeth Plessen

Elisabeth Plessen wurde 1944 in ein holsteinisch-mecklenburgisches Adelsgeschlecht geboren. Erste Bekanntheit erlangte sie durch die Herausgabe der "Ungeschriebenen Memoiren" Katia Manns. Ihr Debütroman „Mitteilungen an den Adel“ wurde sowohl bei Kritik als auch beim Publikum ein großer Erfolg. Neben weiteren Prosawerken und Gedichten übersetzte Elisabeth Plessen viele Theaterwerke, die meist von ihrem Lebensgefährten Peter Zadek inszeniert wurden.

Sezer Duru

Sezer Duru ist eine türkische Übersetzerin und wurde 1942 in Istanbul geboren. Sie übertrug unter anderem Werke Thomas Bernhards, Hans Magnus Enzensbergers, Max Frischs und Bertolt Brechts ins Türkische, war für ARD und ZDF als politische Korrespondentin tätig, war lange Jahre Vorsitzende des türkischen PEN und begründete 1996 den International Writer and Translator Council „Waves of the Three Seas“ auf Rhodos. 2014 wurde ihr übersetzerisches Gesamtwerk mit dem Tarabya Übersetzerpreis ausgezeichnet.

Norbert Miller

Norbert Miller wurde 1937 geboren, war Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie an der TU Berlin, wurde 2006 emeritiert. Er ist Herausgeber vieler Werke über Jean Paul, Daniel Defoe und Henry Fielding, mit Joachim Sartorius und Thomas Geiger Herausgeber der Zeitschrift Sprache im Technischen Zeitalter und Mitherausgeber der Münchner Ausgabe der Werke Goethes. 1963 gründete er mit Walter Höllerer das Literarische Colloquium Berlin. Miller lebt in Berlin. 

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