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Ihre Suche nach "Vater-Sohn-Geschichte" ergab 9 Treffer.

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Studio LCB: Feridun Zaimoglu

10. März 2025
Literarisches Colloquium Berlin

Sohn ohne Vater
Gesprächspartner∙innen: Marianna Lieder und Ulrich Gutmair
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Besprochene Bücher: Sohn ohne Vater

Saleem Haddad

Saleem Haddad, geboren 1983 in Kuwait. Der Sohn einer irakisch-deutschen Mutter und eines libanesisch-palästinensischen Vaters verbrachte prägende Jahre in Jordanien, Kanada und Großbritannien. Für Ärzte ohne Grenzen leistete er humanitäre Arbeit in Syrien, im Jemen und im Irak. Haddad schreibt auf Englisch, sein erster Roman „Guapa“ erschien 2016.

Ralph Tharayil

Ralph Tharayil, 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz geboren, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel und arbeitete währenddessen als Autor, Theaterschaffender und Musiker, später als Texter in Hamburger Werbeagenturen. Er entwickelt, auch in Kollaborationen, Konzepte und Texte für Audioformate und Performances und schreibt Prosa und Lyrik, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Preis für Prosa beim 25. open mike. „Nimm die Alpen weg“ ist sein literarisches Debüt, für das er mit einer Einladung zur Autor:innenwerkstatt des LCB, dem Alfred Döblin-Stipendium und der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet wurde. Ralph Tharayil lebt in Berlin.

Maxim Biller

Maxim Biller wurde 1960 in Prag geboren. Nach dem gewaltsamen Ende des »Prager Frühlings« zog die Familie 1970 nach Deutschland. Biller studierte in Hamburg und München Literaturwissenschaft. Nach Abschluss der Deutschen Journalistenschule in München schrieb er erste Beiträge für »DIE ZEIT«, den »Spiegel« und die Kolumne »100 Zeilen Hass« für das Magazin »Tempo«. In der Sammlung »Die Tempojahre« (1991) sind seine bissigen Kommentare, u. a. zu Pop- und Akademikerliteratur und der Bequemlichkeit des Post-68er-Common-Sense nachzulesen. Mit »Land der Väter und Verräter« (1994) und »Deutschbuch« (2001) folgten weitere provokante Betrachtungen. Biller veröffentlichte außerdem Kinderbücher und Dramen und präsentierte sich mit den »Maxim Biller Tapes« (2004), einer CD mit Songs und Gedichten, als Liedermacher. Er schrieb 18 Jahre lang für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« die Kolumne »Moralische Geschichten«. Seine Werke wurden in 16 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. 2015/2016 war er Teilnehmer des »Literarischen Quartetts« im ZDF, 2018 hatte er die Heidelberger Poetikdozentur inne. Biller lebt in Berlin.

Abdulrazak Gurnah

Abdulrazak Gurnah ist Literaturnobelpreisträger und Professor emeritus für englische und postkoloniale Literatur. Er wurde 1948 in Sansibar [dem heutigen Tansania] geboren. Mit achtzehn Jahren floh er während der Sansibar-Revolution nach Großbritannien. Dort studierte er zunächst am Christ Church College in Canterbury und dann an der University of Kent, wo er sich 1982 mit einer Arbeit über westafrikanische Literatur promovierte. Von 1980 bis 1983 lehrte er an der Bayero University Kano in Nigeria, dann wurde er Professor für Englische und Postkoloniale Literatur an der University of Kent.

Mit dem Schreiben begann Gurnah nach seiner Übersiedlung nach Großbritannien. Aus Heimweh notierte er zunächst seine Gedanken in einem Tagebuch, dann entwickelten sich seine Reflexionen zu fiktiven Geschichten, aus denen schließlich sein erster Roman »Memory of Departure« [1987] entstand. Bereits hier schlägt er das Thema aller folgenden Werke an – die Auseinandersetzung mit den Traumata von Kolonialismus, Krieg und Vertreibung. Dabei machte er das Englische zur Sprache seiner Literatur, integrierte jedoch auch Suaheli, Arabisch und Deutsch in seine Texte. Vielfach sind seine Geschichten an der Küste Ostafrikas angesiedelt, seine Protagonisten oft entwurzelt und einsam.

Die Handlung von »Paradise« [1994; dt. »Das verlorene Paradies«, 1996/2021] spielt in Ostafrika Ende des 19. Jahrhunderts. In der Coming-of-Age-Geschichte wird der zwölfjährige Yusuf, benannt nach dem Propheten Yusuf im Koran, zu einem »Onkel« in die Stadt geschickt, da sein Vater sich verschuldet hat. In der fein abgestuften Gemengelage aus afrikanischen Muslimen, christlichen Missionaren und indischen Geldverleihern versucht er sich zurechtzufinden. Zurückgekehrt von einer riskanten Karawanenreise, wird er schließlich mit einer neuen Realität konfrontiert – der deutschen Kolonialherrschaft. Gurnahs Roman »By the Sea« [2001; dt. »Ferne Gestade«, 2002] ist eine Geschichte über Liebe und Verrat, über Heimatverlust und Fremdheit: Zwei Männer aus Sansibar, die in Großbritannien Asyl gesucht haben und deren Familien in der Heimat in einen jahrzehntelangen zermürbenden Streit um ein Haus verwickelt waren, tauschen Erinnerungen an ihre Jugend und die Flucht aus und bemühen sich um eine Versöhnung. »Afterlives« [2020; dt. »Nachleben«, 2022] erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die im Schatten der kolonialen Weltordnung um ihre Unversehrtheit kämpfen. Differenziert beleuchtet Abdulrazak Gurnah dabei auch die Rolle deutscher Siedler und Soldaten bei der Kolonialisierung Ostafrikas.
Gurnahs jüngster Roman »Theft« [2025; dt. »Diebstahl«, Ü: Eva Bonné] erzählt die Geschichte drei junger Menschen, die im postkolonialen Ostafrika aufwachsen.

Gurnah wurde 2006 zum Fellow der Royal Society of Literature gewählt, war mehrfach für den Booker Prize nominiert und erhielt 2021 den Nobelpreis für Literatur »für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Flüchtlingsschicksals in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten«. Der Autor lebt in Canterbury.

Stand: 2025

Unterhaltungen deutscher Eingewanderten

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „Unterhaltungen deutscher Eingewanderten“; ein audiovisueller Parcours von Marica Bodrožić und Deniz Utlu

Mütter, Väter, Geschichten. Kristine Bilkau und Anne Reinecke in Lesung und Gespräch

24. April 2018
Literarisches Colloquium Berlin

Moderation: Bernadette Conrad

Besprochene Bücher: Eine Liebe, in Gedanken, Leinsee

Literatur der Mauerrisse

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „Literatur der Mauerrrisse“; ein audiovisueller Parcours von Marcel Beyer und Julia Schoch

Uns gehört die Zukunft

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum Schüler·innen des Amos-Comenius-Gymnasiums erkunden in einem Workshop das Online-Tonarchiv Dichterlesen.net und bringen eigene Gedanken zu Papier und ins Mikro.

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Dichterlesen.net ist ein digitales Tonarchiv zum Nachhören literarischer Veranstaltungen aus über 60 Jahren deutscher und internationaler Literaturgeschichte.

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