Zwiesprachen VII: Jan Wagner über Ted Hughes

16. März 2016
Stiftung Lyrik Kabinett

Die deutschsprachige Gegenwartslyrik empfängt wichtige Impulse aus einer lebendigen Auseinandersetzung mit den Dichtern der internationalen Tradition. Die Reihe „Zwiesprachen“ fragt: Wer wird gelesen? Wer begeistert?
Eine Reihe des Lyrik Kabinetts, München.

Programmtext

„Ted Hughes (1930-1998) wurde mit den Birthday Letters, in denen er seine tragische Ehe mit Sylvia Plath verarbeitete, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, war aber mit seinen früheren Werken – darunter Lupercal, Wodwo und Crow – längst zu einem der eigenwilligsten und einflussreichsten Dichter der englischen Sprache des letzten Jahrhunderts geworden. Seine Tiergedichte über Hecht, Fuchs und Jaguar sind legendär, seine sinnliche und kraftvolle Bildsprache, mit der er sich der Natur wie den eigenen Abgründen stellt, seine Verbindung von lyrischer Eleganz mal mit roher Energie, mal mit verblüffender Zärtlichkeit der Welt und ihren Wesen gegenüber, hat mich seit jeher beschäftigt – und begeistert.“ So begründet Jan Wagner die Wahl seines Zwiesprachen-Autors. Wagner, geb. 1971, lebt als Lyriker, Essayist, Herausgeber, Übersetzer und Kritiker in Berlin. Er veröffentlichte zuletzt Regentonnenvariationen (2014) und Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015 (2016).

Personen auf dem Podium