Studio LCB: 40 Jahre Akzente - 30 Jahre LCB

14. Dezember 1993
Literarisches Colloquium Berlin

Autoren: Jürgen Becker, Hans Bender, Walter Höllerer
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Ulrich Janetzki, Michael Krüger, Reinhard Lettau, Dietger Pforte

Programmtext

Im Frühjahr 1954 erschien das erste Heft der Zeitschrift "Akzente". Unter den Herausgebern Hans Bender und Walter Höllerer avancierte sie sehr bald zum Sprachrohr der Gruppe 47 einerseits, zum anderen zu einer einzigartigen Galerie internationaler Literatur in deutscher Übersetzung. Seit 1981 gibt Michael Krüger diese nach wie vor wichtigste deutschsprachige "Zeitschrift für Dichtung" der Nachkriegszeit allein heraus - 30 Jahre alt ist in diesem Jahr das Literarische Colloquium geworden. Walter Höllerer, Gründer des LCB, Ulrich Janetzki, Geschäftsleiter seit 1986 und Jürgen Becker, der dem LCB seit 30 Jahren eng verbunden ist, sprechen über Geschichte und Gegenwart des Hauses.

Weiterführende Information

Thema der Sendung: 40 Jahre "Edition Akzente" und 30 Jahre LCB. Walter Höllerer und Hans Bender erzählen u. a. wie die erste Nummer der Literaturzeitschrift "Akzente" entstand. Beide berichten detailliert über das Literatendasein in den 50ern. Und sie erläutern die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen der Entstehung der Zeitschrift und der Gründung des LCB. Diese Radiosendung wird geprägt durch ihren geschichtlichen Hintergrund und anekdotischen Charakter: Zum Beispiel berichten Walter Höllerer und der bekannte Lyriker Jürgen Becker von der schwierigen Organisation der ersten Sitzung der Gruppe 47 im Haus am Wannsee, zu der man beispielsweise den Herausgeber des "Spiegel" Rudolf Augstein eingeladen hatte (der aber zu dem Zeitpunkt im Gefängnis saß), oder wie die Kubakrise die Stimmung der ersten Lesungen im Literarischen Colloquium beeinflusste. Der Schriftsteller Reinhard Lettau und der Herausgeber Dietger Pforte kommen kurz zu Wort.

Personen auf dem Podium