Studio LCB mit Ginka Steinwachs und Thomas Kling

23. Juni 1992
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Ginka Steinwachs und Thomas Kling
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Hubert Winkels


Ginka Steinwachs hatte kurz vor der Sendung ihre Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Weiterführende Informationen

Ein relevanter Aspekt, der schon im ersten Teil dieser Studio-LCB-Aufnahme zur Sprache kommt, ist die Erörterung der häufig ratlosen, aber mit Lob versehenen Kritiker-Reaktionen auf das dichterische Schreiben Thomas Klings. Er selber bezeichnet die Rezeption als "Satire", was Hajo Steinert dann ein klein wenig indigniert zur Kenntnis nimmt. Das ist keineswegs eine hilflose und arrogante Autorengeste - wie man zunächst vermuten könnte. Dem Zuhörer wird dieser Aspekt einerseits verständlich durch die Lesung Klings, andererseits durch die Diskussion im dritten Teil der Sendung. Da erklärt nämlich Hubert Winkels die Reaktionen der Rezensenten als Ergebnis einer zwanghaften Suche nach Bedeutungen, während andere Gesichtspunkte dieser Lyrik nicht wahrgenommen würden. An einer anderen Stelle diskutieren  die Teilnehmer über Humor und Doppelbödigkeit in literarischen Texten. Kling und Winkels geben einmal ihre Verwunderung zum Ausdruck, dass das Publikum über Klings Gedichte nicht lacht.

Programmtext

Ginka Steinwachs ist Autorin mehrerer Theaterstücke und Montageromane. "G-L-Ü-C-K. rosa prosa. Originalfälschung" ist soeben in der Edition Suhrkamp erschienen. Der Deutschlandfunk sendet die Lesung und das Gespräch mit dem Lyriker Thomas Kling ("brennstabm", Suhrkamp Verlag) und dem Kritiker Hubert Winkels am 4. Juli um 20.05 (MW 810 KHz und Kabel).

Personen auf dem Podium