Verzeichnis einiger Verluste. Judith Schalansky im Studio LCB

23. Oktober 2018
Literarisches Colloquium Berlin

Im Gespräch: Jutta Person und Alexander Cammann
Moderation: Maike Albath

Programmtext

Was bleibt, wenn etwas ganz und gar vorbei ist? Die Schriftstellerin Judith Schalansky befasst sich in ihrem neuen Buch »Verzeichnis einiger Verluste« (Suhrkamp) mit Dingen, die der Welt abhandengekommen sind. Dazu zählen Gebäude, wie der Palast der Republik, Texte, wie die Lieder von Sappho, eine Insel, die irgendwann im Meer versank oder eine Tierart, die ausstarb. Schalanskys ungewöhnliche Spurensuche führt an überraschende Orte und stellt Menschen in den Mittelpunkt, die sich im Abseits halten und sich dem Vergessen entgegenstemmen. Auch die versunkene DDR, in die Judith Schalansky 1980 hineingeboren wurde, ist Gegenstand ihrer erzählerischen Recherche. Erforscht hatte sie dieses Terrain bereits in ihrem Roman »Der Hals der Giraffe« (Suhrkamp). Einen internationalen Bestseller landete die Schriftstellerin, die auch als Herausgeberin und Herstellerin der Buchreihe »Naturkunden « sehr erfolgreich ist, bereits mit ihrem »Atlas der abgelegenen Inseln« (Matthes & Seitz, 2009). Wie sich die Welt heute katalogisieren ließe, diskutiert Judith Schalansky mit der Literaturkritikerin Jutta Person und Alexander Cammann, Feuilletonredakteur bei der Zeit.

Personen auf dem Podium