Wildniß, Nadelstich & Schlangensprache: Ein Abend zur lyrischen Landschaft Thüringens

05. Juli 2021
Stiftung Lyrik Kabinett

Mit Daniela Danz und Christian Rosenau
Veranstaltung im Lyrik Kabinett, München

Programmtext

Der literarische Mikrokosmos Thüringens ist von kaum überschaubarer Reichhaltigkeit – von Heinrich von Morungen im 12. Jahrhundert über Goethe, Schiller, die Jenaer Frühromantik und Literatur aus dem KZ Buchenwald, u.a. von Dietrich Bonhoeffer, bis in die Gegenwart zu Ror Wolf oder Wulf Kirsten. Das Lyrik Kabinett freut sich, zwei besonders spannende dieser aktuellen Thüringer Stimmen zu Gast haben zu dürfen:

Daniela Danz, geboren 1976 in Eisenach, studierte Kunstgeschichte und Germanistik, arbeitete als Kunsthistorikerin und Museumsleiterin und lehrt an der Universität Hildesheim. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen (Rainer-Malkowski-Preis 2014; Günter Kunert Preis 2021). Formbewusst, experimentierfreudig und feinfühlig greifen ihre Gedichte weit und tief in die Landschaft und vor allem auch in die Geschichte hinein. Für ihren Band Wildniß (Wallstein 2020) wurde sie mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet. Im Lyrik Kabinett hielt Danz 2016 eine Zwiesprache zu Friedrich Hölderlin.

Christian Rosenau, geboren 1980 in Weimar, studierte Musik und arbeitet als freischaffender Schriftsteller, Musiker und Musikpädagoge. Seine Lyrik verbindet einen soghaften rhythmisch-musikalischen Fluss mit hoch-präziser Beobachtungsgabe und Bildsprache. Im ihrem Gespräch lassen Danz und Rosenau Ähnlichkeiten und Differenzen aufscheinen und eröffnen Einblicke in die literarischen Sedimente des Literaturlandes (und Erlebnisraums) Thüringen.

Den Abend eröffnet Jens Kirsten, Geschäftsführer des Thüringer Literaturrats.

Personen auf dem Podium