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Katharina Döbler
Katharina Döbler ist 1957 in Gunzenhausen/ Mittelfranken geboren. Gunzenhausen, weil dort das nächste Krankenhaus war. Sie wuchs in München auf. In Paris, München und Berlin studierte sie unter anderem Theaterwissenschaften, Pädagogik und Lateinamerikanistik. In Berlin experimentierte sie als Kabarettistin und Punksängerin. Von 1987 bis 1989 arbeitete sie beim neugegründeten links-alternativen Radio 100 als Verantwortliche von Nachtflug, einer einstündigen Wortsendung ohne Budget. Der Sender ging pleite. Als freie Autorin schrieb sie mehrere Hörspiele und zahlreiche Radiofeatures, mit einer Vorliebe für Originaltonexperimente. Ihr Theaterstück Schneeziegenmanöver wurde im Jahr 2000 in Wien uraufgeführt.
Als Journalistin und Literaturkritikerin war sie eine Zeitlang für Die Zeit, FAZ und NZZ tätig, mit besonderem Augenmerk auf weibliche Traditionslinien des Schreibens. Sie arbeitet für die internationale Monatszeitung Le Monde diplomatique, und immer noch für den Rundfunk, unter anderem bei rbbKultur, wo sie regelmäßig Bücher zum Wiederlesen empfiehlt. Ihr erster Roman „Die Stille nach dem Gesang“ erschien 2010 beim Galiani Verlag, der neue Roman „Dein ist das Reich“ im Mai 2021 beim Claassen Verlag.
Georg Stefan Troller
Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien geboren und machte eine Lehre als Buchbinder. Mit sechzehn, kurz nach den Novemberpogromen, floh er vor der nationalsozialistischen Verfolgung über die Tschechoslowakei nach Frankreich, im Gepäck Karl Kraus’ »Die letzten Tage der Menschheit«. 1941 erhielt er in Marseille ein amerikanisches Visum. In den USA wurde er 1943 zum Militärdienst eingezogen und kam als junger GI in einem Team von deutschsprachigen Gefangenenvernehmern nach Deutschland. Anschließend studierte er Anglistik und Theaterwissenschaften u. a. an der University of California in Los Angeles und begann als Reporter für Zeitungen und den Rundfunk zu arbeiten. Neben etlichen Dokumentarfilmen verfasste er zahlreiche Drehbücher (u. a. für Axel Cortis Trilogie »Wohin und zurück« und Robert Schindels Romanverfilmung »Gebürtig«) sowie mehrere Bände über Paris und seine Begegnungen mit Prominenten und Künstler*innen
Jake Schneider
Jake Schneider, Jahrgang 1988, ist Übersetzer, Literaturkurator und Chefredakteur von SAND, der Berliner englischsprachigen Literaturzeitschrift. Nach seinem Abschluss in Kreativem Schreiben am Sarah Lawrence College in New York erhielt er 2012 als bisher jüngster Stipendiat ein Stipendium vom amerikanischen nationalen Kunstfonds, um den Lyrikband „Fragmentierte Gewässer” von Ron Winkler zu übersetzen (Shearsman Books) und wohnt seitdem in Berlin. Seine literarischen Übersetzungen erschienen u.a. in den Zeitschriften Words Without Borders, Circumference, Modern Poetry in Translation, STILL, Washington Square und Chicago Review sowie auf einer literarischen Zaubershow und bei der Kunstbiennale Venedig 2015. Neben seiner Tätigkeit bei SAND organisiert er literarische Veranstaltungen und Workshops in Berlin und Vietnam mit einem Schwerpunkt auf kollaborativem Schreiben und dem Übersetzen von „unübersetzbaren“ Texten.
Ror Wolf
Ror Wolf, geboren 1932 in Saalfeld/Saale, ist ein deutscher Schriftsteller und Künstler. Nachdem ihm das Studium in der DDR verwehrt blieb und er zwei Jahre als Bauarbeiter dort gearbeitet hatte, emigrierte er im Jahr 1953 in die Bundesrepublik Deutschland. Dort schrieb er sich an der Universität in Frankfurt a.M. für Literatur, Soziologie und Philosophie ein, wo er begann, für die Studentenzeitschrift "Diskus" zu schreiben, bei der er bald Feuilletonredakteur wurde. Neben seiner schriftstellerischen Karriere war Ror Wolf auch Autor erfolgreicher Hörspiele, u.a. von "Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nordamerika", das mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet wurde und von 1961-63 Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk. Seit 2010 ist Wolf Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste, München. Heute lebt der Schriftsteller in Mainz.
Saisonauftakt
27. Februar 2003
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Tanja Dückers, Christina Griebel, Kerstin Hensel, Judith Kuckart, Susanne Riedel und Emine Sevgi Özdamar
Moderation: Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Besprochene Bücher: Himmelskörper, Wenn es regnet, dann regnet es immer gleich auf den Kopf, Im Spinnhaus, Die Autorenwitwe, Eine Frau aus Amerika, Seltsame Sterne starren zur Erde
Rumena Bužarovska
Rumena Bužarovska, geboren 1981 in Skopje, Nordmazedonien, ist Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Literaturübersetzerin. Zu den von ihr ins Mazedonische übersetzten Autoren gehören Lewis Carroll, J. M. Coetzee, Truman Capote und Charles Bukowski. Sie lehrt Amerikanische Literatur an der Staatsuniversität Skopje. Neben einer Studie über Humor und Literatur (»What’s funny. Theories of humor through the prism of the story«, 2012) und Abdrucken in Literaturzeitschriften und Anthologien sind bisher vier Erzählbände erschienen: »Čkrtki« (2007; Ü: Gekritzel), »Osmika« (2010; Ü: Weisheitszahn), »Mojot maž« (2014; dt. »Mein Mann«, 2021) und »Ne odam nikade« (2018; Ü: Ich gehe nirgendwo hin). Bužarovska wurde 2016 im Rahmen des von Literary Across Frontiers initiierten Projekts »Literary Europe Live« zu einer der zehn interessantesten literarischen Stimmen Europas gekürt. 2018 war sie Fellow des International Writing Program in Iowa. Sie ist Co-Initiatorin eines Storytelling-Projekts für Frauen, »PičPrič«, und Redakteurin der Literaturzeitschrift »Blesok«. Rumena Bužarovska lebt und arbeitet in Skopje.
Peter Van den Ende
Peter Van den Ende wurde 1985 in Antwerpen geboren. Bereits als Schüler beschäftigte er sich intensiv mit Kunst und erlernte verschiedene gestalterische Techniken. Nach dem Abitur studierte er zunächst Biologie, doch setzte sich seine Leidenschaft für das Zeichnen schließlich durch. Auch war es der visuelle Reichtum der Natur, der in dem Künstler Staunen auslöste und ihm zur Inspirationsquelle wurde. Seine Zeichnungen sind äußerst detailliert, spielen mit Symbolen und Konnotationen, drängen den Betrachter*innen jedoch nie eine eindeutige Interpretation auf.
An seinem viel beachteten schriftstellerischen Debüt »Zwerveling« (2018; dt. »Treiben lassen«, 2020) arbeitete er drei Jahre lang. Der Samen für dieses Buch wurde bereits in seiner Schulzeit gelegt, als er mit elf Jahren in der Schulbibliothek die Bücher von Jules Verne mit den Originalstichen von Édouard Riou und Alphonse de Neuville entdeckte. Wie diese gestaltete Van den Ende in »Zwerveling« die wunderliche Wasserwelt in Schwarz und Weiß. Prägend für die visuelle Gestaltung dieses Buches, das ohne Worte auskommt, war außerdem Van den Endes Zeit auf den Kaimaninseln, wo er zwei Jahre als Naturguide arbeitete und viele Eindrücke fotografisch festhielt. Derzeit sind neben der deutschen spanische, katalanische, französische, englische und amerikanische Ausgaben dieses Werks in Vorbereitung.
Peter Van den Ende lebt in Antwerpen.
queeres lesen hören - Queer interdependenk_lesen
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
Forrest Gander
Forrest Gander, geboren in der Mojave-Wüste, lebt heute mit der Künstlerin Ashwini Bhat in der Nähe von San Francisco, Kalifornien. Er studierte Geologie und Englische Literatur und ist als Autor sowie als Übersetzer tätig und veröffentlicht kritische Essays in »The Nation«, »The New York Times Book Review« und im »New York Journal of Books«. In San Francisco traf er die Dichterin C. D. Wright und lebte mit ihr zusammen in Mexiko, Arkansas und schließlich Rhode Island, wo Gander an der Harvard University unterrichtete und das Literary Arts Program an der Brown University leitete. Von der zeitgenössischen lateinamerikanischen Dichtung inspiriert, die er in Mexiko kennengelernt hatte, begann er mit seiner Übersetzertätigkeit von Werken aus Mexiko, Bolivien, Argentinien, Chile, Spanien und Japan und wurde mehrfach dafür ausgezeichnet.
Neben seinen Essays und Übersetzungen veröffentlichte er mehrere Lyrikbände. Zuletzt erschien der Band »Be With« (2018), für den er mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet wurde. Ganders Lyrik beschäftigt sich mit der Komplexität von Intimität und Freundschaft sowie dem wechselseitigen Verhältnis von menschlicher und nichtmenschlicher Welt – ein Genre, das den Namen Ökopoetik erhalten hat. 2008 erschien sein erster Roman »As a Friend« (dt. »Als es dich gab«, 2010), der gerade verfilmt wird. Darin löst ein Landvermesser in seiner Umgebung eine Atmosphäre der Erotik und der intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst aus. 2014 veröffentlichte Gander seinen gefeierten zweiten Roman »The Trace« (Ü: Die Spur) über ein Paar, das sich auf den Spuren des Bürgerkriegsschriftstellers Ambrose Bierce in der Chihuahua-Wüste verirrt.
Gander arbeitet häufig mit anderen Künstler*innen zusammen, darunter Ann Hamilton, Sally Mann, Gus Van Sant und Graciela Iturbide. Er erhielt Stipendien von der Library of Congress, der Guggenheim, der Howard, der Whiting und der United States Artists Foundation.
Die schönsten Streichhölzer der Welt: Der amerikanische Dichter Ron Padgett im Lyrik Kabinett
16. November 2018
Stiftung Lyrik Kabinett
Ein englisch-deutscher Abend im Lyrik Kabinett, München
Moderation und Übersetzungen: Jan Volker Röhnert
Besprochene Bücher: Die schönsten Streichhölzer der Welt