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Ekaterina Sadur
Ekaterina Sadur, Tochter der russischen Prosaistin und Dramaturgin Nina Sadur, ist Autorin zahlreicher Romane und Erzählungen, deren Stil sie selbst als mystischen Realismus bezeichnet. Ihre Drehbücher und Theaterstücke werden Moskau und St. Petersburg aufgeführt. Sie ist Mitglied des internationalen Schriftstellerverbandes PEN und Preisträgerin des renommierten Alfred Toepfer Preises. Ekaterina Sadur war Stipendiatin der Alfred Toepfer Stiftung (2002), des Literarischen Colloquium Berlin (2003), der Universität Iowa – New York Open World (2004) und der Alfred Döblin Stiftung (2013). Sie lebt in Berlin und Moskau.
Saisonauftakt
24. Februar 2006
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Rabea Edel, Jan Faktor, Jakob Hein, Hendrik Jackson, Sebastian Orlac und Elke Schmitter
Moderation: Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Besprochene Bücher: Das Wasser, in dem wir schlafen, Schornstein, Herr Jensen steigt aus, Dunkelströme, Verteidigung der Himmelsburg, Veras Tochter
Josef Winkler
Der 1953 in Kärnten geborene Josef Winkler wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf und arbeitete zunächst in einer Oberkärntner Molkerei, ehe er die Abendhandelsakademie in Klagenfurt besuchte. Er arbeitete in einem Verlag, der Karl-May-Bücher herausbrachte, und in der Verwaltung der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt. Zusammen mit Alois Brandstetter organisierte er einen Literarischen Arbeitskreis und gab die Literaturzeitschrift „Schreibarbeiten“ heraus. Im Jahr 1979 belegte er mit dem Roman „Menschenkind“ den zweiten Platz beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 1982 ist Josef Winkler freier Schriftsteller. Er hat über zwanzig Bücher geschrieben und bereits viele Auszeichnungen gewonnen, darunter den Alfred-Döblin-Preis und den Georg-Büchner-Preis.
Ralph Tharayil
Ralph Tharayil, 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz geboren, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel und arbeitete währenddessen als Autor, Theaterschaffender und Musiker, später als Texter in Hamburger Werbeagenturen. Er entwickelt, auch in Kollaborationen, Konzepte und Texte für Audioformate und Performances und schreibt Prosa und Lyrik, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Preis für Prosa beim 25. open mike. „Nimm die Alpen weg“ ist sein literarisches Debüt, für das er mit einer Einladung zur Autor:innenwerkstatt des LCB, dem Alfred Döblin-Stipendium und der Alfred Döblin-Medaille ausgezeichnet wurde. Ralph Tharayil lebt in Berlin.
Norbert Gstrein
Norbert Gstrein wurde 1961 in Mils / Tirol geboren und lebt derzeit als freier Schriststeller in Hamburg. 1988 war er Gast des Literarischen Colloquiums Berlin, ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Berliner Literaturpreis, mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Uwe-Johnson-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Österreichischen Buchpreis 2019 und dem Düsseldorfer Literaturpreis.
Matthias Prangel
Matthias Prangel, geb. 1939 in Berlin, war Literaturwissenschaftler an der Universität Leiden in den Niederlanden. Zahlreiche Publikationen zur Literatur der Moderne, vor allem zum Werk Alfred Döblins.
Peter Kurzeck
Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau/Böhmen geboren und 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. Seine Jugend verbrachte er daraufhin in Staufenberg bei Gießen. Kurzeck ist vor allem bekannt für seine Romane, die stark autobiografisch geprägt sind. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dem Kranichsteiner Literaturpreis und mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Er starb am 25.11.2013 in Frankfurt.
Ingomar von Kieseritzky
Ingomar von Kieseritzky ist ein deutscher Schriftsteller und Hörspielautor. Er wurde 1944 in Dresden geboren und arbeitete zunächst als Requisiteur am Goetheanum in Dornach in der Schweiz und in der Folge als Buchhändler in Berlin und Göttingen. Seit 1971 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Mit über 100 Hörspieltiteln ist er einer der produktivsten deutschen Hörspielautoren der Gegenwart. Für sein Werk wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a. 1996 mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden, 1979 mit einem Stipendium der Villa Massimo, 1989 mit dem Literaturpreis der freien Hansestadt Bremen und 1997 mit dem Alfred-Döblin-Preis.
Geschichte und Roman
11. August 2009
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Reinhard Jirgl
Moderation: Thomas Geiger
Besprochene Bücher: Die Stille
Heike Geißler
Heike Geißler (1977 in Riesa, Sachsen, geboren) studierte Amerikanistik, Hispanistik und Politik. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie den Alfred-Döblin-Förderpreis (2001) sowie mehrere Stipendien, u.a. im Literarischen Colloquium Berlin (2003) und in Archangelsk, Russland (2007). 2008 nahm Heike Geißler am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Von ihr erschienen sind u.a. die Romane „Rosa“ (2002) und „Nichts, was tragisch wäre“ (2007).