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Siegfried Unseld

Siegfried Unseld wurde 1924 in Ulm geboren. Nach nach einer Lehre zum Buchhandelsgehilfen studierte er Germanistik, Philosophie und Bibliothekswissenschaften in Tübingen. Ab 1952 war Unseld beim Suhrkamp Verlag beschäftigt, zu dessen Gesellschafter er 1958 aufstieg. Nach dem Tod Peter Suhrkamps 1959 übernahm Unseld als alleiniger Verleger den Verlag. In den folgenden Jahren sollte sich Suhrkamp zum wichtigsten deutschen Verlag entwickeln, Siegfried Unseld selbst zu einem der bedeutendsten Verleger der zweiten Jahrhunderthälfte. Er starb 2002 in Frankfurt am Main.

Peter de Mendelssohn

Peter de Mendelssohn wurde 1908 in München geboren. Bereits ab 1930 veröffentlichte er erste literarische Arbeiten. 1933 emigrierte de Mendelssohn über Paris und Wien nach London, wo er die britische Staatsbürgerschaft annahm. Nach dem Krieg war er Pressechef bei der Britischen Kontrollkommission in Düsseldorf und Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in London. 1970 kehrte nach München zurück. Seine stark beachtete Biographie zu Thomas Mann konnte de Mendelssohn zu Lebzeiten nicht mehr vollenden. Er starb 1982 in München. Von 1975 bis zu seinem Tod war de Mendelssohn Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 

Swetlana Geier

Swetlana Geier, geboren 1923 in Kiew, gehörte zu den bedeutendsten Übersetzerinnen russischer Literatur im deutschsprachigen Raum. Sie lebte seit 1943 in Deutschland und war von 1960 bis zu ihrem Tod im Jahre 2010 Lektorin für russische Sprache an der Universität Karlsruhe. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Übersetzungen von Tolstoi, Bulgakow, Solschenizyn und Dostojewskij.

Stoffe: »Aufprall«

29. März 2021
Literarisches Colloquium Berlin

Woraus besteht die Gegenwartsliteratur?
Heinz Bude, Bettina Munk und Karin Wieland
im Gespräch mit Insa Wilke über Westberlin, die Hausbesetzerszene und das Westberlingefühl

Besprochene Bücher: Aufprall

"Tal der Herrlichkeiten". Buchpremiere

30. August 2012
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Anne Weber Moderation: Ijoma Mangold

Besprochene Bücher: Tal der Herrlichkeiten

Christina Weiss im Gespräch mit Silvia Bovenschen

22. April 2008
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung und Gespräch: Silvia Bovenschen
Moderation: Christina Weiss

Besprochene Bücher: Verschwunden

Europäische Erzähler: John Burnside

11. Juli 2012
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung und Gespräch: John Burnside
Moderation: Bernhard Robben

Besprochene Bücher: In hellen Sommernächten

Studio LCB mit Peter Weber und Urs Richle

03. Dezember 1993
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Peter Weber, Urs Richle
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Andreas Isenschmid

Besprochene Bücher: Der Wettermacher, Mall oder Das Verschwinden der Berge

Viola Rusche

Viola Rusche, geboren 1960 in Kiel. Studium der Musik und Kunst in München und Düsseldorf. Lebt als Cutterin und Filmemacherin in Berlin. Nach dem Tod ihres Vaters, des Dichters Christian Saalberg, entsteht  der Porträtfilm Amor Vati (2008). Viola Rusche pflegt auch die Saalberg-Webseite (www.christian-saalberg.de) und das Saalberg-Archiv. 2019 gibt sie zusammen mit dem Dichter Mirko Bonné den Saalberg-Auswahlband In der dritten Minute der Morgenröte heraus (Schöffling & Co. Verlag, Frankfurt). Mit ihrem Partner, dem Komponisten Hauke Harder, realisiert Viola Rusche Porträtfilme über Komponisten zeitgenössischer Musik.

Hilde Domin

Hilde Domin (geb. Löwenstein), 1909 in Köln geboren, studierte Jura, Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie u. a. in Heidelberg, ab 1932 in Rom und Florenz, wo sie 1935 in Politischer Wissenschaft über Staatstheorien der Renaissance promovierte. 1939 flüchtete sie nach England, 1940 in die Dominikanische Republik. Im Exil arbeitete sie als Übersetzerin und Deutschdozentin. 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück und lebte nach mehreren Spanienaufenthalten von 1961 an bis zu ihrem Tod 2006 in Heidelberg. Hilde Domin gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Rilke-Preis 1976, den Nelly-Sachs-Preis 1983, den Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth 1999 und die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik für ihr Lebenswerk 2005.

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