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PARATAXE XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Kateryna Mishchenko, Zmicier Vishniou und Kinga Tóth in Lesung und Gespräch
Moderation: Tamina Kutscher
Besprochene Bücher: Aus dem Nebel des Krieges
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel I
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Auftakt mit Ani Menua, Martin Jankowski und Jürgen Jakob Becker
Panel I | In der Fremde – Migration und Exil gestern und heute
Keynote: Bozhena Kozakevych (Berlin/Ukraine)
Panel: Saltanat Shoshanova (Berlin/Kasachstan), Oleksandra Bienert (Berlin/Ukraine), Milena Nikolova (Berlin/Bulgarien)
Moderation: Yelizaveta Landenberger (Berlin)
Featured Poet: Nadiia Telenchuk (Berlin/Ukraine)
Uroš Prah
Uroš Prah, *1988 in Maribor, veröffentlichte drei Gedichtbände: Čezse polzeči (2012), Tišima (2015 – nominiert für den Veronika Preis sowie den Simon Jenko Preis) und Udor (2019). 2018 erhielt er den Exil-Lyrikpreis für sein auf Deutsch verfasstes investigatives Gedicht Nostra Silva; zuletzt erschien in Literatur und Kritik die Kurzgeschichte Die Fächer. Übersetzungen seiner Bücher, Gedichte und Essays erschienen bisher in fünfzehn Ländern. Er war Mitbegründer und Chefredakteur der Literaturzeitschrift IDIOT, Programmdirektor des internationalen Festivals Literodrom und Mitbegründer des Museums des Wahnsinns, Trate.
Uroš Prah lebt zur Zeit in Wien.
Horst Samson
Horst Samson wurde 1954 in der Bărăgansteppe geboren, wohin seine Familie deportiert worden war. Er arbeitete als Lehrer und Journalist, ist Herausgeber von Anthologien und übersetzt immer wieder aus dem Rumänischen (Ana Blandiana, Mircea Dinescu u.a.). Seit 1976 erschienen von ihm zwölf Gedichtbände. Als Kritiker des Ceaușescu-Regimes erhielt er 1985 Schreibverbot und wurde vom rumänischen Sicherheitsdienst mit Verhaftung und Mord bedroht. 1987 emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland und war 2006-14 Generalsekretär der Sektion deutschsprachige Länder des EXIL-PEN. 2018 widmete ihm der Pop-Verlag eine Monographie Heimat als Versuchung – Das nackte Leben, herausgegeben von Traian Pop, mit Beiträgen von Theo Breuer, Kurt Drawert, Franz Hodjak, Jan Kuhlbrodt u.v.a. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband In der Sprache brennt noch Licht (Ludwigsburg: Pop Verlag, 2021).
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel II
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
Gespräche, Lesungen und Diskurs
Panel II | Krieg als Zäsur – Folgen für das literarische Schreiben
Keynote: Zaal Andronikashvili (Berlin/Georgien),
Panel: Nadiia Telenchuk (Berlin/Ukraine), Apti Bisultanov (Berlin/Tschetschenien), Ani Menua (Berlin/Armenien)
Moderation: Dorota Danielewicz (Berlin/Polen)
Featured Poet: Apti Bisultanov (Berlin/Tschetschenien)
Sprecher: Ekkehard Maaß (Berlin)
Besprochene Bücher: Schatten eines Blitzes
PARATAXE Symposium XII Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck | Panel III
12. Mai 2023
Literarisches Colloquium Berlin
Fluchtpunkt Berlin – osteuropäische Literaturen unter Druck
Gespräche, Lesungen und Diskurs
Panel III: Im Angesicht des Krieges – Neuverortung von Sprache und Herkunft
mit Jelena Jeremejewa (Berlin/Ukraine), Nikolai Klimeniouk (Berlin/Ukraine),
Katharina Raabe (Berlin), Kateryna Mishchenko (Berlin/Ukraine)
Moderation: Erica Zingher (Berlin/Transnistrien)
Featured Poet: Volya Hapeyeva (Berlin/Belarus)
Besprochene Bücher: Trapezherz
STUDIO LCB: »Ein von Schatten begrenzter Raum«
16. Dezember 2021
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung und Gespräch mit Emine Sevgi Özdamar
Gesprächspartner·innen: Barbara Villiger Heilig und Helmut Böttiger
Moderation: Tobias Lehmkuhl
Besprochene Bücher: Ein von Schatten begrenzter Raum
Ursula Krechel: Landgericht
25. März 2013
Literaturhaus Basel
Lesung und Gespräch
Ursula Krechel (Autorin) und Martin Zingg (Moderation)
Besprochene Bücher: Landgericht
Alia Trabucco Zerán
Alia Trabucco Zerán wurde 1983 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Autorin und Schriftstellerin. Nach einem Jurastudium in Santiago de Chile absolvierte sie im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums ein spanischsprachiges Creative Writing-Studium an der New York University und promovierte anschließend am University College London in Lateinamerikastudien. Zerán hat sich als Juristin und Autorin u. a. mit Fragen der Menschenrechte beschäftigt und wurde 2022 mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet.
In ihrem Debütroman »La Resta« (2015; dt. »Die Differenz«, 2021) werden drei Kinder von ehemaligen linken Widerstandskämpfern mit der Vergangenheit der Pinochet-Diktatur konfrontiert. Felipe, dessen Eltern unter dem Regime verschwanden, sieht in Santiago de Chile überall Leichen, die er zwanghaft zählt. Auch Iquela und ihre im Berliner Exil aufgewachsene Kindheitsfreundin Paloma sind auf der Suche nach ihrem Platz in einer zerrissenen Gesellschaft. Der Roman erzählt in einer zutiefst suggestiven Sprache von der Schwierigkeit des Erinnerns und Vergessens und den Verwerfungen einer Diktatur, die bis ins Herz der Menschen reicht.
In ihrer zweiten Publikation, dem erzählenden Sachbuch »Las Homocidas« (2019; Ü: Die Mörderinnen), unterzieht Trabucco Zerán die Biografien von vier chilenischen Frauen, die zu Mörderinnen geworden sind, einer kritischen Tiefenanalyse. Dabei beleuchtet sie die gesellschaftlichen und psychologischen Hintergründe aus einer dezidiert feministischen Perspektive und kommentiert parallel, in einer Art Tagebuch, ihre Recherche.
In ihrem aktuellen Roman »Limpia« (2021; dt. »Mein Name ist Estella«, 2024, Ü: Benjamin Loy) widmet sich Trabucco Zerán der prekären Arbeitswelt zumeist weiblicher Hausangestellter: Nachdem die Tochter ihrer Arbeitgeber zu Tode gekommen ist, wird die Hausangestellte Estela vernommen. Ihre Aussage entwickelt sich zu einer schwindelerregenden und psychologisch komplexen Nahaufnahme unüberbrückbarer Klassenunterschiede. »Es ist der um Sachlichkeit bemühte, abgebrühte, fast schon emotionslose Berichtston, der diesem Buch seine Wucht gibt.« (»Neues Deutschland«)
Alia Trabucco Zerán lebt in Santiago, Chile.
Stand: Mai 2024
Writers in Prison – Writers in Exile. Mit Khalil Rostamkhani
25. November 2012
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Khalil Rostamkhani
Moderation: Sascha Feuchert und Julia Paganini
Besprochene Bücher: Fremde Heimat. Texte aus dem Exil, Kassiber. Verbotenes Schreiben