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queeres lesen hören - Queer interdependenk_lesen

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

queeres lesen hören - Stimmen finden: Die Macht der Formen

Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson

Katja Gloger

Katja Gloger, geboren in Koblenz, ist Journalistin und Buchautorin mit Schwerpunkt Osteuropa und Russland. Nach einem Studium der Osteuropageschichte lebte sie lange in Moskau, wo sie als Stern-Korrespondentin arbeitete und den politischen Umbruch nach dem Kalten Krieg aus nächster Nähe begleitete. Sie führte Gespräche mit Michail Gorbatschow, interviewte Boris Jelzin im Kreml und begleitete als erste westliche Journalistin Wladimir Putin über Monate. In ihren vielfach beachteten Büchern analysiert Gloger das Machtgefüge des Putinismus sowie die historisch belastete Beziehung zwischen Russland und Deutschland; zuletzt erschien Das Versagen, eine gemeinsam mit Georg Mascolo verfasste investigative Aufarbeitung der deutschen Russlandpolitik.

Tarık Seden

Tarık Seden (*1957 in Istanbul) machte sein Abitur an dem deutschsprachigen Gymnasium in Istanbul. Danach folgte ein Studium an der Technischen Universität Istanbul, später an der Technischen Universität Berlin mit einem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur. Während des Studiums begann er eine Tätigkeit an der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin als Schreibkraft. Später wurde er zum Leiter des Zentrallektorats Türkisch und war so zuständig für fremdsprachige (türkische, serbokroatische, neugriechische, kurdische, russische und albanische) Bestände der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Parallel zu dieser Tätigkeit begann er ein Studium an der Freien Universität Berlin mit dem Abschluss als Diplom-Bibliothekar. Seit 2021 lebt er abwechselnd in Berlin und Thessaloniki.

Ulrike Ostermeyer

Ulrike Ostermeyer (*1964 in Hamburg) verfügt über eine mehr als 25-jährige Verlagserfahrung in den Bereichen Allgemeine Belletristik, Literatur und Sachbuch. Sie war von 1994 bis 2005 Lektorin bei dtv, von 2005 bis 2012 Programmleiterin für Belletristik bei den Ullstein Buchverlagen und bis Ende 2017 Verlagsleiterin des Arche Literatur Verlags. 2018 hat sie sich in Berlin mit einem Literaturbüro für Übersetzung, Lektorat und Beratung selbstständig gemacht und arbeitet u.a. als Editor-at-Large für den 2016 gegründeten Schweizer Kampa Verlag sowie als Beraterin im Bereich Literatur für die Agence d’action culturelle des Luxemburger Kulturministeriums. Seit Januar 2022 ist sie als Senior-Lektorin im literarischen Hardcover-Programm des Rowohlt Verlags tätig.

Hiromi Itō

Hiromi Ito, 1955 in Tokyo geboren, zählt zu den wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. In den 1980er Jahren hatte sie sich zunächst als innovative Lyrikerin mit neuartigen Themen und Sprechweisen einen Namen gemacht. Nach ihrer Scheidung siedelte sie 1997 in die USA über und gründete dort mit dem jüdisch-britischen Künstler Harold Cohen und ihren drei Töchtern eine neue Familie. Seither pendelt sie zwischen den Kontinenten. Mit ihren Langgedichten, Romanen und Essays sprengt sie Gattungsgrenzen. Ihr Roman Dornauszieher, 2007 publiziert, wurde mit zwei wichtigen Preisen ausgezeichnet, einem für Lyrik und einem für erzählende Literatur. Ito ist auch als Illustratorin und Manga-Kritikerin bekannt und lehrt literarisches Schreiben an der Waseda-Universität, Tokyo.

John Wray

John Wray wurde 1971 in Washington, D.C., geboren, wuchs in Buffalo auf und machte am Oberlin College in Ohio seinen Abschluss in Biologie. Danach arbeitete er u. a. als Taxifahrer in Alaska und unterrichtete Deutsch sowie Spanisch in New York. Für sein Romandebüt »The Right Hand of Sleep« (2001; dt. »Die rechte Hand des Schlafes«, 2002) wurde Wray mit dem Rome Prize der American Academy und dem Whiting Writers’ Award ausgezeichnet. Der Autor veröffentlichte außerdem Kurzgeschichten und Essays. Sowohl amerikanischer als auch österreichischer Staatsbürger, lebt er gegenwärtig in Mexiko-Stadt.

Eduard Goldstücker

Eduard Goldstücker, Literaturhistoriker, Publizist, Kritiker und Diplomat, wurde 1913 in Podbiel nahe Dolný Kubín in der heutigen Slowakei geboren. Er studierte ab 1931 Germanistik und Romanistik an der Karlsuniversität Prag und trat noch während des Studiums der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei bei. 1939 floh er vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien und schloss dort in Oxford 1942 sein Studium mit Promotion ab. Nach dem Krieg war er als Diplomat in London und Paris tätig. Unter Stalin verbrachte er bis zu seiner Rehabilitierung 1955 wegen Hochverrats, Spionage und Verschwörung vier Jahre seines Lebens in Uranminen. Danach begann er seine Laufbahn an der Karlsuniversität Prag. Dort befasste er sich vorrangig mit Kafka, den literarischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien und machte sich als Experte der jüdischen Literatur in Prag einen Namen. Goldstücker starb am 23. Oktober 2000 in Prag.

Max Frisch

Max Frisch, geboren 1911 in Zürich, war einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seine ersten beiden großen Romane "Stiller" (1954) und "Homo faber" (1957) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Nach der Uraufführung seines Theaterstücks "Biedermann und die Brandstifter" 1958 wurde er noch im selben Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. 1961 folgte das Theaterstück "Andorra", 1964 sein letzter Roman "Mein Name sei Gantenbein". Frisch gilt außerdem als Meister der literarischen Tagebuchs, einer Form, die auch sein übriges Prosawerk stark beeinflusste. Er starb 1991 in seiner Heimatstadt Zürich.

Umberto Eco

Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria (Italien), studierte Philosophie und Literaturgeschichte in Turin. Von 1975 bis 2007 hatte er an der Universität Bologna den Lehrstuhl für Semiotik inne. Mit seinen kunsttheoretischen ("Das offene Kunstwerk", it. 1962, dt. 1973) und semiotischen Schriften ("Einführung in die Semiotik", it. 1968, dt. 1972) wurde er als bedeutender Wissenschaftler bekannt. 1980 machte ihn sein erster und bis heute bekanntester Roman, "Il nome della rosa" (dt. "Der Name der Rose", 1982) schlagartig auch als Schriftsteller berühmt. Er empfing zahlreiche Ehrungen, darunter über vierzig Ehrendoktortitel, die Aufnahme in die französische Ehrenlegion und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Er starb 2016 in Mailand.

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