Adorno in Neapel

30. Oktober 2013
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung und Diskussion mit Martin Mittelmeier
Moderation: Hanns-Josef Ortheil

Programmtext

Über Theodor W. Adorno, einen der wirkmächtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, ist scheinbar schon alles gesagt. Zu seinem 100. Geburtstag 2003 sind allein drei große Biographien erschienen. Seine Reise nach Neapel im September 1925 mit Siegfried Kracauer, um seinen 22. Geburtstag herum, wurde in den Biographien erwähnt, aber nicht weiter erforscht. In seiner luziden Studie „Adorno in Neapel. Wie sich eine Sehnsuchtslandschaft in Philosophie verwandelt“ – soeben im Siedler Verlag erschienen – entwickelt Martin Mittelmeier ausgehend von dieser Reise die Grundlagen der Adornoschen Theorie im Spannungsfeld von Katastrophe und Moderne. Darüber hinaus entsteht, gleichsam nebenbei, eine kulturhistorische Studie zum  Tourismus am Golf von Neapel in den zwanziger Jahren. Der Schriftsteller (zuletzt erschien der Roman „Das Kind, das nicht fragte“, 2012) und Italienliebhaber Hanns-Josef Ortheil, der Musikwissenschaft, Philosophie, Germanistik  und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert hat, moderiert den Abend.

Personen auf dem Podium